Überwachungskamera

Der wohl hilfreichste Ratgeber zum Thema: Überwachungskamera

Die zehn wichtigsten Fragen vor dem Kauf einer Überwachungskamera

1. Wie erfolgt der Anschluss: WLAN, LAN, POE, Powerlan – oder doch LTE/UMTS?

Die größte Frage vor dem Kauf: Wie sind die örtlichen Gegebenheiten? Und wie bekomme ich das Videosignal zu meinem Wunschort?

Im besten Fall können LAN-Kabel verlegt werden (oder sind bereits verlegt) und Sie können aus der großen Anzahl aus IP-Überwachungskameras aus dem vollen Schöpfen. Doch nicht immer ist das möglich und dann müssen Alternativen gefunden werden. Die gängigste Alternative ist die Übertragung per Funk via WLAN. Dank moderner WLAN-Technik und Verschlüsselung sind hohe Reichweiten und zuverlässige Übertragung auch bei hohen Auflösungen möglich. Allerdings sind störende WLAN-Signale oder viele Hindernisse wie sehr dicke Außenwände oft ein Faktor, der den Einsatz von WLAN-Überwachungskamera negativ beeinflusst.

Eine interessante Alternative ist dann die Powerlan-Übertragung, bei der die Daten über vorhandene Stromleitungen übertragen werden. Dies geht innerhalb eines Stromkreises nicht für beliebig große Datenmengen, aber bis zu 4 IP-Kameras sind bei modernen Leitungen problemlos möglich. Da Steckdosen in der Regel großzügig gesetzt werden, kann dies das Problem der Installation in vielen Fällen lösen.

Es bleiben noch die Sonderfälle, bei denen weder ein LAN-Kabel, noch WLAN, noch Stromkreislauf möglich sind, man aber trotzdem einen Videozugriff per Internet erhalten will. In dem Fall bieten sich LTE/UMTS-Überwachungskameras an. Diese werden mit einer SIM-Karte versorgt und können genutzt werden, wenn ein gutes UMTS oder LTE Signal anliegt. So bringt man internetbasierte Videoüberwachung auch an entfernte Stellen wie abgelegene Lagerhallen.

Von technisch weniger intelligenten Lösungen wie HD-SDI raten wir grundsätzlich ab, da die nachträgliche Vernetzung, die IP-Kameras schon mit sich bringen, zu umständlich ist. IP-Überwachungskameras mit Netzwerk- und weltweitem Internetzugriff sind so preiswert geworden, dass man nicht auf den Komfort des Zugriffs per PC und Smartphone verzichten braucht.

2. Komplettset kaufen oder einzelne Kamera?

Überwachungskamera-Set mit Datenübertragung per WLAN
Überwachungskamera-Set mit Datenübertragung per WLAN

Dieser Abschnitt ist vor allem dann interessant, wenn Sie mehrere Überwachungskameras einsetzen wollen. Dann haben Videoüberwachungssets (Sets aus Überwachungskameras und Rekorder) klare Vorteile: Sowohl bei WLAN als auch bei POE- und DLAN sind die IP-Kameras in der Regel so konfiguriert, dass der Netzwerkrekorder diese sofort findet. Somit ist keine Konfiguration notwendig, einfach einen Monitor anschließen und Sie können das Videobild betrachten.

Bei POE-Sets ist zudem noch der Vorteil, dass die IP-Überwachungskameras per Netzwerkkabel mit Strom versorgt werden, ohne dass Sie einen POE-Switch oder ähnliches benötigen. Die Einrichtung ist dadurch sehr einfach. Powerlan-Sets hingegen sind noch einfacher: NVR und Überwachungskameras werden einfach an die Steckdose gesteckt und kommunizieren über das Stromnetz.

Der Nachteil den Sets haben: Brauche ich nur 3 Kameras, muss ich trotzdem in der Regel 4 oder 8 IP-Kameras erwerben. Durch den Mengenrabatt kann dies aber sogar günstiger sein, als sich die Videoüberwachungskomponenten selbst zusammenzustellen.

Außerdem sind Sets oft auf eine Art von IP-Kamera ausgelegt. Wenn ich also z.B. eine 360°-Kamera und drei Domekameras haben möchte, gibt es das nicht als fertiges Set. In dem Fall können Sie einfach einzelne Überwachungskameras und einen separaten Rekorder kaufen. Die Einrichtung kann etwas komplexer sein, aber ist in der Regel für jeden durchschnittlichen Anwender machbar.

3. Schwenken, Neigen, Zoomen notwendig?

Die günstigste Variante der Überwachungskamera ist die starre Bullet-Kamera. Diese hat einen Blickwinkel und in manchen Fällen noch Zoom dazu. Die Ausrichtung erfolgt einmalig und ist dann fest. Deutlich flexibler sind da so genannten PTZ-Kameras. Diese können bis zu 360° Schwenken, bis zu 90° Neigen und bis zu 30-fach und mehr Zoomen. Ein großer Bereich lässt sich also problemlos mit einer Überwachungskamera sichern, so dass es preislich schon wieder ein Vorteil sein kann, eine PTZ-Überwachungskamera zu verwenden, anstelle von mehreren herkömmlichen.

Wichtig zu beachten ist, ob die PTZ-Überwachungskamera Touren bzw. Routen anfahren kann. Denn oftmals sitzt ja kein Sicherheitsdienst den ganzen Tag am Monitor und bewegt die Überwachungskamera per Mausklick und dann ist es sinnvoll, dass diese selbstständig verschiedene Perspektiven einnehmen kann. So kann z.B. erst in einer Gesamtübersicht der komplette Parkplatz gezeigt werden, dann die Einfahrt, dann die Ausfahrt – und die Tour beginnt dann wieder von vorne. Wenn Sie diese Funktion benötigt, achten Sie auf die Beschreibung der Überwachungskamera. Die Touren lassen sich aber oft auch per PC oder Netzwerkrekorder programmieren.

PTZ-IP Überwachungskamera mit Schwenken, Neigen und Zoomen
PTZ-IP Überwachungskamera mit Schwenken, Neigen und Zoomen

4. Großer Blickwinkel oder mehrere kleine Kameras?

Der Wunsch nach lückenloser Überwachung ist groß. Die meisten Überwachungskameras haben einen Blickwinkel von 60°, was sich in der Praxis als tauglich herausgestellt hat. Um jedoch alle Ecken eines Raumes zu erfassen, benötigt man mehrere IP-Kameras. Oder man nutzt eine 360°-Überwachungskamera, die an der Decke montiert wird. Dies ermöglicht eine lückenlose Videoüberwachung. Die integrierte Software kann aus einem Panoramabild mehrere herkömmliche Blickwinkel errechnen. Der Nachteil ist allerdings, dass die Nachtsichtreichweite eher gering ist und erst ab einer Auflösung von 12 Megapixeln die Bildqualität für die errechneten Einzelansichten denen von herkömmlichen Überwachungskameras entspricht.

Geht es also um einen generellen Überblick für möglichst günstige Kosten, empfehlen wir eine 360°-Kamera. Geht es darum, bestimmte Bereiche möglichst detaillreich aufzuzeichnen, sollten Sie lieber mehrere herkömmliche Überwachungskameras verwenden.

5. Welche Videoauflösung ist die richtige?

Während „Full HD“ für lange Jahre das große Schlagwort für gute Videoqualität gewesen ist, verabschieden wir uns so langsam von dieser Ära und mehr und mehr nehmen Überwachungskameras mit 4-Megapixel Auflösung und höher (zum Vergleich, Full HD ist 2 Megapixel) den Platz ein, den es zu füllen gilt, bis dann irgendwann 4K-Überwachungskameras technisch ausgereift und preislich erschwingbar sind.

Der Vorteil einer höheren Auflösung liegt auf der Hand: Details lassen sich besser vergrößern, so z.B. Gesichter in größerer Entfernung erkennen. Allerdings sei auch gesagt: Früher überwachten wir erfolgreich Bereiche mit 640 x 480 Pixeln und der Sprung zu Full HD war schon ein enormer. Full HD Auflösung ist immer für eine Videoüberwachung immer noch in den meisten Fällen ausreichend und ist nicht automatisch schlechter als höhere Auflösungen. Wenn es sonst keine Unterschiede gibt, greifen Sie natürlich zur höheren Auflösung, wenn aber eine Full-HD-Kamera sonst alle Ihre Wünsche besser erfüllt als eine 4-MP-Überwachungskamera, müssen Sie nicht zögern.

Ausnahme ist die 360°-Überwachungskamera: Da hier mit einer Netzwerkkamera mehrere herkömmliche Überwachungskameras simuliert werden können, sollte man hier möglichst 5 Megapixel oder mehr erwerben, im besten Fall ein Modell mit 12 Megapixeln.

6. Welche Funktionen brauche ich?

Die Hardware ist die eine Sache, die Software die andere. Dabei geht es vor allem um die Software, die direkt auf der IP-Kamera läuft. Während Sie auf dem PC noch die Wahl zwischen zahlreicher Überwachungssoftware haben, um die Überwachungskameras zu verwalten, bleibt die Software auf der Sicherheitskamera – bis auf Firmwareupdates – immer gleich.

Die wohl am häufigsten gefragte Funktion ist die Bewegungserkennung. Daher unterstützen das viele Modelle, einige bieten mehrere Bereiche und eine einstellbare Empfindlichkeit an. Dazu kommt dann die Frage: Wie kann mich die Überwachungskamera bei Bewegungen alarmieren? Da ist in der Regel ein E-Mail-Versand möglich. Recht häufig dazu auch der Upload eines Fotos per FTP. Weniger häufig, aber eigentlich sehr nützlich, ist die Alarmierung per Push-Nachricht aufs Smartphone. Sie benötigen dazu nur die passende App vom Hersteller der Überwachungskamera, die es in der Regel kostenlos gibt.

Ebenfalls oft gefragt ist die Funktion der Maskierung von Privatbereichen. Wenn man z.B. seinen Garten überwachen will, aber die Überwachungskamera sich nicht so ausrichten lässt, dass nicht auch ein öffentlicher Weg erfasst wird oder das Nachbargrundstück, kann man diesen Bereich maskieren, so dass er nicht sichtbar ist. Ansonsten ist die Überwachung nicht legal und Videomaterial kann später nicht als Beweis verwendet werden.

Eher wenige Modelle können zeitgesteuert E-Mails versenden oder Bilder hochladen, sprich z.B. jede Stunde ein aktuelles Bild versenden. Das kann u.a. bei der Überwachung eines Baustellenfortschritts interessant sein.

Wenn man die genannten Funktionen benötigt, sollte man gründlich auf die Beschreibung achten.

7. Muss die Kamera intern speichern können?

Es gibt zahlreiche Überwachungskameras mit integriertem MicroSD-Slot, die teils bis zu 128 GB verwalten. Doch wir empfehlen immer lieber einen PC oder Netzwerkrekorder zur Aufzeichnung auf Festplatte. Die Gründe sind einfach: 1. Trennt man Speicherort von der Überwachungskamera, sind die Daten nicht gefährdet, falls die Überwachungskamera beschädigt oder gestohlen wird. 2. Festplatten-Netzwerkrekorder können 4 TB und mehr verwalten, was grade bei hohen Auflösungen wie 4 MP enorm wichtig ist. Mit dem Speicherangebot einer MicroSD-Karte könnte man nicht mal eine Kamera einen Tag lang durchgehend aufzeichnen.

MicroSD-Speicher sollte daher höchstens für Aufnahmen bei Bewegungserkennung oder als zusätzlicher Speicher zur Sicherheit genutzt werden. Das gilt natürlich nur für den Bereich der Langzeitüberwachung, kurzzeitige Überwachung mit kleinen und flexiblen, vielleicht auch getarnten Überwachungskamera ist sehr gut mit MicroSD-Speicher zu bewerkstelligen.

8. Wie hoch muss die Nachtsichtreichweite sein?

Messen Sie zur Klärung dieser Frage den zu überwachenden Bereich so gut es geht aus. Bei großen Außenflächen kann da auch Google Maps weiterhelfen, in dem man sich die Karte vom Standort aufruft und nachsieht, wie weit Bereiche entfernt sind. Wenn Sie einen Wert haben, sollten Sie dann noch ca. 10 Meter zur Sicherheit aufrechnen und in den technischen Daten der Überwachungskameras nachsehen, ob dies erreicht wird. Für zusätzliche Reichweite kann man Nachtsicht-Scheinwerfer verwenden, die das Videobild weiter aufhellen, z.B. wenn trotz integrierter Nachtsicht-LEDs eine bestimmte Ecke im Videobild noch zu dunkel erscheint.

In unserem Online-Shop bieten wir Überwachungskameras mit 200 Metern und mehr Sichtweite, in der Regel reichen die Modelle mit 40 Meter Nachtsicht in den meisten Fällen aus. Zu Bedenken ist ja auch, dass eine 200 Meter weite Nachtsicht auch nur mit Zoom gute Ergebnisse liefert und bei allem darüber hinaus sollte man eher die Überwachungskamera näher zum Ziel bringen, als noch größere Leistung in Nachtsicht- und Zoom zu erwerben.

Nachtsicht einer IP Überwachungskamera
Nachtsicht einer IP Überwachungskamera

9. Brauche ich eine wetterfeste IP-Kamera?

Wenn Sie Außenbereiche sichern wollen, benötigen Sie auf jeden Fall eine wetterfeste IP-Überwachungskamera. In der Regel ist dies in der Beschreibung einer Überwachungskamera mit angegeben, ob diese im Outdoor-Bereich genutzt werden kann. Die meisten IP-Kameras sind zudem wetterfest, da reine Indoor-Kameras kaum gefertigt werden, außer im getarnten Bereich. Das liegt auch nah: Wenn die Überwachungskamera ohnehin nachtsicht benötigt, kann man auch einfach eine kleine Outdoor-Überwachungskamera im Innenbereich verwenden, wie es zahlreiche Unternehmen ja auch machen. Es ist also kein Problem, eine wetterfeste Überwachungskamera zu finden und noch weniger ein Problem, diese einfach im Innenbereich zu nutzen. Man was ja nie, ob die Überwachungskamera nicht doch irgendwann auch mal außen eingesetzt werden soll und Geld sparen kann man beim Kauf von Indoor-Kameras nicht.

10. Wie kompliziert ist die Einrichtung?

Die Einrichtung eines Videoüberwachungssystem oder eine einzelnen IP-Kamera ist im Grunde einfach bzw. immer gleich. Wichtig ist, dass die IP einer Netzwerkkamera oder eines Netzwerkrekorders auch zur IP des Netzwerk passt, um z.B. vom PC aus darauf zuzugreifen. Eine IP teilt sich in vier Bereiche auf z.B.: 192.168.1.100

Die ersten drei Bereiche müssen gleich sein, wenn die Geräte untereinander kommunizieren sollen, so sollte die Kamera z.B. 192.168.1.10 und der PC 192.168.1.20 erhalten. Das ist im Grunde der einzige Knackpunkt, mit einer beiliegenden Software lässt sich dies aber in der Regel einfach einstellen. Wenn man Glück hat, geht es sofort, z.B. wenn die IP der Überwachungskamera ohnehin zum Netzwerk passt oder sich die Sicherheitskamera automatisch eine IP per DHCP vom Router holt. In allen anderen Fällen ist es zwar komplizierter, aber mit etwas Knowhow lösbar. Unser Tipp: Wenn Sie selbst wenig Erfahrung mit IP-Kameras haben, kann ihnen das alle etwas undurchsichtig vorkommen. Fragen Sie einfach einen Bekannten oder den Netzwerkadmin ihrer Firma, er wird ihnen die Einrichtung schnell durchführen können. Und dann gilt: Die Einrichtung ist kinderleicht.

Videoüberwachungssets sind oft so vorkonfiguriert, dass z.B. die WLAN-Kameras im Set direkt vom Rekorder erkannt werden. Das ist grade für Laien sehr interessant, so dass wir grundsätzlich grade für Anfänger in dem Bereich, die ohnehin mehrere Überwachungskameras verwenden wollen, Überwachungskamera-Sets empfehlen.

Und, na klar: Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich einfach an unseren Service. Wir lösen mit Ihnen jedes Problem.

