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Überwachungskamera zur Überwachung

Kamera, wo bist du?

Die Inflation der heimlichen Beobachter - und wie man diese findet „Big Brother is Watching You“: Nicht immer sind Videokameras so deutlich zu erkennen wie hier. Oft sind sie völlig unsichtbar und beobachten uns heimlich ... was natürlich datenschutzrechtlich äußerst bedenklich ist.
Kameramodule sind klein und preisgünstig. Zwei Gründe dafür, dass sie heute in unglaublichen Mengen zum Einsatz kommen. Nicht nur offen an Tankstellen, Geldautomaten und öffentlichen Plätzen, sondern auch verdeckt in Firmen und in Privatwohnungen. Doch gegen diese elektronischen Beobachter gibt es wirksame Gegenmittel!

Spektakuläre Fälle missbräuchlicher Videoüberwachung wurden in der Presse bereits hinlänglich bekannt. So baute ein Wohnungseigentümer zahlreiche versteckte Kameras in ein Mietobjekt ein, das er dann sehr preiswert an Studentinnen vermietete. Die ahnungslosen Mieterinnen wurden auf diese Weise monatelang in allen Lebenssituationen beobachtet und gefilmt.
Eher zufällig flog die Geschichte auf, der Vermieter konnte vor ein Gericht gestellt und verurteilt werden.
Immer häufiger werden versteckte Kameras zum Problem, denn besonders kleine Kameramodule lassen sich leicht verstecken und sind auch für geschulte Augen nur selten erkennbar.
So lassen sich Minikameras in Kleidung (Krawatten, Mützen) und vielen Gegenständen des täglichen Gebrauchs (Aschenbecher, Rauchmelder und dergleichen) problemlos einbauen. Die Bildqualität der Farbkameras ist dabei besser, als man vermuten möchte.
ein Detektor zum Aufspüren versteckter Kameras.

Spezialdetektor ortet versteckte Kameras
Während drahtlos arbeitende Funk- Kameras mittels Funkscanner relativ einfach zu orten sind, tut man sich bei drahtgebundenen Videosystemen deutlich schwerer. Gerade diese kommen bei fest installierten Überwachungseinrichtungen häufig zum Einsatz. Mit einem Spezialdetektor lassen sich allerdings auch diese Kameras orten! Typische Signalkomponenten und Oberwellen des Videosignals sind mit einem hochempfindlichen Detektorsystem auch noch in einigem Abstand zum Kameramodul zu messen. In der „kompromittierenden“ Strahlung der Kameraelektronik liegt also der Schwachpunkt, an dem Kameradetektoren ansetzen.
Das ist umso einfacher, als Kamera- und Videomodule herstellerübergreifend verbunden werden müssen und man sich seit jeher auf genormte Videosignale geeinigt hat. Videopegel, Zeilen- und Bildfrequenz sowie weitere relevante Parameter sind also bei allen Kameras gleich, was zu einem ähnlichen Strahlungsprofil bei allen Kameratypen führt und das Aufspüren deutlich vereinfacht.
Ein solcher Kameradetektor wurde von uns entwickelt. Die gesamte Sensorelektronik ist in einem flachen Gehäuse mit Handgriff untergebracht, Wände und Kleidung lassen sich damit problemlos abtasten.
Eine Leuchtdiodenzeile gibt über die empfangene Signalstärke Auskunft, aktive Kameramodule werden so in Sekundenschnelle entlarvt.

Fotohandy spürt Infrarotlichtquellen auf
Kameras verraten sich aber nicht nur durch ihre kompromittierende elektromagnetische Strahlung. Wegen ihrer hohen Infrarot- Empfindlichkeit werden Schwarz- Weiss- Kameras gerne auch nachts eingesetzt. Dazu benötigen sie dann freilich eine Infrarotlichtquelle zur Unterstützung, die für das menschliche Auge unsichtbar ist. So sind Videoüberwachungen auch in völliger Dunkelheit möglich.
Jedes Fotohandy vermag diese Lichtquellen als hellen Lichtpunkt aber sichtbar zu machen, denn auch die hier verbauten Kameramodule sind infrarotempfindlich. Unter Benutzung dieses einfachen Hilfsmittels verraten sich zahlreiche Kameras, die nachts in Türsprechanlagen und Eingangstoren aktiv sind.

Totale Überwachung
In Zukunft noch mehr Kameras! Das Problem der „totalen Überwachung“ per Kamera wird noch zunehmen, preiswerte Videoserver in der Größe einer Zigarettenschachtel erlauben die Anschaltung der Kameramodule direkt an ein Computernetzwerk. Spezielle Videoleitungen sind also gar nicht mehr notwendig.
Der von der Kamera eingespeiste „Videostream“ ist weltweit übers Internet abrufbar.
Schon heute überwachen Bauleiter ihre Baustellen mit Webcams, die unauffällig in einem Bürocontainer montiert sind!
Zahlreiche Kameratypen lassen sich sogar über das Netz schwenken und zoomen. Dieter Görrisch

funkempfang.de