Aufspürgerät für Wanzen zu Lauschangriff Schutz
Funk Spionage und Spionage Handy
Die Geräte finden Funk-Signale von Minispionen, Funk-Kamera-Sendern, elektronischen Funkwanzen und Spionage-Handys. Signale von kabelgebundenen Überwachungskameras und Mikrofonen können nicht gefunden werden, da diese keine Funk-Signale aussenden. Fernseher, Monitore, Mikrowellen, Stromleitungen und ähnliches können zu Fehlalarmen führen. Die Aufspürgeräte können Ihnen nie 100% Schutz gewährleisten, da viele Faktoren ein so empfindliches Gerät beeinflussen können.
Anekdote
In einem Münchner Großunternehmen steht eine wichtige Besprechung an. Auf Grund der Tatsache, dass der Betriebsleiter ein vorsichtiger Mensch ist, möchte er sich einen Wanzenfinder anschaffen. Seine Wahl fällt schließlich auf den Minispion Detector. Mit diesem Gerät werden alle Konferenzteilnehmer auf Minisender und Funkkameras abgesucht. Tatsächlich führt diese Vorsichtsmaßnahme dazu, dass ein Spion entdeckt wird, der einen Minisender bei sich trägt. Da der Minispion Detector den Alarmton über den Kopfhörer abgibt, weiß der Spion jedoch nichts von seiner Entlarvung. Dies veranlasst den Betriebsleiter wiederum dazu, bei der Konferenz falsche Angaben zu machen, um den Auftraggeber der Wirtschaftsspionage auf eine falsche Fährte zu locken. Auf diese Art und Weise nutzt der clevere Großunternehmer den Spionageangriff zu seinem eigenen Vorteil.
HF- Sniffer spürt Wanzen und Basisstationen auf
Hochempfindliche HF- Pegelmesser eignen sich nicht nur zur Suche von Wanzen, sie lassen sich vielfältig verwenden und ergänzen ganz ausgezeichnet den Funkscanner. Noch vor wenigen Jahren waren empfindliche HF- Pegelmessgeräte nur in gut bestückten Elektroniklabors zu finden. Stark vereinfachte Ausführungen solcher Geräte werden auch unter der Bezeichnung „Wanzenfinder“ angeboten. Seit einigen Jahren hat sich das Qualitätsniveau der Geräte deutlich verbessert, denn für HF- Pegelmessungen wurden integrierte Schaltkreise entwickelt (so etwa die Typen MAX 4000 oder der AD 8307).
Eigentlich sind diese winzigen Spezial- ICs für den Einsatz in Mobiltelefonen oder in-telligenten Funksystemen gedacht, ohne großen Aufwand lassen sie sich aber in an-deren Schaltungen einsetzen. Der Bausatz eines Hf- Pegelmessers (Bestellbezeichnung AS644-„HF- Sniffer“) mit einem Frequenzbereich von 100 MHz bis 2,5 GHz wird von der AATIS e.V. (Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule, W.Lipps, Sedanstr.24, 31177 Harsum, www.aatis.de) für 30 Euro vertrieben und lässt sich in wenigen Stunden selbst zusammenlöten. Mit Hilfe eines Prüfsenders kann das fertige Gerät sogar präzise kalibriert werden, was für die meisten Anwendungen aber gar nicht notwendig ist. Zum Aufspüren und Lokalisieren von Funksendern genügt bereits eine relative HF- Pegelanzeige. Die Schaltung besitzt neben dem
Antenneneingang drei Ausgänge:
- Messinstrument zur direkten Feldstärkeanzeige
- Lautsprecherausgang des integrierten AM- Demodulators
- Signalausgang zum optionalen Anschalten eines Oszilloskopes (bzw. PC- Audioprogrammes).
Unterschied zum Funkscanner
Im Gegensatz zum Funkscanner reagiert der Hf- Sniffer spontan auf jede hochfrequente Aussendung im spezifizierten Frequenzbereich und gibt sogar extrem breitbandige Aussendungen digitaler Betriebsarten problemlos wieder.