7 Mythen, die Ihnen beim Thema Überwachungskameras begegnen werden

Bevor unser großer Ratgeber beginnt, wollen wir mit den gängisten Mythen die man zu Überwachungskameras im Internet findet aufräumen:

1. WLAN Kameras sind unzuverlässig:

Was wird behauptet: Alle WLAN-Kameras haben geringe Reichweiten, die Übertragung bricht ab und natürlich ist die Sicherheit nicht gewährleistet.

Was ist dran:
Dieses Argument mag man noch gelten lassen, wenn man sich für 30 Euro bei eBay billigen Technikramsch ersteigert hat, im professionellen Bereich ist WLAN aber längst etabliert und funktioniert einwandfrei. Reichweiten von über 100 Meter in freiem Feld und mehr als 50 Meter in Gebäuden oder sogar durch Außenwände werden problemlos erreicht. WLAN Funkstrecken können Kilometer weit senden. Dies behaupten wir nicht nur, wir haben es selbst getestet und konnten dabei keinerlei Aussetzer feststellen. Sogar kleine Mini-WLAN-Kameras erreichen schon Sendeweiten von 20 Metern. Flüssige Bildübertragung und Aufzeichnung sind völlig unproblematisch.

Was die Sicherheit angeht: Längst ist der WPA2-Standard etabliert, also der gleiche Sicherheitsstandard mit dem der Großteil der WLAN-Verbindungen, z.B. von Smartphone zu Router, gesichert werden. Eine außergewöhnliche Gefahr besteht nicht.

Wie kommt es zu diesen Gerüchten? Zum einen handelt es sich um Argumenten aus den Anfangstagen der WLAN-Technik, wo es wie bei neuer Technik Probleme gab. Zum anderen gibt es Händler, die Ihr Sortiment rein auf LAN- und HD-SDI-Kameras ausgelegt haben und natürlich sämtliche Alternativen möglichst klein reden wollen. Es gibt aber tatsächlich keinen vernünftigen Grund für einen Verzicht auf WLAN-IP-Kameras.

2. Datenübertragung per Internet birgt viele Fehlerquellen.

Was wird behauptet: Videoübertragungen über das Internet sind generell nicht zuverlässig, alle Daten gehen durch fremde Hände, IPs wechseln ständig.

Was ist dran: Natürlich kann die Datenübertragung über das Internet unzuverlässig sein. Aber das ist nicht zu pauschalieren, sondern hängt von der Bandbreite ab. Leistungsstarke Breitbandanschlüsse, die mittlerweile eher die Regel, als die Ausnahme sind, übertragen problemlos das Bildsignal über das Internet, so dass ein Fernzugriff möglich ist. Natürlich ist es sinnvoll, gleichzeitig vor Ort eine Videoaufnahme durchzuführen, um höchstmögliche Videoqualität lokal zu speichern, während man für den Fernzugriff auch geringere Auflösungen akzeptieren kann.

Das Argument, dass Daten durch fremde Hände gehen, ist nicht unbegründet. Wer davor Angst hat, muss aber keinen P2P-Service nutzen. Dieser vereinfacht zwar enorm den Fernzugriff, aber es bleibt immer die Lösung, einfach über die IP zu gehen. Wo wir zum nächsten Argument kommen: Die IP wechselt bei den meisten Anschlüssen regelmäßig, so dass man diese immer wieder neu abfragen muss. Das stimmt, aber dieses Problem besteht nicht erst seit gestern und längst gibt es dafür Lösungen, wie z.B. DDNS.

Das funktioniert so: Die IP-Kamera oder der Router prüft regelmäßig die aktuelle IP. Wenn diese sich verändert, wird die neue IP einer Domain zugewiesen. Sie haben also z.B. eine Domain kamera.ddns-service.de und können jederzeit darüber auf die aktuelle IP und damit die Kamera zugreifen, egal wie häufig sich die IP ändert.

Wie kommt es zu diesen Gerüchten? Das ist schwierig zu sagen, hier scheint fehlendes Fachwissen mit Hilfe künstlicher Panikmache kompensiert zu werden.

3. Aufzeichnung auf dem PC ist nicht zu empfehlen.

Was behauptet wird: Videoaufnahme auf dem PC ist nicht zu empfehlen.

Was ist dran: Sicherlich, wenn Sie einen PC fürs normale Arbeitsleben nutzen und dieser regelmäßig verschiedene Aufgaben ausführt, sollte er nicht nebenbei die Videoüberwachung und Aufzeichnung durchführen. Aber in einigen Fällen kann es sinnvoll sein, einen PC zu verwenden, der aber komplett nur für die Videoüberwachung abgestellt ist.

So können Sie auf einem PC die Software ihrer Wahl verwenden und sind nicht von Netzwerkrekordern und eingeschränkten Funktionen abhängig. Auch bieten viele IP-Kameras, wie z.B. 360°-Kameras, bei Zugriff per Software mehr Optionen als via Netzwerkrekorder.

Außerdem können mehrere Monitore angeschlossen werden und das System ist leicht zu erweitern.

Netzwerkrekorder haben natürlich dennoch einige Vorteile: Stabiles Betriebssystem, dass nur auf Videorecording ausgelegt ist, einfacher Nutzeroberflächen, weniger Strombedarf, wenig Platzbedarf, einfacher Zugriff per Smartphone, Tablet und PC auch via Internet.

Wie kommt es zu diesen Gerüchten? Einige Händler wollen unbedingt zu jeder Überwachungskamera auch einen Netzwerkrekorder verkaufen, andere Möglichkeiten werden daher kleingeredet. Wir empfehlen ihnen stattdessen genau das, was für Sie sinnvoll ist.

4. Fertige Videoüberwachungssets haben Nachteile gegenüber einzeln zusammengestellten Sets.

Was behauptet wird: Es gäbe keinen sinnvollen Einsatzort für Sets mit gleichen Kameras, da ab einer gewissen Menge IP-Kameras automatisch unterschiedliche Anforderungen pro IP-Kameras entstünden.

Was ist dran: Wir halten das für ein schwaches Argument. Der Großteil unserer Kunden ist an herkömmlichen Bulletkameras mit 60°-Blickwinkel interessiert. Und genauso gut werden Sets mit 4, 8 oder mehr Kameras verkauft. Der Kunde hat im Grunde nur Vorteile bei Sets:

  1. Der Rekorder ist bereits auf für die IP-Kameras konfiguriert, die Einstellung geht schnell
  2. Jede IP-Kamera kann mit der gleichen App und Software angesteuert werden
  3. Bei WLAN Sets können WLAN-Kameras direkt zum WLAN-Rekorder senden – kein Netzwerk wird belastet
  4. Bei POE-Sets kann die IP-Kamera direkt am Rekorder angeschlossen werden und wird zudem noch von diesem mit Strom versorgt
  5. Bei Powerlan-Sets verbinden sich Netzwerkrekorder und IP-Kameras einfach über die Stromleitungen im Haus.
  6. Überwachungskamera-Sets sind deutlich günstiger als der Einzelkauf von IP-Kameras und Rekorder

Einige der Punkte, wie z.B. die DLAN-Übertragung, sind schlechtweg nur im Set vernünftig zu realisieren. Natürlich gibt es immer wieder Situationen, in denen man vielleicht eine normale, eine 360°-Überwachungskamera und eine PTZ-IP-Kamera benötigt. Dafür stellen wir dann separat erhältliche Netzwerkrekorder mit und ohne POE zur Verfügung. Eine grundsätzliche Ablehnung von Überwachungsskamerassets zielt komplett vorbei an Markt und Kunden.

Wie kommt es zu diesen Gerüchten? Es lässt sich mit einzelnen IP-Kameras mehr Geld verdienen, als mit Videoüberwachungssets. Daher versuchen manche Händler Kunden vom Kauf eines Sets abzuhalten. Bei uns wird Ihnen empfohlen, was Sie brauchen.

5. IR-LEDs können bestimmte Nachtsichtweiten gar nicht schaffen.

Was behauptet wird: Man benötigt schon für Reichweiten von 20 Metern mindestens 150 IR-LEDs in der Kamera.

Was ist dran: Nichts. Kaum ein Mythos hält sich so stark, als dass Nachtsicht-Angaben gefälscht sind oder bestimmte Reichweiten nur mit viel Aufwand möglich sind. Wir haben hier im Test Reichweiten von 150 Metern und mehr erreicht, ohne das wir dafür 1000 LEDs benötigen würden. Was die Verursacher dieser Gerüchte nicht beachten ist: LED ist nicht gleich LED. Es gibt unterschiedlichste Leuchtstärke, so dass Faustregeln wie: 10 LEDs = 1 Meter komplett an der Realität vorbeigehen. Es gibt Kameramodelle die mit nur einer IR-LED einen ganzen Raum ausleuchten.

Außerdem hängt die Nachtsicht zu großen Teilen von dem Bildsensor ab. Diese sind mittlerweile so lichtempfindlich, dass geringstes Restlicht reicht, um ein klares Videobild zu schaffen. Daher sind dann auch mit weniger IR-LEDs sehr hohe Sichtweiten möglich. Hier im Beispielbild sehen Sie eine Videobild in 200 Metern Entfernung bei Dunkelheit aufgenommen:

Wie kommt es zu diesen Gerüchten? Händler mit veralteter Technik müssen diese noch irgendwie verkaufen. Das funktioniert natürlich nicht, wenn es woanders deutlich leistungsstärkere Modelle zum gleichen Preis gibt. Deswegen versucht man gute technische Werte als Werbelügen darzustellen. Wir testen unsere Überwachungskameras und stellen zu fast allen Modellen Screenshots bereit.

6. 360°-IP-Kameras sind aufgrund ihres Blickwinkels untauglich

Was behauptet wird: Überwachungskameras mit Fisheye-Objektiv zur 360°-Deckenüberwachung würden vernünftige Erfassung von Personen verhindern. Man sollte lieber einzelne Modelle nutzen.

Was ist dran: Über dieses Gerücht mussten wir wirklich länger schmunzeln. Natürlich ist die Panoramaansicht von 360°-IP-Kameras nicht optimal, um Details zu erkennen, sondern dient vor allem der Übersicht. Aber das wissen ja auch die Hersteller und ermöglichen in der Software ein einfaches Entzerren des Videobilds und Aufteilen in verschiedene Bereiche. So ist die Überwachung gleichwertig zu mehreren herkömmlichen Überwachungskameras. So sieht das dann aus:

Das Videobild der 360°-IP-Kamera lässt sich problemlos in verschiedene Ansichten aufteilen
Das Videobild der 360°-IP-Kamera lässt sich problemlos in verschiedene Ansichten aufteilen

Besonders mit hoher Auflösung (3 MP, 4 MP, 5 MP, 12 MP u.a.) kann eine einzelne 360°-IP-Kamera problemlos mehrere 60°-Überwachungskameras ersetzen.

Wie kommt es zu diesen Gerüchten? Hier kann man nur von starker Unwissenheit bzw. veraltetem Wissen ausgehen. Ältere 360°-Kameras boten keine Entzerrung an, aber seit mindestens 5 Jahren ist das Standard. Daher sollten 360°-IP-Kameras, auch zu Wandmontage als 180°-IP-Kameras, immer auch in Betracht gezogen werden. Lückenlose Überwachung ist mit mehreren einzelnen Netzwerkkameras nämlich gar nicht so einfach einzurichten, da leicht tote Winkel entstehen.

7. LAN-Netzwerkkameras haben große Nachteile im Vergleich mit HD-SDI-Kameras

Was behauptet wird: LAN-IP-Kameras verbrauchen mehr Strom und wenn man die Stromversorgung direkt über das Netzwerkkabel einrichten (POE), wäre kaum eine gute Nachtsicht möglich.

Was ist dran: Selbst wenn es Unterschiede im Stromverbrauch geben mag, so sind das so geringe Mengen, dass dies keinerlei Kaufentscheidung beeinflussen dürfte. Man muss ja auch betrachten, was IP-Kameras im Gegenzug alles können: Videodaten in Netzwerk und Internet übertragen, Daten an eine Handyapp übertragen, selbstständig E-Mails im Alarmfall versenden. Das alles über das HD-SDI-System einzurichten ist mühselig und kostspielig.

Die Aussage per POE könnte man nicht genügend Nachtsichtreichweite erreichen können wir getrost mit zahlreichen POE-Kameras, die 80 Meter und mehr ausleuchten, widerlegen.

Wie kommt es zu diesen Gerüchten? Händler, die große Lagerflächen mit HD-SDI-Kameras gefüllt haben, dürften sich ärgern, dass viele Kunden lieber überlegene IP-Überwachungskameras nutzen. Die IP-Technik wird immer günstiger und man kann ohne viel Aufwand per Smartphone, Tablet und PC auf das Videosignal zugreifen. Das macht den Verkäufen herkömmlicher HD-SDI-Kameras deutlich zu schaffen, daher versuchen die Händler die Technik schlecht zu reden. Lassen Sie sich davon nicht beirren. Kaufen Sie die überlegende IP-Technik.

WLAN Überwachungskamera mit integrierten Nachtsicht-LEDs
WLAN Überwachungskamera mit integrierten Nachtsicht-LEDs

Kurzübersicht Überwachungskamera Ratgeber:

Hier finden Sie eine der umfangreichsten Informationssammlungen zum Thema “Überwachungskamera”. Fast alle Fragen rund um das Thema werden tiefergehend beleuchtet und geklärt.
Wir wünschen Ihnen erst einmal viel Spaß beim Lesen der folgenden Zeilen und hoffen unsere Informationen helfen Ihnen weiter, die richtige Überwachungskamera für Ihre Zwecke zu finden.
Informieren Sie sich gründlich vor ihrem Einkauf!

Wann sollte man eine Überwachungskamera verwenden?

Überwachungskameras haben zwei große Einsatzzwecke:
Abschreckung: Eine offensichtliche Videoüberwachung kann z.B. Einbrecher, Diebe und Räuber davon abhalten, sich ein bestimmtes Gebäude für ihre kriminellen Aktivitäten zu auszuwählen. In der Tat ist es so, dass sich Kriminelle immer möglichst leichte Opfer suchen, so dass man einen großen Prozentsatz an Einbrechern bereits abschreckt, wenn deutliche sichtbare Sicherheitskameras, am besten auch in Kombination mit einem Hinweis auf die Videoüberwachung, verwendet werden. Ungesicherte Unternehmen und Firmengebäude sind ein gern genommenes Ziel, wer sich keine Gedanken über die Sicherheit macht, muss sich später nicht wundern, wenn er den Schaden hat.

Leider machen sich viele Firmen erst nach dem ersten Einbruch Gedanken um die Sicherheit. Und dann soll alles sehr schnell gehen, obwohl Kauf und Einrichtung eines Videoüberwachungssystem seine Zeit braucht, um Fehler zu vermeiden. Auch bei der Mitarbeiterüberwachung, um z.B. Mitarbeiterdiebstahl einzugrenzen, zeigen Überwachungskameras eine gute Wirkung. Wird beispielsweise ständig aus dem Lager Ware entnommen und helfen auch mahnende Worte nicht weiter, ist die Videoüberwachung der nächste Schritt. Statistiken zeigen, dass viele Firmenbilanzen stark darunter leiden, wenn es sich zu einer Art Hobby entwickelt, dass die Mitarbeiter Firmenmaterial entwenden. Zunächst beginnt es als harmlose Kleinigkeit, bei der niemand ein schlechtes Gewissen hat, wird es jedoch zur Regel, muss man als Firma gegensteuern, um sich zu schützen. Abschreckung wird manchmal unterschätzt und einige Interessenten meinen, es wäre sinnvoller, die Diebe bemerken die Kameras nicht und werden dann überführt.

Doch das ist ein Irrglaube: a) Diebe und Einbrecher tarnen sich in der Regel und ein Überführen ist sicher nicht gegeben. b) Einbrecher richten Sachschaden an und entwenden evtl. wertvolles Gut, was man nie wieder sieht, da es bereits verkauft ist, bevor die Diebe erwischt werden c) Der Aufwand bei einem Einbruch (u.a. Versicherung kontaktieren, etc.) ist sehr groß. Die abschreckende Wirkung von Überwachungskameras ist daher eigentlich effektiver, so dass die Sicherheitskameras ruhig offensichtlich sein können. Für denjenigen, der sich schützen will, ist das in jedem Fall die angenehmere Variante, die Ärger vermeidet. Besonders effektiv ist das im Kombination mit einer Alarmanlage, welche z.B. per Bewegungssensor das Eintreten in einen geschützen Bereich registriert.

