Videospion mit Monitor zur Videoüberwachung
Videospion
MoniCa 2.41 - ein preiswertes Babyfon mit Videobildschirm
Videoüberwachung in Heim und Laden
Endlich kann man das Baby oder auch einen Geschäftsraum nicht nur per Ton- , sondern auch per Bild kontrollieren. Die Firma Team electronic hat nämlich ein Jedermann- Funkgerät mit Videoübertragung heraus gebracht.
Das Paket, das der Postmann abstellt, ist riesig - nicht so klein, wie man es von den modernen Freetalk- Geräten im LPD- oder PMR- Standard gewohnt ist. Gut gepolstert in einem Eierwaben ähnelnden Behältnis und mit einem Plastikdeckel abgeschirmt, warten darin eine Kamera und ein Empfangsgerät darauf, ausgepackt zu werden. Die Kamera sieht aus wie ein Geschwister von E.T.. Man wird das ungute Gefühl nicht los, dass sie im nächsten Augenblick weglaufen könnte.
Tut sie aber nicht, sondern wartet geduldig darauf, in Betrieb genommen zu werden. Aber wo ist die Bedienungsanleitung? Schließlich muss jedes in Deutschland aus-gelieferte elektronische Gerät eine deutschsprachige Bedienungsanleitung besitzen, die dem Anwender die Nutzung sämlicher Funktionen nahebringt.
Sollte dieses wie ein etwas breit geratener Bumerang aussehende Teil tatsächlich .... ? Sie ist es. Etwas gewöhnungsbedürftig kommt dieses Manual daher, ist aber immerhin deutschsprachig, enthält nur ein paar wenige Rechtschreibfehler und ist sogar allgemein verständlich geschrieben, ausreichend illustriert und übersichtlich.
Die „E.T.“-Kamera
Schauen wir uns also zunächst die Kamera Ca 2,41 an. Sie ist in Höhe und Seite schwenkbar, besitzt rechts und links je einen Schalter für die Kanalwahl (1 bis 4) sowie Ein/Aus und oben gut sichtbar die Kontrollleuchte.
Ach ja, fast vergessen: das winzige Loch in der wie eine Scheinwerferbatterie aussehenden Frontseite ist das Mikrofon. Schließlich will Mama das Baby auch brüllen hören.
Das CE- Zeichen ist nicht aufgeklebt, sondern ins Gehäuse eingestanzt. Unterm Standfuß befindet sich der 9-Volt- Anschluss (DC = Gleichspannung). Leistungsaufnahme: 2,7 Watt. Das Teil bringt gerade mal 150 Gramm auf die Briefwaage. Ohne das mitgelieferte 300-mAh- Netzteil im weißen Gehäuse.
Das zweite weiße Netzteil gehört natürlich zum Funkgerät und leistet 500 mAh bei 6 Volt. Damit man beide Stromlieferanten nicht verwechseln kann, haben sie unter-schiedliche Stecker.
Genial einfach, aber manch anderer Hersteller kommt auf so etwas Simples gar nicht erst. Natürlich kann man MoniCa auch mit den drei mitgelieferten Mignonakkus betreiben.
Die Moni- Funke
Der Funkempfänger Moni sieht aus wie ein aufgeblasenes LPD und hat eine braun getönte Rauchglasscheibe in Klodeckelform als Abdeckung der beiden Displays. Das größere mit 4,4 cm Durchmesser (1,8 Zoll) zeigt ein Farbbild mit einer Auflösung von 312 x 230 Pixeln, insgesamt also 71.760 Pixel. Das reicht natürlich nicht zum Lesen über Funk, aber zum Erkennen, ob sich eine Person am Baby zu schaffen macht oder die Zeugen Jehovas vor der Haustür stehen, reicht das allemal.
Darunter befindet sich eine einzeilige LCD- Anzeige, die jeweils einen der elf Betriebszustände bzw. der Einstellmöglichkeiten anzeigt. Als da sind: Kanalwahl, Far-bintensität, Helligkeit und Kontrast, Video & Audio oder Nur- Bild bzw. Nur- Ton, die geräuschaktivierte Übertragung (auch als Sprachsteuerung oder VOX bekannt), die Übertragungsdauer nach VOX-Aktivierung, Uhrzeit und Alarm.
Die vier Video-Frequenzen
2,4145 GHz
2,4345 GHz
2,4508 GHz
2,4685 GHz
Anstöpseln und los
Falsch machen kann man eigentlich nix. Also: Netzteile einstöpseln und Geräte ein-schalten. Kanal 1 ist bereits eingestellt. Schon zeigt Moni das erste Bild. Aber Vorsicht: „Um Ihre Privatsphäre zu schützen, sollte die Kamera ausgeschaltet werden, wenn sie nicht in Betrieb ist.“ So warnt ein Text in der Anleitung.
Angesichts der recht geringen Reichweite ist allerdings die Gefahr, „belauscht“ zu wer-den, nicht sehr groß. Hört man fremde Geräusche oder sieht Bilder aus der Nachbarschaft, kann man auf einen anderen Kanal wechseln. In einem vierstöckigen Haus schaffte Moni immerhin, drei Betondecken und zwei Wände zu durchdringen. Das dürfte für die meisten Anwendungsfälle reichen. Manchmal reicht es, Sender und Empfänger an einen anderen Standort zu verlegen, um eine bessere Qualität zu erzielen. Ein bisschen Probieren genügt oft, manchmal auch die Wahl eines anderen Ka-nals. Für die Festinstallation ist in den Fuß der Kamera übrigens ein Wandhalter integriert.
Geräusch- Steuerung
Lobenswert ist die Lichtempfindlichkeit. Selbst in der Dämmerung ist das Bild noch brauchbar. Für eine Ladengeschäft- Überwachung ist natürlich das Display zu klein. Aber Moni kann über den Videoausgang an einen Monitor angeschlossen werden, was die Einsatzmöglichkeiten erheblich erweitert. Allerdings arbeitet das System im amerikanischen NTSC- Format, so dass das Bild auf PAL- Fernsehern nur schwarzweiß erscheint. Es sei denn, man besitzt einen Mehrnormen- Videorecorder ...
NiMH- Akkus mit kurzer Ummantelung gehören zum Lieferumfang. Kurze Ummantelung deshalb, weil dann das Netzteil zugleich als Ladegerät nutzbar ist. Eine Zelle mit kurzer Ummantelung muss also auf jeden Fall vorhanden sein, wenn die Akkus einmal ersetzt werden müssen.
Moni kann in vier Betriebsarten arbeiten. Nur Tonübertragung, nur Video oder beides. Hinzu kommt die VOX, also die „geräuschaktivierte Übertragung“. Diese bewirkt, dass ein Geräusch die Bildübertragung einschaltet. Das spart Energie. Die Dauer, bis das Bild wieder ausgeschaltet wird, ist zwischen einer und 99 Minuten einstellbar.
Fazit: Monis Gehäuse wirkt ein bisschen „overstyled“ und könnte ruhig etwas robuster ausgelegt sein. Leider gelang es uns nicht, die Weckzeit wie beschrieben einzustellen. Schade, dass das MoniCa- System nicht im PAL- Format arbeitet. Insgesamt erhält man für rund 220 Euro ein durchaus brauchbares Videoübertragungssystem, das auf den hierzulande freigegebenen Frequenzen arbeitet.
funkempfang.de