Die Empfindlichkeit ist dabei sehr gut. Mit -50 dBm Grenzempfindlichkeit über den gesamten Bereich lässt sich die Basisstationen des heimischen DECT- Schnurlostelefons noch auf über zehn Meter Entfernung problemlos detektieren. Nicht zu unter-schätzen ist der Einfluss der angeschalteten Antenne! Da der HF- Sniffer kein eigenes Eingangsfilter besitzt, stellt somit die Antenne mit ihrer Resonanzfrequenz eine Art Vorfilter dar.
Profis nutzen für ihre Messungen daher Breitbandantennen (LPDA) mit gleich bleibendem Gewinn über das gesamte Frequenzspektrum. Durch Verwendung einer Bandantenne kann die Empfindlichkeit des kleinen Messgerätes für diesen Frequenzbereich natürlich gezielt eingegrenzt werden. Für erste Versuche reicht freilich die „Gummiantenne“ des Funkscanners aus.
Der größte Vorteil gegenüber einem Funkscanner: Ein Hf- Sniffer erfasst hochfrequente Signalquellen völlig unabhängig von ihrer genauen Arbeitsfrequenz und Band-breite. Beispiel: In der Nachbarschaft wird eine neue GSM- Basisstation errichtet, die genauen Daten (Frequenzen und Inbetriebnahmezeitpunkt) sind nicht bekannt. Ist diese Station schon in Betrieb?
Kein Problem für den HF- Sniffer, er zeigt Aussendungen von Mobilfunk- Basisstationen noch in mehreren hundert Metern Entfernung an. Mit einem PC und entsprechen-dem Audio- Programm lassen sich die gepulsten Aussendungen darüber hinaus aufzeichnen und am Bildschirm analysieren.
Empfang des Summensignals
Allerdings empfängt so ein breitbandiges Pegelmessgerät stets das Summensignal aller vorhandenen Trägersignale, was bei gleichzeitigem Empfang mehrerer Sender (etwa einer GSM- Basisstation mit drei Sektoren) zu einem Mischsignal und Problemen bei der Auswertung führen kann.
Einzelne Sender wie Wanzen, drahtlose Sensoren (Temperaturgeber drahtloser Wetterstationen) oder Funkmikrofone sind für das kleine Gerät dagegen überhaupt kein Problem.
Meist erkennt man schon am charakteristischen Klang der Aussendung, um was es sich da handeln könnte. Auch die lokale Eingrenzung ist simpel, je höher der angezeigte HF- Pegel, desto näher befindet man sich an seinem Erzeuger.
Gepulste Signale
Digitale Modulationsverfahren arbeiten ausnahmslos mit gepulsten Signale und er-zeugen ganz bestimmte Klangmuster am Lautsprecher des HF- Sniffers. Im 30 Sekunden- Takt ausgesendete, kurze Digitalpakete mit immer gleichem Klang stammen meist von einer drahtlosen Wetterstation.
Eine DECT- Basisstation fällt sofort durch ihren monotonen, beinahe sägenden Klang auf. FM modulierte Sendungen produzieren keine Klangmuster, hier muss man sich alleine auf den Ausschlag des Zeigerinstrumentes verlassen.
Der HF- Sniffer stellt sicherlich eine interessante Ergänzung eines Funkscanners dar. Wie in „Praxisheft 14“ der AATIS e.V. dargestellt, wurden mit Hilfe eines solchen Gerätes zusammen mit einem Laptop als Datenrekorder Feldstärkedaten während einer Autofahrt aufgezeichnet. Die aufgezeichneten Messdaten wurden danach aufbereitet und als Farbmuster in eine Landkarte eingeblendet, alle GSM- Basisstationen waren deutlich zu erkennen.
Auch einige Hersteller von Funkscannern haben die sinnvolle Funktion mittlerweile entdeckt. Im DJ- X3 von Alinco wurde eine „Wanzenfinder“-Funktion bereits mit eingebaut. Dieter Görrisch
funkempfang.de