Beweismaterial sichern: Werden die Diebe nicht abgeschreckt, kann man die Tat filmen, damit die Polizei Hinweise erhält, um den Täter zu überführen. Bei Tankstellen z.B. die Kennzeichen von Autos, wenn der Fahrer Benzin gestohlen hat. Gleiches gilt für den Mitarbeiterdiebstahl. Sollte weiter gestohlen werden, trotz Ankündigung einer Videoüberwachung, haben Sie Material in der Hand, um den schuldigen Mitarbeiter zu finden und ihm gegenüber Maßnahmen zu ergreifen. Besonders wenn auch externe Dienstleister wie eine Putzfirma selbstständigen Zutritt zum Unternehmen haben, ist eine Videoüberwachung zu empfehlen.

Des Weiteren gibt es natürlich auch Einsatzbereiche, die nicht zwingend etwas mit der ständig steigenden Kriminalität zu tun haben:

Intervall-Überwachung über große Laufzeiten

Sehr gefragt sind z.B. Baustellenkameras, die im Intervall aufnehmen und eine Prozessbeobachtung möglich machen. Damit kann man überwachen, an welchen Stellen es hakt, ob der Plan erfüllt wird. Zur Kontrolle von Abläufen werden Überwachungskameras auch in den Wissenschaft und Industrie verwendet. Immer dann, wenn es zu mühselig wäre, einen langwierigen Prozess mit menschlichem Auge dauerhaft zu überwachen, kann man auf Überwachungskameras zurückgreifen.

Dies wird u.a. von der Phänologie genutzt, um Umwelt- und Klimaeinflüsse auf eine bestimmte Vegetation zu überwachen und so z.B. zu sehen, wie sich eine gestiegene Temperatur auf ein Waldstück auswirkt.Auch beim Bau von Hochhäusern oder dem Errichten eines großen Musik-Festivals werden Intervallkameras genutzt um in beeindruckenden Bildern den Entstehungsprozess festzuhalten. Wochen, Monate und auch Jahre können in wenigen Minuten zusammengefasst werden.

Überwachungskamera mit Datenübertragung per LTE und UMTS
Überwachungskamera mit Datenübertragung per LTE und UMTS

Baustellenkameras speichern das Bildmaterial in der Regel auf MicroSD-Karte, da meist kein Internetanschluss besteht. Im Zuge des fortschreitenden LTE-Ausbaus gibt es mittlerweile aber auch Alternativen, die eine Datenübertragung über das Mobilfunknetz ermöglichen, so dass man gar nicht vor Ort sein muss, um die Fotodaten auszulesen.

Beobachtung von Tieren

MMS Wildkamera zur Außenüberwachung mit Batteriebetrieb
MMS Wildkamera zur Außenüberwachung mit Batteriebetrieb

Ob rein aus Interesse oder mit beruflichem Hintergrund: Für Haustier- und Wildtierüberwachung per Überwachungskamera gibt es einen großen Bedarf. Im häuslichen Bereich wollen viele einfach nur mal wissen, was eigentlich Zuhause passiert, wenn man selbst nicht da ist. Hundezwinger und allen voran der Pferdestall soll häufig überwacht werden.

Pferde sind empfindliche und vor allem oft auch sehr wertvolle Tiere, grade wenn es sich um Turnierpferde handelt. Deswegen möchten Besitzer natürlich verhindern, dass diese durch Unbefugte verschreckt oder die Pferde gestohlen werden. Darüber hinaus können Verhaltensauffälligkeiten dokumentiert werden, um dem Tier dann später besser helfen zu können. In einem solchen Fall geht es über eine reine Haustierbeobachtung aus Neugier natürlich hinaus.

Für Jäger und Wildkamera ebenfalls einen ernsten Ansatz: Mit Hilfe der Außen-Überwachungskamera kann der Förster z.B. den Bestand von Tieren leichter einschätzen und besonders auch sehr scheue Tiere filmen und fotografieren, da die Wildkameras lautlos und unsichtbar agieren ­ auch im Dunklen. Es ist für den Förster wesentlich leichter zu überblicken, wie die Aktivität im Wald ist, auch natürlich um zu sehen, ob eine Regulierung notwendig wird. Nebenbei kann der Förster so auch illegale Aktivitäten wie das Abladen von Müll entdecken.

Durch Ihre robuste und wetterfeste Bauweise und die Fähigkeit mit Batterien eine lange Zeit betrieben werden zu können, sind Wildkameras aber nicht nur im Wald oft gesehen, auch nutzen viele die Außenkameras, um abgelegene Bereiche ohne Strom zu überwachen, wie z.B. ein Gartenhaus oder ein Wohnmobil. Da viele Geräte auch einen MMS- oder E-Mail-Versand per Handynetz unterstützen, und einen Bewegungssensor haben, ist auch der Einsatz als eine Art Alarmanlage möglich.

Schutz von Pflegebedürftigen

Personen, die z.B. aufgrund von Demenz nicht mehr allein gelassen werden können, da Gefahr besteht, dass sie sich bei einfachsten Tätigkeiten, wie z.B. dem Erhitzen von Wasser, verletzten, bedeuten für die Angehörigen oder Pfleger eine starke Belastung. Pflegeheime können die Zeit ihres Personals da wesentlich effektiver einteilen, wenn eine Videoüberwachung vorhanden ist. Ein Mitarbeiter kann die Bilder der Überwachungskameras auswerten und gezielt bei Gefahr einen Kollegen zu dem gefährdeten Heimbewohner senden.

Das ist auch im Privatbereich denkbar, wenn man z.B. eine Netzwerk-Kamera verwendet, die das Videobild ins Internet überträgt, kann man per Smartphone von unterwegs aus prüfen, ob zuhause alles in Ordnung ist. Wenn die zu überwachende Person nur eine leichte Demenz hat, kann die Pflegeperson ihr Leben mit Hilfe der Überwachungstechnik wieder etwas flexibler gestalten.

Zur Übersicht

Überwachungskamera in der Öffentlichkeit

PTZ-Überwachungskamera mit Schwenken, Neigen, Zoomen und 4-Megapixel-Videoauflösung
PTZ-Überwachungskamera mit Schwenken, Neigen, Zoomen und 4-Megapixel-Videoauflösung

In öffentlichen oder öffentlichen zugänglichen Räumen gibt es viele Stellen, an denen Überwachungskameras Anwendung finden. Ursache für den Einsatz sind meist ein hohes Aufkommen von Verbrechen wie Raub oder Diebstahl. Aber auch das Eindämmen von Vandalismus.

Banken haben die Pflicht, sich mit Überwachungskameras zu schützen, um z.B. EC-Kartenbetrüger zu erfassen, die am Automat Geld abholen wollen. In vielen Lokalzeitungen werden die Bilder von solchen Betrügern veröffentlicht. Vermutlich würde sich aber wohl auch ohne Pflicht, jede Bankfiliale mit Sicherheitskameras ausrüsten, denn da wo das Geld ist, ist die Gefahr am Höchsten, dass es zu Überfällen kommt.

Tankstellen sind ein oft genanntes Beispiel für Überwachungskameras. Jede Säule wird extra überwacht, das Bild so eingestellt, dass man die Kennzeichnen lesen kann, wenn es zu einem Benzindiebstahl kommt. Die Häufigkeit solcher Vorkommnisse hängt übrigens direkt mit der Höhe der Spritpreise zusammen. Je höher der Preis, desto größer die Verlockung einfach weg zu fahren. An diesem kleinen Beispiel wird schon deutlich, dass es stark davon abhängt, wie gut es den Menschen geht und wie die wirtschaftlichen Zeiten sind, ob es Kriminalität gibt oder nicht.

Was den wenigsten einfällt: Blitzer sind auch nichts anderes als eine Art Überwachungskamera. Mit Sensoren wird die Geschwindigkeit gemessen und dann wird ein Foto gemacht. Später wird dies dann ausgewertet und irgendwann kommt der Brief.

In einigen Städten in Deutschland, vor allem aber in Ländern wie z.B. England werden große Plätze mit großen Menschenansammlungen wie Bahnhöfe überwacht. Damit soll die Kriminalität auf diesen Plätzen verringert werden. Kritiker sehen immer das Problem, dass die Gewalttaten einfach nur verlagert werden und man in den meisten Fällen ohnehin erst hinterher reagieren kann. Da die Videodaten in der Regel binnen 24 Stunden gelöscht werden, sofern nicht z.B. Anzeige erhoben wurde, ist Videoüberwachung von öffentlichen Bereiche nicht immer so effektiv wie erwartet.

Öffentliche Verkehrsmittel wie Busse und Bahnen werden häufig mit Überwachungskameras ausgestattet. Auch, um z.B. dem Busfahrer die Sicherheit zu geben, dass hinter seinem Rücken alles in Ordnung ist. Wer einmal in einer Großstadt mit dem Nachtbus gefahren ist, weiß warum. Taxifahrer machen sich dies auch immer häufiger zu nutze, um sich gegen Überfälle zu schützen und die Täter hinterher anzeigen zu können. Das gilt auch für Personen, die ihre Taxifahrt nicht bezahlen wollen.

Eine Überwachungskamera fürs Auto

Das Auto: der deutschen liebstes Kind. Deswegen sehen wir es natürlich gar nicht gerne, wenn sich jemand daran vergreift und z.B. den Lack mit einem Schlüssel zerkratzt. Viele Anfragen an uns gehen daher in die Richtung, dass Auto mit einer Überwachungskamera zu schützen. Dies meisten Interessenten gehen aber davon aus, dass man sich durch eine Überwachungskamera im Fahrzeug effektiv schützen kann bzw. denjenigen erwischt, das das Auto zerkratzt. Problem an der Sache: Wenn die Überwachungskamera aus dem Auto raus filmt, hat sie immer nur eine Seite im Blick. Nähert sich der Täter von der anderen Seite, war die ganze Investition umsonst.

Alternative ist es also, sich mit mehreren Überwachungskameras im Auto zu schützen, um eine Art Rundumblick zu ermöglichen. Oder, wenn die Möglichkeit besteht, eine Sicherheitskamera so zu montieren, dass das Fahrzeug von Außen gefilmt wird. Das geht natürlich am Besten bei Garage und Carport, auf freier Fläche stehende Fahrzeuge sind eher schwieriger zu schützen. Hat man von seiner Wohnung oder seinem Haus aus freie Sicht auf den Parkplatz, kann es auch eine Lösung sein, mit einer Überwachungskamera, die eine hohe Sichtstärke bietet, das Fahrzeug vom Gebäude aus zu überwachen.

Wetterfeste getarnte Außen-Überwachungskamera mit Nachtsicht
Wetterfeste getarnte Außen-Überwachungskamera mit Nachtsicht

Neben einer Überwachungskamera ist folgendes Set ein deutlich effektiverer Schutz gegen Vandalismus am Auto, zumindest wenn Sie sich in der Nähe befinden:

Der Radarsensor ermöglicht es nämlich, Bewegungen von Personen zu erkennen, die sich dem Auto nähern. Noch bevor diese das Fahrzeug berühren können, erhalten Sie einen Alarm auf den Empfänger und können den Täter erwischen. Bei Bedarf funktioniert hier auch eine Alarmierung per SMS, statt per Funk.

Getarnt oder nicht getarnt?

Zur Abschreckung sind getarnte Überwachungskameras natürlich nicht geeignet, aber dafür um so besser, um Beweismaterial zu sichern. Das wissen auch Journalisten, Detektive und Behörden, die verdeckt arbeiten müssen, damit Ergebnisse sichtbar werden.

Doch um nochmal das Beispiel Mitarbeiterdiebstahl heranzuziehen: Wenn die Mitarbeiter die offensichtliche Videoüberwachung kennen, können besonders dreiste Personen sich einfach so bewegen, dass sie beim Diebstahl nicht aufgezeichnet werden. Dann helfen nur verdeckte Spionagekameras. Die Rechtslage muss vorher aber eindeutig geklärt sein, um das Videomaterial verwenden zu dürfen. Die getarnten Kameras gibt es in unterschiedlichen Varianten, zum einen Modelle, die man selbst tarnen und einbauen kann, zum anderen bereits als Alltagsgegenstände getarnte Kameras. Dabei kann man dann wieder zwischen Modellen unterscheiden, die man mit sich trägt: Brillenkamera, Armbanduhr mit Kamera, Krawatten-Kamera, Hemdknopfkamera und stationären Kameras wie einer Rauchmelder-Kamera, Wanduhr-Kamera, Thermometer-Kamera oder einer Wecker-Kamera.

Bei der Auswahl der richtigen Tarnung für eine Überwachung ist es wichtig, den zu überwachenden Bereich zu kennen. Soll eine Überwachung im Wohnbereich stattfinden, ist es z.B. günstig eine als Thermometer getarnte Überwachungskamera zu verwenden, die sich gut ins Umfeld einfügt.Im gewerblichen Bereich, also z.B. in einer Betriebshalle, sind dann Tarnungen wie der Rauchmelder effektiver.

Wie kann ich meine Überwachungskamera am besten Tarnen, damit diese möglichst unsichtbar ist?

Tarnbare Minikamera zum einfachen Einbau in Gehäuse
Tarnbare Minikamera zum einfachen Einbau in Gehäuse

Wenn keine vorgefertigte Tarnung passt, kann man sehr kleine, selbst tarnbare Minikameras in Gegenstände einbauen, die ins Umfeld passen. Im besten Fall sogar in Gegenstände die bereits vorhanden sind, wie z.B. ein Regal. Im Grunde sind dabei nur der eigenen Phantasie und den handwerklichen Fähigkeiten Grenzen gesetzt. Selbst in eine Deckenverkleidung oder eine Leichtbauwand kann man die Überwachungskameras einfach einsetzen. Sehr wichtig ist dabei die Wahl des richtigen Akkus, um die gewünschte Laufzeit zu erreichen. Diesbezüglich ist auch wichtig zu entscheiden, ob man eher dauerhafte Aufzeichnung oder bewegungsaktiverte Aufnahmen wünscht.

Die Minikameras selbst sind sehr klein, die Linsen teilweise nur 1-mm-groß (Pinhole) und auch das Modul selbst nimmt nur wenig Platz ein. Dennoch sind HD- und Full-HD-Auflösungen möglich, teilweise auch 4MP, 5MP oder 4K. Modelle mit Weitwinkel-Objektiv sind vorhanden ­ wobei die Linse dort technisch bedingt etwas größer ist.

Anregung zur eigenen Tarnung:

  • Deckenverkleidung (z.B. Holzpaneele)
  • Leichtbauwand
  • Schrank (Kamera blickt dann z.B. durch ein Loch in der Schranktür)
  • Deckenleuchte
  • Attrappen von Alarmanlage, Technik, Steinen, Ästen
  • Vogelhäuschen zur Gartenüberwachung
  • Bücherregal
  • Taschen
  • Jacken
  • Koffer
  • Steckdose
  • Sicherungskasten

Wer einen Bereich über Wochen überwachen möchte und immer nur bei erkannter Bewegung etwas aufzeichnen will, muss genügend Platz für den Akku mit in seine Planungen für die getarnte Überwachungskamera einbeziehen. Viele Minikameras lassen sich flexibel mit mehreren Akkus betreiben, um die Laufzeit zu erhöhen. Das Speichern von Videosignalen erfolgt auf MicroSD-Karten, diese kann man dann entnehmen.Einzelne Modelle gibt es zudem in Verbindung mit einem kleinen Monitor, der direkt an der Kamera angeschlossen ist. Dies ist z.B. dann sinnvoll, wenn man das Videomaterial sofort auswerten möchte. Alle Modelle zur eigenen Tarnung sind so konzipiert, dass auch Laien damit zurecht kommen, also z.B. kein Löten mehr notwendig ist. Einfach in ein Gehäuse einfügen und darauf achten, dass die Kameralinse freie Sicht hat.

Die Bedienung der versteckten Überwachungskamera erfolgt dann per Fernsteuerung, so dass man eine Videoaufnahme manuell aktivieren kann. Des Weiteren verfügen die meisten Modelle auch über eine Bewegungserkennung. Das bedeutet, dass die Videoaufnahme automatisch gestartet wird, sobald sich jemand im Videobild bewegt. Das hilft dabei, wenn man einen Raum überwacht, indem sich nur ab und an jemand aufhält, am Ende eines Überwachungszeitraum wirklich nur relevantes Videomaterial zu haben. Ansonsten müsste man große Videodateien durchschauen, auf der Suche nach interessanten Stellen.

