IP Kamera Test und Vergleich 2017

IP Kameras sind aktuell die beliebtesten Überwachungskameras und haben analoge Geräte in den Verkaufszahlen längst überholt. Die Gründe für diesen Trend sind klar: Der weltweite Zugriff per Internet und sogar per Smartphone und Tablet ist für viele ein klares Pro-Argument.

Genauso natürlich auch, dass man jeden herkömmlichen PC nutzen kann, um Videomaterial aufzuzeichnen und nicht erst wie früher Geld für Digital Video Rekorder investieren muss. Die Videoauflösung ist zudem in der Regel deutlich höher als bei analogen Systemen und selbst Full HD Lösungen gibt es schon für geringe Budgets.

Weiterer Vorteil: Lösungen zum Schwenken und Neigen waren immer recht umständlich zu realisieren, dies geschieht jetzt alles per Mausklick. Verständlich, dass die Technik, auch aufgrund sinkender Preis, mehr und mehr auch für kleine und mittlere Unternehmen interessant wird.

Unser Test stellt aktuelle Modelle vor und möchte ihnen bei der Auswahl der richtigen IP-Kamera für Ihre Zwecke helfen.

Nachtsicht, Zoom und wetterfestes Gehäuse

5 MP Wettergeschützte IP Kamera
Manchmal zählt auch bei Technik der erste Eindruck. Und so dürfte für viele bei dieser IP-Kamera allein schon die Farbe des Gehäuses positiv ausschlaggebend sein. Während viele Hersteller auf Weiß oder Hellgrau setzen, ist dieses Modell dunkel gehalten. Was auch in der Praxis sinnvoll sein kann, da ein solches Modell je nach Hintergrund schwerer von Einbrechern entdeckt werden kann.

Hat man die IP-Kamera in der Hand merkt man, wie hochwertig das Gehäuse zudem ist. Da kommt kein Zweifel daran auf, dass Wind und Wetter der Überwachungskamera nichts anhaben können.

Etwas vorweggenommen könnte man über die IP-Kamera sagen: hier erhält man alles, was man von einer Outdoor-Kamera braucht, so einem Preis bei dem man nicht lang überlegen muss. Doch der Reihe nach:

Zeitgemäß verfügt die IP-Überwachungskamera über FullHD-Auflösung. Diese ist natürlich herunter regelbar für den Fall, dass die Bandbreite geschont werden muss. Stark ist zudem der optische Zoom (4-fach), mit dem die Nachtsichtreichweite von bis zu 40 Metern erst richtig wertvoll wird. Etwas das in der Preisklasse noch eher selten ist.

Neben dem Zugriff per PC, ist auch der Zugriff via Smartphone und Tablet möglich, eine kostenlose App ist mittlerweile aber fast der Standard bei IP-Kameras. Ebenso wie es schon fast Standard ist, dass eine Netzwerkkamera ONVIF für die Verbindung mit Soft- und Hardware von anderen Herstellern unterstützt, hervorheben möchten wir das trotzdem, da es zeigt, dass hier wirklich an alle wichtigen Details gedacht wurde.

Ein E-Mail Versand im Falle einer Bewegungserkennung ersetzt schon fast eine Alarmanlage, kann diese aber auf jeden Fall gut ergänzen.

Fazit:
Für einen Preis um die 160 Euro ist es schon erstaunlich, was man an Leistung und Qualität bekommt. Diese IP-Kamera hat das, was wohl die meisten Menschen für die Outdoor-Überwachung wünschen: stabiles Gehäuse, Full-HD-Auflösung und Nachtsicht bis zu 40 Meter.

Weitere Informationen und aktueller Preis


Kleiner gehts nicht

Mini WLAN Überwachungskamera

Für ganz andere Einsatzbereiche als eine Outdoor-IP-Kamera wurde diese Mini WLAN Kamera geschaffen. Allein durch das Miniobjektiv und die damit verbundene hohe Flexiblität bei der Positionierung punkten die Miniatur Kamera. Natürlich ist die geringe Größe mit Abstrichen bei der Qualität verbunden, aber für den Überwachungsbereich ist das Videosignal immer noch mehr als ausreichend.

Die Stromversorgung erfolgt per Akku, die IP-Kamera kann tagelang ohne Aufladung verwendet werden. Sie ist das ideale Hilfsmittel, wenn der Einsatzort der Überwachungskamera regelmäßig wechselt. Ein Szenario wäre da z.B. das des Detektivs, der möglichst ohne Komlikationen eine WLAN-Kamera bei verschiedenen Klienten vor Ort einsetzen möchte.

Im Betrieb kann man auswählen, ob die WLAN Kamera selbst ein WiFI-Netz aufbaut, in das man sich per Smartphone, Tablet oder PC einwählt. Wahlweise kann sich die IP-Kamera auch mit einem bestehenden Router verbinden und so auch Internet-Zugriff möglich machen.

Videoaufzeichung ist sowohl am zugreifenden Endgerät, als auch auf MicroSD-Karte möglich. Damit entfällt die Pflicht für eine Daueraufnahme einen PC oder einen NVR zu verwenden, da die Videoaufzeichnung direkt in der IP-Kamera erfolgt.

Auf Nachtsicht muss man leider verzichten, zu unserer Überraschung fand aber sogar noch ein Mikrofon zur Tonübertragung seinen Weg in die kleine Überwachungskamera.

Fazit:
Der kleinste Kandidat im Test und wohl auch ein der kleinsten IP-Überwachungskameras am Markt – die gleichzeitig nicht auf eine hohe Akkulaufzeit verzichtet, wie bei anderen Modellen. Wer flexibel sein will und ständig wechselnde Orte zu überwachen hat, findet hier die passenden IP-Kamera.