Gleichzeitig sorgt die Bewegungserkennung dafür, dass die Akkulaufzeit einer Überwachungskamera erhöht wird. Denn im Standby ohne Aufnahme verbrauchen die meisten Modelle deutlich weniger Energie, was eine erhöhte Laufzeit bei gleicher Sicherheit bedeutet.

Tarnaufkleber zum einfachen Verstecken von Minikameras

Wer binnen weniger Sekunden eine Mini-Überwachungskamera ohne großen Aufwand verstecken will, findet die Lösung in Tarnaufklebern. So können Sie einfach ein Loch bohren, die Minikamera dahinter befestigen und mit dem Aufkleber die Linse so tarnen, dass nur noch das Pinhole-Objektiv zu sehen ist. Der Aufkleber zeigt ein gängiges Motiv wie z.B. das CE-Zeichen, so dass die Kameralinse mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist.

Getarnte Ermittlungen, verdecktes Sammeln von Beweisen

Fast jeder hat es schon mal im Fernsehen gesehen. Investigative Journalisten verwenden getarnte Kameras wie z.B. eine Brillenkamera, eine Hemdkopfkamera oder eine verdeckte Überwachungskamera in einer Umhängetasche, um Betrüger und andere Kriminelle zu überführen. Berühmtes, wenn auch fiktives Beispiel ist hier auch der Film “Das Experiment“, indem der Schauspieler Moritz Bleibtreu eine Brillenkamera nutzt, um die Geschehnisse mitzuschneiden.

Auf die gleiche Art versuchen auch Privatdetektive und behördliche Ermittler ihren Arbeitsalltag effizienter zu gestalten. Wo ein Detektiv früher stundenlang selbst observiert hat und dabei tage- und nächtelang im kalten Auto sitzen musste, kann er jetzt das Auto mit einer verdeckten Überwachungskamera ausstatten und das Videomaterial dann später im Warmen auswerten. Neben dem Komfortgewinn ist das natürlich auch eine enorme Zeitersparnis, Zeit in der andere Fälle bearbeitet werden können.

Ein weiteres Einsatzbeispiel kann es sein, dass z.B. ein Tisch in einer Kneipe, an dem sich regelmäßig zwielichtige Gestalten treffen, mit getarnten Kameras überwacht wird. Ebenso natürlich auch, dass ein verdeckter Ermittler mit einer Hemdknopfkamera ausgestattet wird, um Beweismaterial zu sammeln, also z.B. ein Gespräch aufzuzeichnen, dass dann das Geständnis einer bestimmten Tat beinhaltet.

Welche Tarnung wo verwenden?

Verdeckte Überwachungskameras: Thermometer, Taschentuchbox, Radiowecker, Autoschlüssel
Verdeckte Überwachungskameras: Thermometer, Taschentuchbox, Radiowecker, Autoschlüssel
  • Thermometer-Überwachungskamera: Im wohnlichen Umfeld, eventuell auch in Boutiquen und anderen Geschäften sowie in „lockerem“ Büro-Umfeld.
  • Rauchmelder-Kamera: Hauptsächlich im gewerblichen Umfeld, dafür fast überall von Betrieb über Büro bis zu Geschäft einsetzbar. Oft ohne große Erklärungen montierbar. Mit Abstrichen auch Einsatz im privaten Umfeld.
  • Taschentuch-Box mit Überwachungskamera: Für den Einsatz im Wohnumfeld prädestiniert. Je nach gewerblicher Umgebung (z.B. Hotelrezeption) auch an anderen Orten unauffällig.
  • Wecker Kamera: Privates Wohnumfeld, im gewerblichen Bereich kaum denkbar.
  • Brillenkamera: Fast überall verwendbar. Allerdings Aufmerksamkeit erregend, wenn man sonst keine Brille trägt und den zu überwachenden Personen dies bewusst ist.
  • USB-Stick-Kamera: USB Sticks sind fast überall diskret einzusetzen, sowohl im Büro, als auch im Wohnumfeld. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand den Stick ausleihen oder einsetzen möchte, ist höher auch bei anderen Tarnungen.
  • Bilderrahmen: Vor allem im Wohnumfeld, aber auch im Büro denkbar. Da eigene Bilder verwendet werden können, ist die Tarnung an vielen Orten gut möglich. Im Büro mit Urlaubsbildern, im Geschäft z.B. mit einer Urkunde.
  • Schlüsselanhänger Überwachungskamera / Spionkamera in KFZ Fernbedienung: Fällt kaum auf, wenn sie am Schlüsselband auf dem Tisch liegt, den Autoschlüssel einer anderen Person fasst auch niemand aus Neugier an. Gut auch geeignet, um diskret aus der Hand heraus zu filmen.
  • Powerbank-Kamera: Erst in den letzten Jahren in Mode gekommen ist die Powerbank. Mehr und mehr Leute nutzen die Geräte, um die Akkulaufzeit von Tablet und Handy zu verlängern. Daher ist es auch mittlerweile sehr unauffällig möglich, eine solche Überwachungskamera z.B. auf dem Schreibtisch liegen zu haben, um die Umgebung zu filmen. Meist kann man sogar wirklich ein Handy mit der Powerbank-Kamera laden, so dass die Tarnung noch besser wird.
  • Untersetzer: Die Überwachungskamera ist hier zwar nicht in Form eines anderen technischen Gerätes getarnt. Doch der Untersetzer kann z.B. einfach unter eine Topfpflanze gestellt werden, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Die Tarnung ist daher individuell möglich, so dass ein Einsatz in Betrieb und Geschäft genau wie im Wohnraum denkbar ist.
  • Getarnte Kamera im Smartphone: Das Handy haben fast alle Menschen immer dabei und sehr oft in der Hand. Daher gibt es auch verdeckte Kameras in Form eines Smartphones. Statt die Kamera auf der Rückseite zu haben, wie bei einem herkömmlichen Handy, ist das Objektiv an der Oberseite. So kann man das Handy unauffällig in der Hand halten und dennoch die Umgebung filmen. Der Einsatz ist überall dort möglich, wo es gestattet ist, das Mobiltelefon zu nutzen.
  • Portemonnaie-Kamera: Die Geldbörse ist immer dabei und wenn man diese mal auf einen Tisch legt, ist das nicht weiter auffällig. Allerdings ist der Einsatz z.B. im Büro oder Betrieb eher ungewöhnlich. Im Wohnumfeld ist das ganze schon eher sinnig.
  • Spypen Kugelschreiber-Kamera: Eine schon seit langer Zeit beliebte Tarnung ist die Kugelschreiber-Kamera. Auf Knopfdruck zeichnet diese Videomaterial auf, optisch ist das Gerät nicht von einem herkömmlichen Stift zu unterscheiden. Z.B. in der Hemdtasche oder im Stifthalter ist der Einsatz sehr diskret an vielen Orten möglich. Vor allem im Büro ist die Tarnung eine gute Wahl. Der Stift kann wirklich schreiben, so dass auch ein kurzes Ausleihen an einen Kollegen ohne große Gefahr, dass die Überwachung entdeckt wird, möglich ist.
  • Feuerzeug-Kamera: Ein Feuerzeug kann überall herum liegen, wer ohnehin Raucher ist, erregt damit keine Aufmerksamkeit.
  • Aufputzdose: Sowohl privat, als auch im gewerblichen Bereich einsetzbar, optisch nicht von einem Stromverteiler zu unterscheiden

Übersicht: Varianten von getarnten Kameras

Getarnte Kameras für den Außenbereich

Es gibt auch versteckte Outdoor-Kameras. Diese sind wetterfest und gegen das Eindringen von Wasser geschützt. Als Tarnung steht dabei u.a. ein Stein zur Verfügung, der optisch nicht von eine echten Stein zu unterscheiden ist. Innen ist er jedoch hohl und die Überwachungskamera ist in ihm montiert. Eine weitere Möglichkeit ist z.B. die Überwachungskamera im Gartenschlauchhalter.

Einige Modelle bieten dabei sogar integrierte Nachtsicht an, so dass man auch unbeleuchtete Außenbereiche sichern kann. Die Nachtsicht glimmt dabei nicht, die verdeckte Überwachungskamera bleibt also unsichtbar.

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Welche Vorteile haben Netzwerk-Überwachungskameras / IP-Kameras

Wer sich bereits über eine Videoüberwachung Gedanken gemacht hat, wird auf die verschiedenen Varianten aufmerksam geworden sein. Während es vor 15 Jahren noch die Regel war, dass die Überwachungkameras ihr Videosignal analog übertragen haben, hat wie in allen Bereichen die Digitalisierung auch die Videoüberwachungstechnik erreicht.

Dies hat einige Vorteile: Netzwerkbasierte Kameras können einfach in bestehende Netzwerke verbunden werden, so dass keine Kosten für eine neue Infrastruktur entstehen. Jeder PC im Netzwerk kann einfach per Browser auf die IP-Kameras zugreifen, die Bedienung ist einfach. Zudem sind auch deutlich höhere Auflösungen möglich, als bei der herkömmlichen Videoübertragung per BNC. Mittlerweile sind 4 MP, 5 MP und sogar 4K-IP-Kameras keine Seltenheit mehr und diese sind sogar erschwinglich. So ist es nicht verwunderlich, dass analoge Überwachungskameras mehr und mehr am Markt verschwinden und die Nachfrage deutlich gesunken ist.

Entscheidend für viele Anwender ist, dass man einfach per Smartphone, Notebook und Tablet unterwegs prüfen kann, was sich vor Überwachungskameras abspielt. Ob man nun grade auf Geschäftsreise in Tokio ist oder nur zum Urlaub in Italien. Solange die Internetverbindung ausreichend ist, hat man die Möglichkeit auf einen Fernzugriff. Einige Modelle verfügen zudem über die Möglichkeit, eine E-Mail im Falle eine Bewegungserkennung zu senden, so dass man das Videoüberwachungssystem auch sehr gut als (ergänzendes) Alarmsystem nutzen kann. Auch Push-Nachrichten an die Android- oder iOS-App bei Bewegungserkennung werden unterstützt.

Übertragen Sie das Livebild an Smartphone und PC
Übertragen Sie das Livebild an Smartphone und PC

Hat man sich nun für IP-basierte Videoüberwachung entschieden, stellt sich die Frage:

WLAN oder LAN ­ was ist besser?

Als Kunde möchte man immer das beste kaufen ­ daher hören Händler oft die Nachfrage: was ist besser? Im Grunde gibt es aber in vielen Fällen kein besser. Genauso wie bei der Frage nach WLAN oder LAN.

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Für LAN-Überwachungskameras muss Ethernet-Kabel verlegt werden, dafür muss Platz sein und es ist je nach Größe der zu überwindenden Strecke mit mehr oder weniger hohen Kosten verbunden. Dafür hat man im Vergleich zum Wifi eine geringere Anfälligkeit für Störung (z.B. durch andere Funksignale) und eine stabilere Übertragung, die auch nicht von Hackern angegriffen werden kann. Wer also den Aufwand nicht scheut oder ohnehin bereits ein Gebäude mit guter Netzwerk-Verkablung als Grundlage hat, für den ist das in den meisten Fällen die ersten Wahl. Nicht zuletzt auch, weil sogar eine Stromversorgung per Netzwerkkabel möglich ist. Dafür muss die Überwachungskamera und der Router, Switch oder Netzwerkrekorder POE-fähig sein, dies kann aber auch nachgerüstet werden. So spart man sich die Steckdose oder das Verlegen von neuen Stromkabeln.

Ein Netzwerkkabel kann jeder selbst verlängern, für neue Stromkabel bedarf es oft einen Elektriker. Achten Sie in jedem Fall darauf hochwertiges Netzwerkkabel verlegen, um auch in Zukunft bei höherer Leistungsfähigkeit der Netzwerkperipherie nicht durch Kabel gebremst zu werden. Die genannten Schwächen von WLAN Überwachungskameras sind oft nur theoretischer Natur. Viele WLAN Router bauen leistungsstarke Netzwerke auf, durch die neusten Methoden zur Verschlüsselung ist es theoretisch fast unmöglich, sich in das Signal einzuklinken. Und wenn die WLAN-Reichweite nicht ausreichend ist, gibt es WLAN Booster und Repeater, die das Signal verstärken.

Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Man muss keine Kabel verlegen. Das erspart nicht nur viel Arbeit, es ermöglicht auch einen flexiblen Einsatz der IP Kamera. Wenn man sich also z.B. noch gar nicht sicher ist, wo genau die Überwachungskamera am effektivsten ist oder auch ohnehin den Standort regelmäßig wechseln möchte, ist eine WLAN-Kamera die beste Methode.

Die dritte Methode, die grade den Markt erobert, ist das Powerlan. Hierbei wird, wie man es von DLAN-Adaptern kennt, das Videosignal per Stromleitung von der IP-Überwachungskamera zum Netzwerkrekorder übermittelt. So muss also kein Netzwerkkabel verlegt werden, trotzdem hat man – zumindest bei modernen Stromleitungen – eine leistungsfähige und zuverlässige Übertragung der Daten bei im Grunde keinerlei Konfiguration. Ein solches Set z.B. ist schnell eingerichtet: Überwachungkamera und NVR in die Steckdose gesteckt, nach wenigen Sekunden erscheint das Videobild am Monitor.

Sind Netzwerk-Überwachungskamera einfach zu konfigurieren?

Viele Kunden wünschen sich eine sehr einfache Lösung. Das Problem beim Begriff „einfach“ ist, dass es immer auf das Hintergrundwissen einer Person ankommt, ob etwas einfach ist oder nicht. Im Fall der Netzwerkkameras kommt noch dazu, dass auch abhängig von dem örtlichen Netzwerk ist, ob eine IP-Überwachungskamera einfach eingebunden werden kann oder nicht.Geht man vom Standardfall aus, ist die Einrichtung in wenigen Schritten zu machen. Wer schon mal ein Netzwerk aus PCs aufgebaut hat und für den Begriffe die „DHCP“ kein Fremdwort sind, der ist natürlich im Vorteil. In der Regel geben die Anleitungen der IP-Kameras aber genügend Hilfen an die Hand, auch gibt es im Internet Wissenssammlungen, die dabei helfen, eine Einrichtung erfolgreich abzuschließen. Wichtig ist zu beachten: Es liegt fast nie am Gerät, wenn etwas nicht funktioniert, sondern an der Einstellung. Auch wenn es manchmal schwer fällt, die Ruhe zu bewahren, wenn etwas nicht sofort funktioniert, meist lässt es ein Problem mit wenigen Klicks beheben. Hat man selbst kein Knowhow in dem Bereich, sucht man sich am besten einen Freund oder Kollegen, der mit dem Thema vertraut ist.

Nun zur Standardvariante: PC und IP-Kamera sind am gleichen Router befestigt. Im Optimalfall hat die IP-Kamera schon eine IP-Adresse erhalten, die im gleichen Netzwerkbereich (z.B. 192.168.1.x) liegt, wie die IP des PCs. Manchmal sind aber statische Adressen in der Überwachungskamera eingegeben, die nicht zum Netzwerkbereich passen. Den Netzwerkbereich des PCs erfahren Sie, indem Sie sich den Status Ihrer Netzwerkverbindung ansehen bzw. die Netzwerkverbindungsdetails.

Netzwerkverbindungsdetails eines PCs
Netzwerkverbindungsdetails eines PCs

Wie man dem Beispiel entnehmen kann, ist DHCP am PC aktiviert, was bedeutet, dass der Rechner bei jeder Verbindung automatisch eine IP-Adresse vom Router zugewiesen bekommt. Ist diese bei der Netzwerkkamera auch eingestellt, sollte diese automatisch korrekte Daten vom Router erhalten.

Dann wäre schon der Zugriff via Browser oder Videoüberwachungssoftware möglich, die IP-Adresse findet man mit einer Software heraus, die in der Regel der IP-Kamera beliegt. Im Namen trägt diese Software oft den Begriff „Search“. Einmal geöffnet, erscheint eine Liste der IP-Kameras im Netzwerk. Klickt man eine Überwachungskamera an, öffnet sich diese im Browser. Passt die IP und der Gateway zum PC, dann kann man das Kamerabild in der Regel sehen. Je nach Netzwerkkamera muss allerdings manchmal noch ein Plugin installiert werden, einige Geräte funktionieren auch ausschließlich im Internet Explorer mit ActiveX. Wenn Sie also im Firefox oder Chrome kein Bild erhalten: nicht verzweifeln, sondern den Internet Explorer öffnen und auf Hinweise wie „Download Plugin“ achten.

IP-Überwachungskamera Suchtool
IP-Überwachungskamera Suchtool

IP stimmt noch nicht überein: Was nun aber, wenn die IP und der Gateway nicht passt? Dann bietet die genannte Suchsoftware die Funktion, die Daten der IP-Kamera zu ändern und anzupassen. Dies geht manuell oder manchmal auch automatisch. Dann startet die Überwachungskamera in der Regel neu und ist nach 30 bis 60 Sekunden mit neuer IP-Adresse zu finden. Oft ist es notwendig, den Suchdurchlauf der Such-Software erneut zu starten, damit die neuen Daten anzeigt werden.

Neben der separaten Suchsoftware gibt es auch Überwachungskamera-Software die eine solche Such- und Änderungsfunktion bereits integriert hat und das Videosignal der Überwachungskamera dann anzeigen kann, sobald die Konfiguration erfolgreich war.

Software zur Videoüberwachung (CMS)
Software zur Videoüberwachung (CMS)

Sollte einmal keine Suchsoftware vorhanden sein, lässt sich die IP einer Überwachungskamera auch in den Routereinstellungen finden. Wie das aussieht, hängt vom Routertyp ab.

Mit der bis hierhin beschriebenen Vorgehensweise, sollte Sie innerhalb eines Netzwerks den Zugriff auf eine Überwachungskameras per PC erhalten, gleiches gilt auch, wenn Sie einen Netzwerk-Rekorder nutzen, dieser nimmt in der Beschreibung dann einfach den Platz des PCs ein.

Ansicht von Verbindungen im Router
Ansicht von Verbindungen im Router

Immer noch kein Zugriff
Was aber, wenn es trotzdem nicht funktioniert? Es tritt zwar selten auf, aber es gibt dennoch die Möglichkeit, dass Sicherheitseinstellungen im Router verhindern, dass der PC auf die Überwachungskamera zugreifen kann. Hier kann nur derjenige helfen, der den Router konfiguriert hat. In Firmen mit sehr empfindlicher Sicherheit ist eventuell zu überlegen, ob nicht ein weiteres Netzwerk, rein für die Überwachungskameras, angelegt wird. Möchte man ohnehin WLAN verwenden, ist dies kein großer Umstand, außerdem belasten dann die IP Überwachungskameras nicht die Bandbreite des Firmennetzwerks.
Standardpasswörter
Beim Zugriff auf die IP-Kamera ist fast immer ein Passwort notwendig, meist hat der Standardaccount den Namen „admin“, das Passwort ist häufig: „admin“, „12345“, „123456“ oder „password“.
Einfacher Internetzugriff mit P2P-Zugriff
Jede neuere Überwachungskamera verfügt in der Regel über einen P2P-Service. Der ermöglicht es, dass Sie sich ganz ohne Portweiterleitung per Internet auf die Überwachungskamera einloggen können. Dies ist sonst nämlich notwendig, zudem muss man bei dynamischen IPs z.B. auf einen DDNS-Service zugreifen, um die IP-Kamera aus der Ferne zu erreichen. Auch das entfällt beim P2P-Service, so dass diese Funktion grade bei Laien ein Kaufargument sein sollte.

Wie funktioniert die Konfiguration bei WLAN Kameras?

WLAN-Kamera mit MicroSD-Speicher
WLAN-Kamera mit MicroSD-Speicher

In der Regel verfügen WLAN-Überwachungskameras über einen Ethernet-Anschluss. Zur ersten Nutzung und Konfiguration sollte die IP-Kamera also per LAN-Kabel an den Router angeschlossen werden. Hat man den Zugriff dann aufgebaut, stehen einem z.B. im Browser Optionen zur Verfügung, um die Netzwerkkamera mit einem WLAN zu verbinden. Dort kann man dann, wie man es von allen WLAN-Geräten kennt, nach einem Netzwerk suchen und diese Überwachungskamera damit verbinden. Natürlich muss auch hier das Passwort eingegeben werden, wenn das WLAN gesichert ist.

Es gibt aber auch Ausnahmen: Einige Modelle bauen einfach ein eigenes WLAN auf, mit dem man sich dann per PC oder Smartphone verbinden kann. Dort gelangt man dann ebenfalls zu den Einstellungen und kann die WLAN-Kamera dann mit einem bestehenden Netzwerk verbinden. Einige Modelle sind auch nur für den direkten Zugriff per WLAN gedacht, also nicht geeignet, um mit dem Router verbunden zu werden.

Gibt es auch sehr kleine WLAN Überwachungskameras?

Kleine WLAN Minikamera mit Speicher auf MicroSD
Kleine WLAN Minikamera mit Speicher auf MicroSD

Genau wie Speicherkameras gibt es auch WLAN Minikameras. Die Objektive sind oft nur weniger Millimeter groß und die Linse hat sogar nur einen Durchmesser von gerade einmal einem Millimeter. Natürlich benötigt das WLAN Modul und je nach Modell auch der Akku noch etwas Platz, doch die Mini-WLAN-Kameras sind dennoch an festem jedem Ort mit noch so wenig Platz zu befestigen.

Wie bei großen WLAN Überwachungskameras sind auch bereits HD-Auflösungen möglich, genauso wie Nachtsicht und die Übertragung des Videosignals ins Internet. Nachteile gegenüber großen Überwachungskameras sind natürlich, dass z.B. kein optischer Zoom und auch keine Schwenk- und Neigefunktion verbaut ist.

Häufig werden die Miniatur WLAN Kameras genutzt, um das Videobild auf ein Smartphone oder Tablet zu übertragen und dann z.B. das Livebild zu sehen, während sich eine Person mit der WLAN-Kamera fortbewegt. Dies funktioniert hervorragend mit in der Regel kostenlosen Apps.

Ist ein MicroSD-Slot bzw. die Nutzung einer Speicherkarte bei einer Netzwerk-Überwachungskamera sinnvoll?

MicroSD-Slot einer Speicher-Überwachungskamera
MicroSD-Slot einer Speicher-Überwachungskamera

Auf den ersten Blick gesehen könnte man meinen, dass bei einer Netzwerkkamera, deren Videosignal mit jedem PC oder einem Netzwerkrekorder mitgeschnitten werden kann, eine unnötige Option ist. Doch es gibt zahlreiche Einsatzbereiche, in denen der MicroSD-Slot wirklich sinnvoll ist.

Möchte man z.B. nicht immer einen NVR oder PC laufen haben, zur dauerhaften Aufzeichnung, ist es von Vorteil, wenn die IP-Überwachungskamera selbstständig aufzeichnen kann. Wichtig kann dies auch sein, wenn z.B. mal der Router ausfällt oder das WLAN gestört wird: Auf der internen Speicherkarte kann die IP-Sicherheitskamera dann weiterhin Videosignal aufzeichnen und es fehlt am Ende nicht wertvolles Beweismaterial, weil Zufall so wollte, dass genau in dem Moment des Netzwerksausfalls ein Diebstahl geschehen ist. Die Modelle unterstützen bereits teilweise MicroSD-Karten bis zu 128 GB, so dass man gut auf eine festplattenbasierte, externe Videoaufnahme verzichten kann.

Hinzu kommt, dass man in voller Auflösung auf Speicherkarte sichern kann, auch wenn man über Netzwerk oder Internet das Videosignal aufgrund der Bandbreite nur in reduzierter Auflösung versendet.Die Aufzeichnungen lassen sich aus der Ferne abrufen, einige Netzwerkkameras übertragen diese sogar per FTP.

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Welche Vorteile hat ein Netzwerkrekorder gegenüber einem PC?

Netzwerkrekorder zur Aufzeichnung von Videoüberwachungskameras auf Festplatte
Netzwerkrekorder zur Aufzeichnung von Videoüberwachungskameras auf Festplatte

PCs sind günstig zu erhalten, in den meisten Firmen ist ohnehin ein Gerät übrig, das man für die Videoüberwachung nutzen könnte. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, ein Hauptargument für einen separaten Netzwerkrekorder ist aber sicherlich der Stromverbrauch, der in der Regel deutlich unter dem eines PCs liegt. Außerdem überzeugt eine leichte Bedienbarkeit und eine oft sehr geringe Größe, die den Einsatz auch dort möglich macht, wo ein herkömmlicher PC zu groß wäre.

Da ein NVR direkt für die Videoüberwachung konzipiert ist, gibt es dort nicht die Probleme, die man von Windows PCs kennt. Besonders, wenn der Rechner evtl. noch für andere genutzt wird, wäre das fatal, wenn dadurch die Videoüberwachung leidet.

Es gibt auch NVR, die sogar schon die Stromversorgung der Überwachungskameras per POE übernehmen und dadurch, dass die Überwachungskameras direkt am NVR angeschlossen werden können, ist es nicht mehr notwendig, ein vorhandenes Netzwerk zu nutzen. So spart man sich, dass das Firmennetzwerk von den großen Datenmengen der Netzwerk belastet wird.

An einen NVR kann direkt ein Monitor per VGA oder HDMI angeschlossen werden, wurde das Gerät einmal konfiguriert, kann der Monitor sogar wieder entfernt und nur bei Bedarf verbunden werden. Der Netzwerkrekorder kann zudem problemlos von jedem PC im Netzwerk angesteuert werden, selbst ein Internetzugriff aus der Ferne ist möglich. Man kann also den NVR einmal einrichten auf eine dauerhafte Aufnahme mit Endlosaufzeichnung (älteste Daten werden bei voller Festplatte gelöscht) und dann immer nur bei Bedarf z.B. per Netzwerk das Videomaterial ansehen.

Der Preis für einen NVR ist deutlich geringer als für einen aktuellen PC, so dass auch hier ein Pluspunkt für den Netzwerkrekorder liegt. Für die Verarbeitung von hochauflösendem Videomaterial einer Überwachungskamera braucht man in der Regel auch einen leistungsstarken PC, so dass man billigen Lösungen nicht besonders weit kommt.

Bei der Auswahl des Modells sollte darauf geachtet werden, wie viele IP Überwachungskameras der NVR unterstützt. Wenn man zurzeit nur 4 Kameras benötigt, ist es vielleicht doch sinnvoll ein 8-Kanal-System zu wählen, um später aufrüsten zu können. Wichtig ist auch, dass der NVR das ONVIF-Protokoll unterstützt, was diese aber in der Regel tun.

Dann kann man jede ONVIF-fähige Überwachungskameras ­ die Mehrzahl der IP-Kameras unterstützt diesen Standard mittlerweile ­ mit dem Netzwerkrekorder verbinden. Man ist also nicht auf einen einzelnen Hersteller beschränkt und kann auch zukünftige Modelle weiter nutzen.

Tipps, um ein Set zur Videoüberwachung zusammenzustellen

Brauche ich ONVIF?

ONVIF ist ein Standard für Netzwerkkameras auf den sich führende Hersteller geeignet haben. Es ist ein offener Standard, so dass weitere Hersteller dieses Protokoll für Ihre IP-Kameras nutzen können. Früher sah es so aus: Hatte man zwei IP Kameras von zwei Herstellern, konnte man sich fast sicher sein, dass die Software der einen Überwachungskamera nicht mit der anderen funktioniert hat.

Da dies die Fortschritt gehemmt hat und um den Kunden Investitionssicherheit zu garantieren, wurde der Standard ins Leben gerufen, den nun ein Großteil der Netzwerkkameras, ebenso wie viele Netzwerk-Rekorder unterstützen. Möchte man sicher sein, sein Videoüberwachungsset auch später noch ergänzen zu können mit Produkten unterschiedlicher Hersteller, sollte man beim Kauf immer darauf achten, dass es sich um eine ONVIF-Überwachungskamera handelt.

Viele Interessenten möchten wissen, ob Sie ihre vorhandene Software zur Videoüberwachung mit einer neu zu erwerbenden Überwachungskamera verwenden können. Der einfachste weg ist auch hier zu prüfen, ob die Überwachungssoftware ONVIF unterstützt. Natürlich geht es zum Teil auch ohne, aber wer auf Nummer gehen will, vertraut ONVIF.

Da der Standard sich mittlerweile durchgesetzt hat, verfügt fast jede Überwachungskamera in unserem Shop über das Protokoll.

Welche Features auf Softwareseite sind wichtig?

Besonders beim Kauf einer Netzwerküberwachungskamera oder auch eines Netzwerkrekorders muss man darauf achten, welche Eigenschaften die Software hat, also welche Möglichkeiten und Einstellungen gegeben sind.

Bewegungerkennung:
Der wohl wichtigste Punkt bei einer Überwachungskamera ist für viele die Bewegungserkennung. Der Grund liegt auf der Hand: Wer Räume überwacht, die nur selten betreten werden, wie z.B. ein Büro nach Feierabend, möchte sich bei der Auswertung nicht durch stundenlanges Videomaterial kämpfen, in dem nichts passiert. Doch nicht nur das, in der Regel können die IP-Kameras und Netzwerkrekorder bei erkannter Bewegung auch eine E-Mail oder Push-Nachricht versenden ­ so dass das Videoüberwachungssystem wie eine Art Alarmanlage funktionieren kann.

Wenn keine Bewegung erfolgt, gibt es auch keine Aufnahme, so dass man sich also sicher sein kann, dass niemand nach Feierabend das Büro betreten hat.

In der Bewegungserkennung gibt es ebenfalls Unterschiede. Einige Überwachungskameras können mehrere Bereiche in einem Bild festlegen, so dass z.B. nur dann eine Bewegung detektiert wird, wenn diese in einem bestimmten Bereich des Raumes erfolgt. Das ist z.B. sinnvoll, wenn man gleichzeitig einen abgesperrten Bereich und einen öffentlichen Bereich filmt. Damit die Bewegung im öffentlichen Bereich keine Aufnahme auslöst, kann die Area der Motion Detection so gewählt werden, dass nur der abgesperrte Bereich erfasst wird.

Ebenso kann die Empfindlichkeit eingestellt werden, so dass z.B. bei kleineren und langsamen Bewegungen, wie z.B. durch Insekten im Videobild, keine Aufnahme ausgelöst wird.

Anwendungsbereiche:

  • Bereiche überwachen, zu denen niemand Zutritt hat, z.B. ein abgesperrter Bereich einer Baustelle oder eines Flughafens
  • Erfassen von allen Personen in einem Bereich, indem sich regelmäßig Besucher aufhalten, aber auch Pausen entstehen. So wird die Auswertung vereinfacht
  • Nutzen der IP Überwachungskamera (oder des NVRs) als Alarmanlage. Es kann dann bei erkannter Bewegung eine E-Mail gesendet werden, durch die man alarmiert wird, wenn sich jemand unbefugt in einem Bereich befindet, in dem sich keine Person mehr aufhalten soll (z.B. im Büro nach Feierabend).

E-Mail-Funktion:
Neben der schon genannten Möglichkeit, bei Bewegungserkennung eine E-Mail zu versenden, bieten einige Modelle die praktische Funktion, in einem regelmäßigen Intervall ein Foto zu versenden. Man kann also überall dort, wo man seine E-Mail empfängt ohne große Konfiguration nachsehen, was sich grade im überwachten Bereich abspielt. Das kann z.B. relevant sein, wenn man einen Raum überwacht, indem sich regelmäßig Besucher finden und man sichergehen will, dass keiner der Besucher z.B. eines der wertvollen Bilder im Raum entwendet hat.

Da beim E-Mail-Versand weniger Daten übertragen werden müssen, als wenn man das Livebild ansieht, ist dies besonders empfehlenswert, wenn man auch auf dem Smartphone regelmäßig sehen will, was vor sich geht, aber kein leistungsstarkes, mobiles Netz zur Verfügung hat. Zudem können auch oft mehrere E-Mail-Adressen gleichzeitig angemailt werden, so dass die Sicherheit für einen Bereich einfach auf mehrere Schultern verteilt werden kann.Anwendungsbereich:
Hält sich nach einem bestimmten Zeitpunkt niemand mehr in einem Bereich auf oder sollte ein bestimmter Bereich im Grunde ohnehin nicht betreten werden, kann eine per Bewegungserkennung versendete E-Mail als Alarmnachricht versendet werden. Dann kann man sofort per Fernzugriff prüfen, ob Gefahr besteht oder es sich um einen falschen Alarm handelt, der z.B. durch einen Mitarbeiter ausgelöst wurde.