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Schwenken, Neigen, Zoomen im kompakten Format

PTZ Mini Domekamera

Schwenk- und Neigekameras sind oftmals sehr klobig. Nicht so diese für die Deckenmontage gedachte IP-Überwachungskamera. Einmal an die Decke montiert kann man die Ausrichtung bequem über den Browser ändern, je nach Routereinstellung sogar weltweit.
Der Vorteil eine Schwenk- und Neigekamera liegt auf der Hand: Größere Bereiche lassen sich damit sichern, für die man sonst mindestens zwei herkömmliche IP-Kameras hätte einsetzen müssen.

Trotz der geringen Abmessungen hat der Hersteller der Netzwerkkamera noch eine leistungsstarke 30-Meter-Nachtsicht spendiert, die sich vor allem im Zusammenspiel mit dem 4-fach optischen Zoom bewährt. Hilfreich ist beim Zoom, dass eine manuelle Fokussierung per Software möglich ist.

Was fehlt ist leider ein WLAN-Modul, man sollte sich im Klaren sein, dass für die Überwachungskamera Kabel verlegt werden muss. Ist die Voraussetzung gegeben, freut man sich über Vorteile wie ONVIF, 64 Presets für das PTZ und eine HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixeln.

Eine kostenlose App für iOS und Android steht im jeweiligen Market bereit. Erfreulicherweise können Videos und Foto direkt am Tablet oder Smartphone gespeichert werden, etwas das nicht viele Apps unterstützen.

Des Weiterne sendet die IP-Kamera auf Wunsch eine E-Mail, wenn sich etwas im Videobild bewegt. Optimal für die Sicherung von Bereichen, zu denen niemand Zutritt haben dürfte und ideale Ergänzung zur Alarmanlage.
Fazit:
Bis auf die fehlende WLAN-Funktion überzeugt die IP-Kamera mit Schwenken, Neigen und Zoomen sowie leistungsstarker Nacht und das alles verpackt in einem verhältnismäßig kleinen Gehäuse.

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Die PTZ Profilösung

Autotracking PTZ Überwachungskamera

Wir bleiben im Bereich der Schwenk- und Neigekameras. Legen aber diesmal eine Schippe auf alle technischen Daten drauf. Wer etwas mehr Geld in die Hand nehmen kann, erhält hier für ca. 600 Euro eine sehr leistungsstarke PTZ-Kamera, die auch viel teueren Modellen locker das Wasser reichen kann.

Was im Test sofort auffällt ist, dass das Schwenken und Neigen sehr schnell funktioniert, auch der leistungsstarke 18-fache Zoom vergrößert präszise und flott genau das, was man sehen will. Da verzeiht man auch, dass die Auflösung „nur“ HD ist.

Die Nachtsichtreichweite mit bis zu 180 Metern ist nicht nur ein Werbeversprechen des Herstellers, in unserem Test wurden diese erreicht. Wer also z.B. einen Parkplatz überwachen will, der nicht beleuchtet ist, findet hier das optimale Modell.

Die Verarbeitung des wetterfesten Gehäuse ist spitze, alles fühlt sich sehr wertig und langlebig an. Standards wie ONVIF und DDNS werden unterstützt, auch ist eine App für Android und iOS kostenlos verfügbar.

Über 220 PTZ Presets kann die IP-Kamera verwalten, bei Bewegungserkennung ist ein E-Mail-Versand möglich.

Fazit:
Für wirklich professionelle Zwecke eignet sich diese IP-Kamera perfekt. Auf WLAN wurde verzichtet, wohl auch weil die meisten professionellen Unternehmen reichlich LAN-Kabel verlegt haben und kein WLAN nutzen. Dafür muss man sonst auf nichts verzichten: 180 Meter Nachtsicht sind in vielen Fällen mehr als ausreichend, mit 18-fach optischem Zoom kann man diese Sichtweite optimal ausnutzen, um Details zu erkennen.

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Von oben alles im Blick

360° Virtual Reality IP Kamera

Völlige Rundumsicht ohne toten Winkel: Ein Graus für jeden Einbrecher. Die 360°-IP-Kamera ist erste Wahl, wenn man einen großen Raum mit möglichst wenig Aufwand lückenlos sichern will.

Die hier getestete IP-Kamera überzeugt dabei mit einer tollen Sonderfunktion: Das Bild des Objektivs kann so entzerrt werden, dass daraus quasi 4 Einzelbilder entstehen die wirken, als hätte man tatsächlich 4 Überwachungskameras installiert.

Wer also bisher vor einer 360°-Kamera aufgrund der ungewöhnlichen und etwas verzerrten Darstellung zurückgeschreckt ist, findet hier eine gute Lösung zur umfassenden Raumüberwachung. Die Software simuliert zudem auch Schwenken, Neigen und Zoomen.

Omnidirektionale Nachtsicht sorgt dafür, dass auch ein wenig oder gar nicht beleuchteter Raum gesichert werden kann. Ein MicroSD-Slot für Karten bis 128 GB ersetzt den ständig laufenden PC zur Videoaufnahme.

Fazit: Je nach Raumsituation kann eine 360°-Kamera mehrere IP-Kameras ersetzen. Dafür muss aber Technik und Software einwandfrei harmonieren. Dies ist dem Hersteller gelungen.

Weitere Informationen und Preis

Für weitere Infos zu Überwachungskamera lesen Sie unseren Ratgeber unter: https://www.alarm.de/ueberwachungskamera/