Ein regelmäßiger E-Mail-Versand ermöglicht es dem Nutzer, ohne dauerhaft auf der Überwachungskamera eingeloggt zu sein, einen Überblick über das Geschehen im Umfeld der Kamera zu behalten. Da das Abrufen von E-Mails weltweit möglich ist, ist eine solche Funktion sehr komfortabel, besonders auch für Menschen, die viel unterwegs sind.

Was tun, wenn der E-Mail-Versand scheitert?

Überwachungskameras versenden E-Mails zur Alarmierung
Überwachungskameras versenden E-Mails zur Alarmierung

FTP-Upload:
Videodaten oder Fotos können bei Bewegungserkennung, aber auch in regelmäßigem Intervall auf einen FTP Server hochgeladen werden. So benötigt man in der Nähe der Überwachungskamera kein festes Aufnahmegerät mit Festplatte (PC oder NVR), sondern kann die Daten einfach über das Internet abrufen.

Nicht jede Überwachungskamera ist dabei gleich leistungsfähig. Fast jedes Modell kann bei Bewegungserkennung per FTP Bilder hochladen, aber alles darüber hinaus – wie ein FTP Upload von Videos oder im Intervall – muss explizit in der Beschreibung erwähnt sein, damit es funktioniert.
Maskierung von Bereichen:

Maskieren Sie Privatbereiche, um Datenschutzverordnungen einzuhalten
Maskieren Sie Privatbereiche, um Datenschutzverordnungen einzuhalten

Anwendungsbereich

  • Die Anwendung einer Maskierung vom Kamerabild ist vor allem sinnvoll, um rechtliche Probleme zu vermeiden, die entstehen können, wenn man einen Bereich überwacht, den man laut Gesetz nicht per Video ansehen oder aufzeichnen darf.

Bildeinstellungen:

Screenshots von Überwachungskamera-Software
Screenshots von Überwachungskamera-Software

Anwendungsbereich

  • Wird eine Umgebung mit eher ungewöhnlicher Lichtgebung überwacht, kann es sinnvoll sein, die Kameraeinstellungen zu ändern
  • Auch um hohe Kontraste erfolgreich darzustellen, z.B. zur Erkennung von Nummernschildern, eignet sich die Bildregulierung

OSD-Einstellungen:

Bei den „On Screen Display“-Einstellungen handelt es sich um die Möglichkeit, ins Videobild z.B. einen kleinen Text einzufügen, der mit aufgenommen wird. Bei mehreren Kameras könnte man so z.B. in ein Videobild „Eingangshalle“ schreiben, ins andere dann „Lager“.

Bild drehen und spiegeln:

Nicht immer kann die Überwachungskamera so befestigt werden, dass diese genau grade auf einen zu überwachenden Bereich ausgerichtet ist. In vielen Fällen sind die Modelle sogar so ausgelegt, dass man sie nicht nur an der Decke, sondern z.B. auch per Standfuß befestigen kann. Dann ist es natürlich unabdingbar, dass über die Software ein drehen („flip“) eingestellt werden kann. Je nach Einsatzbereich kann auch das Spiegeln der Videobildes notwendig sein.

Dual-Stream, Multi-Stream, einstellbare Videoauflösung und Qualität:

Man fragt sich auf den ersten Blick vielleicht: Warum sollte ich meine Videoauflösung und Bildqualität im Menü der Überwachungskamera herunterschrauben wollen und nicht immer die volle Leistung nutzen? Das ist ganz einfach erklärt: Innerhalb eines Netzwerks reicht die Bandbreite in der Regel immer für die volle Leistung aus. Doch sobald man das Videosignal ins Internet übertragen will, sind viele Anschlüsse durch eine nicht besonders leistungsfähige Internetleitung begrenzt.

WLAN-Kameras übertragen ihr Signal über den Router an PC und Smartphone
WLAN-Kameras übertragen ihr Signal über den Router an PC und Smartphone

Damit man gleichzeitig über Netzwerk hohe Qualität, aber übers Internet und vor allem über den Zugriff per Smartphone ein flüssiges Bild hat, können die meisten IP-Überwachungskameras mehr als einen Stream gleichzeitig ausgeben. Dieser ist dann in der Videoauflösung und Qualität und oft auch in der Anzahl der Bilder pro Sekunde einstellbar. Meist kann man auch eine genaue Datengröße festlegen, die der Stream pro Sekunde haben soll.

So kann man sichergehen, dass man, wenn man z.B. auf Geschäftsreise ist und per 3G auf das Videosignal der Überwachungskamera zugreifen will, nicht nur ruckelige Bilder erhält, sondern flüssige, wenn auch etwas niedriger auflösende Bilder. Hat man dann die Möglichkeit im WLAN zu surfen, kann man den Substream mit etwas höhere Auflösung wählen, während vor Ort weiterhin alles vom NVR in höchster Qualität mitgeschnitten wird.

Beispiel: Main-Stream: 1920 x 1080 Pixel, 30 FPS (für Zugriff innerhalb des Netzwerks).
Sub-Stream: 1280 x 720 Pixel, 15 FPS (für Zugriff via Festnetz-Internet)
Mobile-Stream: 640 x 480 Pixel, 10 FPS (für Zugriff via Unterwegs-Internet)

Zeitplan-Steuerung:

Die Aufnahme von Überwachungskameras kann per Zeitplan gesteuert werden
Die Aufnahme von Überwachungskameras kann per Zeitplan gesteuert werden

Ein wichtiges Werkzeug zur Steuerung der Überwachungskamera ist der Timer. Man kann dort für jeden Tag der Woche einen oder mehrere Zeitbereiche festlegen, in denen aufgenommen werden soll. Darüber hinaus lässt sich meist noch einstellen, ob man eine dauerhafte Aufnahme möchte oder ob in der aktiven Phase die Aufnahme per Bewegung oder Alarmeingang ausgelöst wird.

Wenn man also z.B. ein Büro nur nach Feierabend sichern will, geht dies am komfortabelsten mit einer Zeitplansteuerung. Damit spart man sich auch viel Speicherbedarf.

Wenn man also z.B. ein Büro nur nach Feierabend sichern will, geht dies am komfortabelsten mit einer Zeitplansteuerung. Damit spart man sich auch viel Speicherbedarf.

Zugriff per Smartphone und Tablet via App (Android, iOS)

Zahlreiche IP Kameras sowie auch Netzwerkrekorder ermöglichen den Zugriff via App per Smartphone und Tablet. Dabei werden in der Regel die Marktführer Android und iOS (iPhone / iPad), während andere Betriebssysteme doch eher außen vor sind (Symbian, Windows, Blackberry). Die Apps verfügen über unterschiedliche Funktionen. Manche bieten im Grunde nur die Liveansicht, andere machen es möglich, auf dem Smartphone oder Tablet selbst Videos und Fotos aufzunehmen. Auch können zum Teil die Aufnahmen, die die Überwachungskamera auf MicroSD-Karte angefertigt hat, per App angesehen werden. Die PTZ-Steuerung einer Überwachungskamera kann in einigen Fällen auch per App kontrolliert werden. Die Apps gibt es meist kostenlos zur IP-Kamera oder dem NVR dazu, diese können direkt im jeweiligen Shop des Betriebssystems heruntergeladen werden.

Alarmein- und Ausgang

Wer sein Objekt sichern will, nutzt neben einer Videoüberwachung häufig auch eine Alarmanlage. Da liegt es nahe, beides verbinden zu wollen. Wenn die Überwachungskamera einen Alarmeingang- und ausgang hat ist dies möglich. So kann zum einen die Bewegungserkennung der Überwachungskamera einen Alarm der Alarmanlage auslösen. Andersherum aber z.B. auch ein Glasbruchsensor des Alarmsystems dafür sorgen, dass eine Videoaufnahme startet.

Hat die Überwachungskamera einen solchen Anschluss nicht, können Sie immer noch einen Netzwerkrekorder erwerben, der über einen Alarmeingang und -ausgang verfügt.

Was ist DDNS und wofür wird es benötigt?

Um aus dem Internet auf eine IP-Kamera zuzugreifen, benötigt man die WAN-IP des Netzwerks, in dem sich die Überwachungskamera befindet. Das ist in der Regel die IP des Routers, die dieser nach außen, also zum Internet hin, hat. Diese bekommt der Router vom Provider gestellt. In seltenen Fällen ist diese statisch ­ also immer gleich ­ dann benötigt man kein DDNS. Doch wenn es sich um eine dynamische IP handelt, ändert sich diese regelmäßig. Das bedeutet dann: Hat man eine IP-Kamera z.B. unter der IP 80.80.80.10 mit der passenden Port-Weiterleitung eingerichtet, hilft einem das nichts mehr, wenn die IP am nächsten Tag vom Provider geändert wurde.

An der Stelle kommt dann der DDNS (Dynamic Domain Name System) zum Einsatz. Es wird eine URL eingerichtet (z.B. wie https://meinefirma.ddnsserver.de). Die Accountdaten für diese URL trägt man dann in der IP-Kamera oder im Router ein. Die Geräte senden dann automatisch die aktuelle WAN-IP-Adresse an den DDNS-Service. Die URL leitet also immer auf die aktuelle IP weiter, egal wie oft diese geändert wird. So hat man quasi eine künstliche statische IP und erreicht seine Überwachungskamera immer unter der gleichen Adresse.

Es gibt verschiedene kostenlose DynDNS-Dienste, kostenpflichtige Dienste bieten dann zum Teil noch erweiterten Service wie z.B. eine eine Top-Level-Domain. Alternativ kann man auch erst einmal seinen Provider fragen, ob ein statische IP möglich ist. Besonders im Geschäftskundenbereich gibt es dafür Lösungen, die dann u.a. den Betrieb einer Netzwerkkamera erleichtern können.

Um die Konfiguration von Netzwerk-Überwachungskameras zu vereinfachen, setzen immer mehr Hersteller auf P2P. In diesem Fall sind keine Routereinstellungen und kein DDNS mehr notwendig, für den Zugriff per Internet.

Wo bekomme ich einen kostenlosen DDNS Service?

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Nachtsichtfähige Überwachungskameras

Kleine Outdoor-LAN-Überwachungskamera mit Nachtsicht
Kleine Outdoor-LAN-Überwachungskamera mit Nachtsicht

Nachtsicht-LEDs gehören schon fast dazu zu einer Überwachungskamera, nur noch wenige Modelle kommen ohne aus. Doch hier gibt es große Unterschiede, vor allem in der Reichweite. Vor dem Kauf sollte geprüft werden, welche Reichweite ausgeleuchtet werden soll.

Beispiel: Sie möchten von Ihrem Firmengebäude aus das Eingangstor überwachen, welche nicht beleuchtet ist. Nun sollten Sie mit einem Rollmaßband möglichst genau messen, welchen Abstand zwischen Eingangstor und Firmengebäude die Überwachungskamera mit Ihren Nachtsicht-LEDs überwinden muss. Rechnen Sie dann sicherheitshalber noch ca. 10 Meter drauf, damit Sie sich nach dem Kauf nicht ärgern, dass etwas zu knapp geworden.

Mit dieser Angabe durchsuchen Sie dann unser Sortiment und suchen sich die passende Nachtsicht-IR-Kamera aus. Wichtig hier: Ab einer größeren Reichweite sollten Sie, vor allem wenn Sie z.B. ein Gesicht auf eine größere Entfernung hin erkennen möchten, auf einen optischen Zoom achten. Denn die reine Sichtweite von z.B. 60 Metern heißt selbst bei Full-HD-Auflösung nicht, dass man einen Menschen identifizieren kann.Falls Sie eine bestimmte Überwachungskameras mit Nachtsicht gekauft haben und nun merken, die Sichtweite in der Nacht müsste noch höher sein, können Sie mit LED-Scheinwerfern Abhilfe schaffen. Die sind generell immer eine gute Wahl, da man mit diesem das Licht unabhängig von der Überwachungskamera platzieren kann und auch Bereich gut auszuleuchten sind, die mit LEDs direkt an der Kamera egal mit wie viel Leistung einfach nicht gut aufzuhellen wären.

Die meisten Überwachungskameras setzen auf leistungsstarke 850-nm-LEDs. Diese haben nur einen Nachteil, in der Dunkelheit sind sie bei Aktivität durch glimmen sichtbar. Wenn man komplett unsichtbare Nachtsicht haben will, muss man auf 940 nm setzen. Dies wird vor allem im Bereich der getarnten Überwachungskameras verwendet. Die LEDs sind etwas weniger leistungstark, die Überwachungskamera bleibt aber in der Dunkelheit komplett verdeckt.

Es hängt also vom Einsatz der Nachtsichtkamera ab, ob man 850nm oder 940nm bevorzugt. Besonders für hohe Sichtweiten sind 850nm zu empfehlen, in den meisten Fällen sind Überwachungskamera ohnehin in erster Linie auch zur Abschreckung gedacht, einen Effekt den die rot glimmenden LEDs noch verstärken.

In regelmäßigen Abständen kommt der Wunsch nach nicht glimmenden LEDs in einer Überwachungskamera aufgrund einer nicht gemachten Überlegung des Interessenten: Möchte man die Diebe eigentlich lieber Abschrecken oder die Tat aufzeichnen. Abschreckung ist in den meisten Fällen die beste Variante für Anwender, da es viel Aufwand spart und das Eigentum gar nicht erst zur Beute wird ­ von den Sachschäden mal ganz abgesehen.

In unserem Sortiment befindet sich PTZ-Überwachungskameras mit Sichtweiten von mehreren hundert Metern. Extrem große Bereiche können also heutzutage problemlos mit einer einzigen IP-Kamera gesichert werden.

Was tun, wenn die Nachtsichtreichweite nicht ausreichend ist?

Große Bereiche sichern: Schwenken und Neigen oder gleich 360° Panorama?

360°-Überwachungskamera mit 12 Megapixel-Videoauflösung
360°-Überwachungskamera mit 12 Megapixel-Videoauflösung

Um größere Bereiche wie z.B. eine große Lagerhalle mit Überwachungskameras zu sichern hat man verschiedene Möglichkeiten. Entweder erwirbt man mehrere Sicherheitskameras, was dann mit einem entsprechenden Aufwand, sowohl bei den Kosten, als auch bei der Installation verbunden ist. Diese können dann z.B. in allen Ecken des Raumes angebracht werden und ergänzen sich soweit, dass so gut wie keine Lücke in der Überwachung entsteht.

Als Alternative dazu kann auch eine Schwenk- und Neigekamera montiert werden, z.B. in der Mitte des Raumes an der Decke, die regelmäßig ihren Blickwinkel verändert, so dass jeder Bereich nach und nach angezeigt wird. Der Vorteil ist ein geringerer Installationsaufwand sowie geringere Kosten, da man nur ein Modell benötigt. Dieses Modell kann dann dementsprechend auch etwas teurer sein, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Ganz ohne Nachteil ist das ganze natürlich nicht: Es gibt immer Momente in denen die Überwachungskamera einen Teil nicht sieht. Wer also z.B. einen Ladendieb erfassen will, kann das Problem haben, dass dieser genau dann etwas in die Tasche steckt, wenn er grade nicht im Blickfeld ist.

Anders ist es bei der 360°-Überwachungskamera. Diese verfügt über ein Fischaugenobjektiv und nimmt lückenlose sehr große Räume auf. Je nach Modell kann das Bild dann von der Software so gerechnet werden, dass der Fischaugeneffekt verschwindet und man das Bild so sieht, als wären tatsächlich mehrere Überwachungskameras verbunden. Mit Auflösungen von bis zu 12 Megapixeln sind dabei enorm detaillreiche Videoaufnahmen möglich, die locker mehrere herkömmliche IP-Sicherheitskamera ersetzen.

5MP-Netzwerkkamera mit 18-fachem Zoom und hoher Nachtsichtweite
5MP-Netzwerkkamera mit 18-fachem Zoom und hoher Nachtsichtweite

Welche Lösung in Frage kommt, hängt auch von der Räumlichkeit ab und dem Einsatzzweck ab. Wenn eher bestimmte Bereiche eines Raums in hoher Auflösung und mit möglichst viel Details gefilmt werden sollen, aber eine Gesamtüberwachung nicht zwingend lückenlos sein muss, ist man mit 4 einzelnen Überwachungskamera gut bedient, für lückenlose Übersicht eignet sich eine 360°-IP-Kamera. Wer etwas dazwischen benötigt, sollte eine schwenk- und neigbare Dome-PTZ-Überwachungskamera verwenden.

Im IP-Kamera Bereich wird Schwenken und Neigen einfach per Mausklick erledigt, bei analogen PTZ-Kameras hingegen wird meist bestimmte Hardware benötigt, wie ein Joystick, um komfortabel Schwenken und Neigen zu können. Optional gibt es für IP-PTZ-Kameras aber ebenfalls Joystick-Controller.

Fast allen PTZ-Kameras ist es gemein, dass diesen verschiedene Positionen eingespeichert werden können, die dann in einem bestimmten Intervall abgerufen werden. Die Sicherheitskamera schwenkt und neigt sich also selbstständig.

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Die Vorteile einer Kamera mit Zoom

Kleine Überwachungskamera mit Schwenken, Neigen und Zoomen
Kleine Überwachungskamera mit Schwenken, Neigen und Zoomen

Ein integrierter Zoom bedeutet meist auch einen höheren Preis der Überwachungskamera. Ob man den für gerechtfertigt hält, hängt vom Einsatzzweck ab. Wer nur schlicht sehen möchte, ob jemand den zu überwachenden Bereich betritt oder nicht, der benötigt nicht unbedingt einen Zoom. Wenn es aber wichtig ist, in einem Abstand von 30 bis 40 Metern ein Gesicht zu erkennen, da man z.B. einen Eindringling später identifizieren möchte, sollte man eine Überwachungskamera mit Zoom wählen.

Bei den IP-Kameras ist es dabei so gelöst, dass man einfach per Software und Browserzugriff das Bild heran- und herauszoomen kann. Mehr als ein Mausklick ist nicht notwendig, um ein Detail näher heranzuholen. Es gibt auch Zoom-Überwachungskameras mit manuellem Zoom, der am Gehäuse eingestellt wird.

Anwendungsbereiche:

  • Identifikation von Gesichtern auf große Entfernung
  • Erfassen von entfernten Bereiche, wie z.B. einer Toreinfahrt, um dort z.B. Nummernschilder sehen zu können

UMTS 3G / LTE 4G Überwachungskameras

Solarkamera mit Datenübertragung per LTE
Solarkamera mit Datenübertragung per LTE

Mit der hervorragenden LTE-Netzabdeckung, die immer weiter voranschreitet, kann man ganz einfach eine ip-basierte Videoüberwachung da einrichten, wo kein Festnetzinternet vorhanden ist.

Mit Hilfe von UMTS & LTE Überwachungskameras kann eine Videoüberwachung mit Fernzugriff auch da eingerichtet werden, wo keine Festnetz-Internet vorhanden ist. Baustellen, Ferienwohnungen, Yachten, Lagerhallen und andere Objekte können so gesichert werden. Eine Bewegungserkennung ist möglich, dann versendet die UMTS/LTE-Kamera eine E-Mail oder Push-Nachricht und der Nutzer wird gewarnt.

Er kann dann mit seinem Smartphone, Tablet oder PC per App in das Livebild hineinsehen und überprüfen was vor sich geht. Einige Modelle verfügen über die Möglichkeit, Solarzellen und Akkus mit einzubinden, um eine komplett autarke Videoüberwachung zu realisieren. Je nach Wetterlage ist ein völlig vom Stromnetz unabhängiger Betrieb über einen großen Zeitraum möglich.

MMS Überwachungskameras / GSM Kamera

Sehr kleine MMS-Kamera mit Speicherfunktion
Sehr kleine MMS-Kamera mit Speicherfunktion

In der Regel günstiger als UMTS-Kamera, aber sehr flexibel in der Anwendung sind MMS Kameras. Diese können per SMS Befehl und auch bei Bewegungserkennung eine MMS mit dem Handybild an den Nutzer senden. Dies funktioniert auch ohne UMTS, da MMS auch im 2G-Netz versendet werden können. Daher werden diese auch GSM Überwachungskameras genannt. Der Nachteil besteht im Vergleich zur UMTS/LTE Kamera mit der geringeren Auflösung. In vielen Fällen zeigt sich aber, dass die Anwender sehr zufrieden sind, da trotz geringer Bildqualität dennoch z.B eine Person erkannt werden konnte, die des Diebstahl überführt wurde.

Versendet werden können per MMS im Übrigen nicht nur Fotos, sondern auch Videoclips. Die meisten MMS-Kameras punkte darüber hinaus mit der Funktion, dass man das Gerät anrufen kann, um ins Umfeld hineinzuhören. Zudem auch mit einer Aufzeichnung auf Speicherkarte, die aus der Ferne per SMS gestartet und gestoppt werden kann.

MMS-Überwachungskameras verfügen oft über sehr geringe Abmessungen und eine Spannungsversorgung per Akku. Der Einsatz ist daher flexibel möglich.

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Funk Videoüberwachung ­ kabellose Sicherheitskameras

Mini-Funkkamera
Mini-Funkkamera

Der Einsatz von Funküberwachungskameras, also Überwachungskameras, die ein analoges Videosignal per Funk übertragen, ist deutlich zurückgegangen. Das liegt an der stetig fortschreitenden Entwicklung zum einen von digitaler Funkübertragung wie COFDM, aber vor allem auch den WLAN Kameras.

Vorteile sind u.a. eine in der Regel höhere Auflösung und eine oft schon bestehende Infrastruker, welche Kosten spart. Zudem ist die Sicherheit eines WLANs als sehr hoch einzustufen, sofern die richtigen Einstellungen getätigt werden und man eine Verschlüsselung wie WPA2 nutzt.

Dennoch gibt natürlich Einsatzumgebungen, in denen die Funk-Kamera, besonders aufgrund der einfachen Konfiguration ­ Überwachungskamera an, Empfänger an, gleichen Kanal einstellen ­ effektiver sind als WLAN Kameras.

Videoauflösung: Full HD, 4MP, 5MP, 4K

Wetterfeste 4-MP-Videoüberwachungskamera für den Außenbereich
Wetterfeste 4-MP-Videoüberwachungskamera für den Außenbereich

Ins Thema Videoauflösung von Überwachungskameras ist im Jahre 2016 eine gehörige Bewegung gekommen. Während Full HD in den letzten Jahren das Schlagwort war, dass jedes haben wollte, suchen viele Interessenten 4 Megapixel und mehr. Gleichzeitig sinken die Preise, so dass man auch für ein verhältnismäßig geringes Budget schon extrem hohe Auflösungen erhält.

Benötigt man die hohe Auflösung? Unser erster Eindruck sagt: ja. Je detaillreicher ein Videobild ist, desto besser kann man bei der Auswertung Details wie z.B. Aufdrucke auf T-Shirts oder Gesichter erkennen, um später kriminelle Personen zu überführen.

Besonders sinnvoll sind die hohen Auflösungen bei 360°-IP-Kameras. Diese Panoramakameras errechnen aus einem Videobild ein virtuelles Signal von mehreren herkömmlichen Überwachungskameras. Je höher also die Videoauflösung, desto besser kann man mit nur einer 360°-Überwachungskamera große Bereiche sichern.

12 Megapixel sind keine Seltenheit mehr, im unseren Preissegment etabliert sich 4MP und 5MP, wobei es hier große Unterschiede gibt. Ein Sonybildsensor liefert z.B. ein deutlich rauschfreieres Bild als herkömmliche No-Name-Sensoren.

Auch 4K-Überwachungskameras kann man mit mittlerem Budget bereits erwerben. Wichtig zu bedenken ist, dass man z.B. auch Netzwerkrekorder benötigt, die die hohe Videoauflösung unterstützen. Wenn man also bereits Aufzeichnungstechnik vorhanden hat, kann diese zu veraltet sein, für eine neue, hochauflösende Überwachungskamera.

Brauche ich ein Mikrofon?

Die Notwendigkeit der Aufzeichnung oder Übertragung von Ton ist immer von der jeweiligen Einsatzsituation abhängig. Was viele nicht bedenken ist: Habe ich z.B. eine Überwachungskamera mit 60 Metern Reichweite und die Kamera hat ein Mikrofon integriert, ist es technisch bedingt nicht möglich, dass das Mikrofon dann auch Geräusche in 60 Metern Entfernung aufzeichnet. Daher ist dies eigentlich nur für den Nahbereich sinnvoll, also z.B. wenn als Ermittler eine verdeckte Überwachungskamera nutzt, um ein Gespräch aufzuzeichnen. Neben integrierten Mikrofonen bieten einige Kamera-Modelle auch die Möglichkeit, externe Mikrofone, die dann z.B. höhere Reichweite haben, anzuschließen.

Ansonsten sollte man eher zusätzliche Outdoor-Audiorecorder oder Audio-Sender verwenden, die dann an einem Punkt montiert werden können, an dem sich die Quelle der Geräusche befindet.

Audioübertragung nimmt auch immer ein wenig Bandbreite weg, was bei IP-Kameras dazu führen kann, dass bei einem weniger leistungsstarken Übertragungsweg das Videosignal leidet. Man sollte sich also bewusst darüber sein, was man mit der Überwachungskamera vorhat, bevor man ein Mikrofon als zwingende Eigenschaft voraussetzt.

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Wetterfeste Outdoor-Kameras

Großaufnahme von Objektiv und Nachtsicht-IR-LEDs einer Überwachungskamera
Großaufnahme von Objektiv und Nachtsicht-IR-LEDs einer Überwachungskamera

Beim Kauf einer Sicherheitskamera muss man immer darauf achten, dass diese auch wetterfest ist, wenn man einen Außeneinsatz wünscht. Andersherum kann man natürlich jede Outdoor-Kamera auch innen verwenden. Wenn man ein Modell für Innen sucht, aber von den Eigenschaften eins für den Außenbereich überzeugt, kann man also bedenkenlos zugreifen. Auch weil man langfristig die Überwachungskamera ja vielleicht doch noch im Außenbereich einsetzen will.

Die Outdoor-Überwachungskameras müssen Schnee, Regen und Feuchtigkeit trotzen, das Gehäuse muss die empfindliche Elektronik schützen. Ist nämlich einmal Feuchtigkeit in der Kamera, verdirbt einem im besten Fall nur eine beschlagene Linse den Spaß an der Videoüberwachung. Die Outdoortauglichkeit von elektronischen Geräten wird in Schutzklassen angegeben. Schutzklasse IP 66 ist in der Regel ein guter Wert.

Außerdem ist eine hohe Temperaturunempfindlichkeit wichtig, damit der Einsatz auch bei Minusgraden oder großer Hitze möglich ist.Outdoor-Kameras eignen sich daher auch für Indoor-Einsätze z.B. im heißen Maschinenraum oder in einem Kühlraum.

Batterie- und akkubetriebene Sicherheitskameras

Besonders im Bereich der Outdoor-Kameras ist es oft so, dass weder Internet für IP-Kameras vorhanden ist, noch eine Stromversorgung aus der Steckdose. Wer einen Fernzugriff benötigt, der muss sich also über die Verwendung von UMTS und MMS Gedanken machen, damit die Bilder z.B. auf einem Smartphone ankommen.Besonders Wildkameras kombinieren die Vorteile von wetterfestem Gehäuse, MMS- oder E-Mail-Versand und Batterie- bzw. Akkubetrieb zu einem großen Ganzen. Während die Wild-Überwachungskameras eigentlich aus dem Bereich von Jagd und Forst stammen, werden diese auch immer beliebter für die Überwachung von Baustellen, Yachten, Ferienhäusern und Lagerhallen, die nicht mit Strom versorgt sind.

Mit nur einer Batterieladung sind oft Standbyzeiten von mehrere Monaten und darüber hinaus möglich. Dafür sorgen die integrierten Bewegungsmelder, die genau dann etwas aufzeichnen, wenn sich jemand im Umfeld bewegt und ansonsten den Akku oder die Batterien schonen. Einige Modelle setzen zudem noch auf Solar, um den Akku zu laden.

Nachtsicht-LEDs sorgen dafür, dass man auch im Dunkeln eine Video- oder Fotoaufnahme anfertigen kann, meist werden dabei sogar nicht glimmende LEDs genutzt (940nm Wellenlänge). Dies geht auch auf die Herkunft der Tierbeobachtung zurück, da glimmende LEDs an der Überwachungskamera die Tiere stören würden. Natürlich kann man so auch Einbrecher überlisten, da die Sicherheitskamrea komplett unsichtbar bleibt.

Gespeichert wird auf SD-Karte. Ist eine SIM-Karte eingelegt können viele Modelle MMS ans Handy versenden, aber auch E-Mails. Das geschieht dann im Fall der Bewegungserkennung oder per manueller Auslösung via SMS.

Wildkameras sind nicht die einzige Lösung zur akkubetriebenen Videoüberwachung. Sowohl im WLAN, als auch im UMTS/LTE-Bereich stehen zahlreiche Modelle zur Verfügung. Zum Teil kann die Akkulaufzeit auch mit Solarzellen verlängert werden.

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Planung einer Videoüberwachung – Optimale Positionierung von Überwachungskameras

Wohlüberlegt bei der Einrichtung einer Videoüberwachung will es sein, wo man die Sicherheitskameras aufstellt. Abhängig ist dies von Blickwinkel und Reichweite des Geräts, ab gesehen davon auch, ob man eine schwenk- und neigbare Überwachungskamera verwendet oder statische.

Ist ein Schwenken, Neigen und Zoomen möglich, ist man recht flexibel in der Positionierung, was einem dann zu Gute kommen kann, wenn man durch bauliche Begebenheiten oder simple Tatsachen, wie dem Mangel an Steckdosen, die Überwachungskameras nicht so optional positionieren kann, wie es erforderlich wäre. Da die meisten Sicherheitskameras die Möglichkeit bieten, das Bild softwaremäßig zu drehen oder spiegeln, ist man als Anwender flexibel in der Montage.

Vor der Installation sollte man sich im Klaren darüber sein, was man genau überwachen will. Soll nur die Eingangstür gesichert sein, um zu registrieren wer kommt und wer geht. Soll das Lager überwacht werden, um Diebstahl festzustellen. Soll es kompletter Überblick einer Halle gegeben sein. Abhängig davon sollte schon beim Kauf darauf geachtet werden, ob der Blickwinkel der Überwachungskameras ausreichend hoch ist. Bei der Einrichtung muss man die Sicherheitskameras dann so montieren, dass diese auch z.B. wirklich die Eingangstür erfassen. Im Optimalfall werden alle wichtige Bereiche erfasst, soll ein kompletter Raum bis in jede Ecke überwacht werden, bedeutet dass, das die Positionierung so gewählt werden muss, dass keine „toten Winkel“ entstehen. In einer großen Lagerhalle mit hohen Schränken kann dies bedeuten, dass für jede einzelne Lagerreihe ein eigene Überwachungskamera befestigt werden muss. Bedenken Sie dies vor dem Kauf.

Wichtig ist dann auch zu entscheiden, ob man kabelgebundene Überwachung oder Funk bzw. WLAN Übertragung wählt. Ist ein großer Aufwand notwendig, um die Kabel zu verlegen, muss auf jeden Fall geklärt sein, dass die Überwachungskamera an ihren zukünftigen Positionen auch wirklich passend sind. Bei WLAN- und Funk-Kameras kann man immer noch flexibel die Position ändern. Dies ist zu bedenken, auch wenn man ohnehin noch nicht sicher ist, ob langfristig die Videoüberwachung nicht an einer anderen Stelle sinnvoller wäre. Da WLAN Überwachungskameras fast immer auch über einen LAN-Anschluss verfügen, kann man nach einer WLAN-Testphase auch immer noch das LAN-Kabel anschließen, um nicht vom Funknetzwerk abhängig zu sein.

Einfacher wird es natürlich, wenn ohnehin schon Kabelkanäle oder auch bereits Netzwerkkabel verlegt sind.

Planung einer Überwachung ­ was benötige ich?

Mit einer oder mehreren Überwachungskameras ist es in der Regel nicht getan. Wenn man nicht auf Modelle setzt, die intern aufzeichnen, sondern reine Analogkameras hat, benötigt man einen Digital Video Rekorder zur Aufzeichnung. Die geschieht heutzutage auf Festplatte. An diesem Rekorder werden auch Monitore angeschlossen, um das Livebild anzusehen oder die Aufnahmen wiederzugeben. Viele der DVR können Daten auf einen USB-Speicher sichern. So kann man, wenn z.B. ein Dieb überführt wurde, das Videomaterial per USB Stick an die Polizei übermitteln.

Auch bei Netzwerkkameras muss man sich im klaren sein, dass diese eine gewisse Peripherie brauchen, um alle Funktionen zu erfüllen. Auch hier gibt es Modelle, die auf internem Speicher Videomaterial aufzeichnen, in der Regel nutzt man aber einen zugreifenden PC oder einen NVR, um das Videomaterial auf Festplatte zu sichern. Die Netzwerkkamera wird mit einem Router verbunden, so dass ein Netzwerk vorhanden sein muss, dessen Bandbreite groß genug ist, um die Datenübertragung der Überwachungskamera zusätzlich aufnehmen zu können. Alternativ gibt es auch Netzwerkrekorder, die direkt mit der IP-Überwachungskamera verbunden werden, so dass das Firmennetzwerk gar nicht erst berührt werden muss. Da die Preise für Router extrem gering sind, kann man natürlich auch einfach ein neues Netzwerk rein zur Videoüberwachung aufbauen.

Möchte man mit einem PC auf die Netzwerkkamera zugreifen muss man besonders dann, wenn man die Full HD Auflösung nutzen will, einen leistungsstarken PC haben, der diese Daten auch verarbeiten kann.

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Fragen zur Videoüberwachung. Was sind H.264 und H.265?

Ob beim NVR, DVR, Speicherkameras oder IP-Kameras mit Speicherkartenslot: In vielen Fällen steht in der Beschreibung, dass als Videocodec H.264 oder H.265 (Auflösung > Full HD) verwendet wird. Was ist eigentlich ein solcher Codec? Der Videocodec verschlüsselt das Videosignal so, dass es weniger Speicherplatz bedarf, dafür aber etwas mehr Leistung bei der Entschlüsselung, also dann der späteren Wiedergabe oder Verarbeitung der Videobilder. Je besser der Codec, desto höhere Videoqualität schafft dieser bei einer möglichst geringen Videoauflösung.

Der H.264 hat sich hier als einer der effektivsten Codecs entwickelt, der zeitgleich auch verhältnismäßig ressourcenschonend ist. Daher findet er sehr oft Einsatz im Bereich der Videoüberwachungstechnik, sei es zur Aufzeichnung der Daten auf Festplatte oder zur Übertragung des Livebilds via Internet. H.265 ist der neue Codec für alle Auflösungen über Full HD, als z.B. 4MP, 5MP, 4K, 12MP.

Ein anderer Codec ist z.B. MJPEG, der weniger Rechenleistung benötigt, aber die Daten auch nicht so effizient komprimiert wie der H.264. Achten Sie also, wenn Sie vor haben mit großen Datenmengen zu arbeiten darauf, dass der H.264 oder H.265 Codec verwendet wird.

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Kann man die Daten von Videoüberwachungskameras immer wiedergeben? Was ist, wenn ich ein Format nicht abspielen kann?

Die Hersteller von IP- und Speicherkameras setzen auf unterschiedliche Formate, um das Videosignal zu speichern. Das wird nicht nur an den Dateiendungen .mov, .avi oder .mp4 deutlich, sondern oft erst, wenn man versucht, das Video im Windows Media Player abzuspielen und dieser sagt, dass er keinen passenden Codec findet.Doch die Lösung ist relativ einfach. In den meisten Fällen reicht es, sich den VLC Player von Videolan herunterzuladen. Dieser hat alle wichtigen Codecs bereits integriert und so spart man sich das mühsame Installieren von Codecs oder Codecpaketen ­ die auch gerne mal das Windowssystem zumüllen und damit verlangsamen. Es gibt nur sehr wenige Fälle, in denen der VLC Player nicht weiter weiß. Meistens ist dann die Datei defekt oder es handelt sich um einen wirklich ausgefallenen Codec. Selbst teil-defekte Videodateien kann der VLC Player noch retten, dies geschieht automatisch beim Öffnen.

Um die Datei dennoch wiederzugeben, kann man noch den Any Video Converter testen, der sehr zuverlässig und auch schnell unterschiedliche Videoformate ins gewünschte Format umwandelt. Das kann auch sinnvoll sein, wenn man eine Videobearbeitungssoftware nutzen will, die aber die Datei nicht öffnen kann, obwohl diese im VLC Player abzuspielen ist.

Wenn es auch per Video Converter nicht geht, hilft vielleicht noch die Software Gspot weiter. Diese kann den Codec einer Datei anzeigen. Nach diesem kann man dann Googeln und versuchen ihn zu installieren.

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Wie viel Videomaterial bekommt man auf eine Speicherkarte?

Eine der meist gestellten Fragen zu Überwachungskameras mit SD-Slot ist die Frage: Wie viel Videomaterial bekomme ich auf eine Speicherkarte? Meist machen die Hersteller konkrete Angaben, doch oftmals ist der Wert flexibel, wenn sich z.B. die Videoauflösung und die Anzahl der Bilder pro Sekunde an der Speicherkamera einstellen lassen. 4K, 5MP, 4MP und Full HD Aufnahmen verbrauchen natürlich mehr Speicher, als VGA- oder HD-Aufnahmen der gleichen Kamera. Je nach verwendetem Codec kann aber eine Full-HD-Überwachungskamera des einen Herstellers weniger Speicherbedarf haben, als eine 720P-Speicherkamera des anderen. Die Werte variieren stark, manch ein Modell braucht 1GB Speicher für 10 Minuten, ein anderes kann eine halbe Stunde pro GB aufnehmen.

Die Fragestellung ist im Übrigen nicht nur bei Speicherkameras interessant, sondern auch bei Netzwerkkameras mit MicroSD-Slot.

Können Speicherkarten auch größer als 32GB verwendet werden? Warum ist da oft die Grenze?

Speicherkarten: Häufig können Überwachungskameras intern auf MicroSD-Karte Daten sichern
Speicherkarten: Häufig können Überwachungskameras intern auf MicroSD-Karte Daten sichern

Längst gibt es MicroSD-Karte mit 128 GB und zukünftig bestimmt noch mehr, dennoch weigern sich viele Speicherkameras oder IP-Kameras mit MicroSD-Slot die MicroSD-Karten anzunehmen, wenn diese Größer sind als 32 GB. Man mag sich fragen woran das liegt, die Form passt ja eigentlich und die Karten können problemlos in den Slot gepackt werden. Das eigentliche Problem liegt aber in der Formatierung: Bis 32 GB wird ein anderen System für die Daten verwendet, als bei den Karten darüber hinaus. Wenn die Überwachungskamera dieses System also nicht unterstützt, können auch keine größeren Karten verwendet werden. Bei machen Speicherkameras tricksen die Hersteller, indem man mit bestimmter Software z.B. einer 64GB-Karte das alte Format „aufzwingt“. Eine optimale Lösung ist das jedoch nicht. In vielen Fällen reicht die 32GB-Karte, die mittlerweile auch extrem günstig zu haben ist, für die Überwachung. Doch grade mit Full-HD-Auflösung wird es schon mal eng. Wer dann mehr als ein paar Stunden aufzeichnen will, kommt schnell an die Grenze der Speicherkarte. Ein paar Hersteller haben dies schon berücksichtigt, deren Überwachungskameras verwalten bis zu 128 GB. Damit sind diese schon fast eine Alternative zur Nutzung von Festplatten. In den kommenden Jahren werden weitere Entwickler nachziehen und so wie es schon z.B. bei hochklassigen Digitalfotokameras der Fall ist, wird auch im Rahmen der Sicherheitstechnik die 32GB-Grenze weiter fallen und höhere Werte werden zum Standard.

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Gibt es kostenlose Videoüberwachungssoftware?

Die OpenSource-Software iSpyConnect ist eine leistungsstarke und kostenlose Alternative zu kostenpflichtiger Videoüberwachungssoftware. U.a. wird auch der ONVIF-Standard unterstüzt, was die Einrichtung bei vielen IP-Überwachungskameras kinderleicht werden lässt. Alternative sind zahlreiche Netzwerkkameras bereits aufgelistet und können mit Hilfe des IP-Kamera-Wizards eingefügt werden. Auch der Software komplett unbekannte Netzwerkkameras können mit Hilfe des Wizards gesucht und eingefügt werden.

Als Alternative zu der oft nicht unbedingt besten Software, die bei einer Überwachungskamera beigelegt wird, ist die iSpyConnect eine gute Wahl. Eine intuitive, mehrsprachige (auch deutsch) Benutzeroberfläche ermöglicht eine komfortable Überwachung von mehrere IP-Kameras. Die größe des jeweiligen Kamerasbildes kann dabei einfach mit der Maus verändert werden.

Die kostenlose Videoüberwachungssoftware iSpy
Die kostenlose Videoüberwachungssoftware iSpy

Neben dem Anzeigen des Signals der Überwachungskamera sind natürlich auch Videoaufnahmen möglich. Diese werden auf Festplatte gespeichert. Neben der vom User ausgelösten manuellen Aufzeichnung verfügt die Videoüberwachungssoftware auch über eine Bewegungserkennung, kann also automatisch etwas aufzeichnen, wenn sich im Videobild etwas bewegt. Dies ist auch interessant, wenn man eine Überwachungskamera hat, die dies von selbst aus nicht beherrscht.

Zu den weiteren Features zählt u.a. die PTZ Steuerung von schwenk- und neigbaren Kameras ebenso wie die Tonübertragung, sofern die IP-Kamera ein Mikrofon besitzt.Eine Android- und Windows 8 App steht ebenfalls zur Verfügung, an einer iOS-App wird gearbeitet.

Funktionert der Zugriff auf Netzwerkkameras mit MacOS oder Linux

Trotz immer größerer Beliebtheit alternativer Betriebssystem sind die meisten Softwareangebote der IP-Kamera-Hersteller nur für Windows aufgelegt. Doch es gibt auch für Linux und MacOS Angebote wie die Software Xeoma. Das auf Videoüberwachung spezialisierte Tool unterstützt zahlreiche Hersteller von IP-Kameras und ­ was sehr wichtig ist ­ auch das ONVIF-Protokoll. Dass heißt, ein Großteil der am Markt vorhandenen IP-Überwachungskameras kann damit genutzt werden. Bewegungserkennung, Cloud-Übertragung und PTZ Steuerung sind nur zwei von zahlreichen Features, die die Software mit sich bringt. Der Download ist kostenlos, erweitere Funktionen sind dann zum Teil kostenpflichtig.

Als einfachere Alternative ohne Installation bietet sich der Browserzugriff an. Einige IP-Kameras benötigen zwar zwingend ActiveX und somit den Internet Explorer, der Großteil bietet aber auch einen Zugriff über Firefox, Chrome, Safari und Co. an. Im Brower lässt sich in der Regel alles genauso gut konfigurieren, wie mit einer passenden Software, zum Teil sind dort sogar die tiefergehenden Einstellungen möglich, der Browserzugriff ist also oft die erste Wahl.

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Wie befestige ich die Überwachungskamera?

In den meisten Fällen verfügt die Überwachungskamera über einen Standfuß und/oder eine Wandhalterung. Oft sind dann auch bereits passende Schrauben und Dübel im Lieferumfang, um die Überwachungskamera an der Wand zu befestigen. Bei der Befestigung von Deckenkameras sollte man aus optischen Gründen darauf achten, dass die Stromzufuhr und ggf. auch ein Netzwerkkabel verdeckt verlegt werden können. Dies funktioniert am besten bei abgehangenen Decken mit Hohlraum.

Überwachungskameras im Set kaufen, worauf achten?

4 Kanal Netzwerkrekorder mit 4 IP-Kameras im Set, Datenübertragung und Stromversorgung per Netzwerkkabel
4 Kanal Netzwerkrekorder mit 4 IP-Kameras im Set, Datenübertragung und Stromversorgung per Netzwerkkabel

Sets zur Videoüberwachung gibt es in verschiedenen Varianten.

WLAN-Sets: In diesem Fall übertragen die Videoüberwachungskameras das Videosignal per WLAN an den Rekorder, der das Signal speichert und ins Netzwerk weiterleitet. Dabei sind Reichweiten von 50 Metern und mehr möglich, abhängig von der Umgebung. Der Nachteil kann hier sein, dass sehr dicke Wände nicht durchdrungen werden können oder dass zu viele andere WLANs im Umfeld das Signal stören.

POE-Sets: POE-fähige Überwachungskamera können per Netzwerkkabel mit Strom versorgt werden. In einem POE-Videoüberwachungsset ist daher ein POE-fähiger Netzwerkrekorder mit einen bestimmten Anzahl in IP-Kameras gebündelt. Diese werden direkt per LAN-Kabel mit dem NVR verbunden. Da die Stromversorgung per Netzwerkkabel erfolgt, sind keine Steckdosen in der Nähe der Überwachungskameras erforderlich, was die Einrichtung in vielen Fällen erleichtert.

Powerline-Sets: Eine neue Form des Überwachungskamerassets etabliert sich langsam am Markt und stellt eine tolle Ergänzung zu den bisherigen Sets dar. Die Datenübertragung zwischen Überwachungskamera und Netzwerkrekorder erfolgt dabei einer per Stromleitung, wie man es von DLAN-Adaptern kennt. Alle Geräte müssen nur noch (innerhalb eines Stromkreises) in die Steckdose gesteckt werden, schon steht die Videoüberwachung.

Sets aller drei Varianten finden Sie hier Überwachungskamerassets.

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Wie kann ich beste Qualität bei Überwachungskameras kaufen?

Wer gute Qualität möchte, die vor allem dauerhaft zuverlässig ist, sollte nicht die günstigsten Modelle wählen. Das gilt für jede Technik, genauso wie für Überwachungskameras. Besonders im Outdoor-Bereich müssen die IP-Kameras vernünftig verarbeitet sein, um die empfindliche Technik jederzeit und langfristig gegen Wettereinflüsse zu schützen.

Je hochwertiger die Sicherheitskamera, desto besser in der Regel auch die Bildqualität. Bessere Sensoren, höhere Auflösung, höhere Lichtempfindlichkeit, stärkere Nachtsicht, all dies sind Faktoren, sich für eine hochwertigere Überwachungskamera zu entscheiden. Dabei sind die Preise mittlerweile auf einen Level angekommen, an dem sich fast jedes Unternehmen den Einsatz von professionellen Überwachungskameras leisten kann, die halten, was sie versprechen.

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Die Zukunft von Überwachungskameras

Der Fortschritt bei Überwachungskameras hängt immer mit dem generellen technischen Fortschritt zusammen. So wird es wohl auch langfristig UltraHD-Überwachungskamera und 4K-Sicherheitskameras zu bezahlbaren Preisen geben, die mit noch höherer Auflösung punkten, als die mittlerweile als Standard etablierten HD und Full-HD-Kameras. Schon jetzt sind erste 4K-Überwachungskameras im mittleren Preissegment am Markt angekommen, 4MP- und 5MP-IP-Kameras gehören sogar schon zum Standard.

Neben dem Preis, hängt aber auch viel an der Peripherie bei der verwendung einer ultrahochauflösenden Überwachungskamera. Wenn man nun eine 4K-Kamera hat, hilft dies auch nur weiter, wenn der Monitor darauf abgestimmt ist und der Rechner bzw. NVR leistungsstark genug das zu verarbeiten. Auch fallen wieder höhere Daten an, was entweder durch bessere Codecs abgefangen werden muss oder höhere Bandbreiten im Netzwerk und vor allem Internet.

Da es bei Videoüberwachung oft um das Erkennen von Details geht, ist eine hohe Auflösung generell natürlich von Vorteil, solange die Bildqualität weiterhin stimmt.

Weitere Veränderungen wird es z.B. im Bereich der Minikameras geben: Die ohnehin schon sehr kleinen Geräte werden noch weiter schrumpfen, kleinere Akkus werden höhere Laufzeiten ermöglichen, Kameralinsen werden noch diskreter verbaut. Smartphones und Tablets werden immer leistungsfähiger, so dass auch die Apps zur Videoüberwachung mehr Funktionen bieten können und mehr und mehr auf PCs und NVR verzichtet werden kann, sogar zur Verwaltung von mehreren Überwachungskameras. Ein ständig wachsendes LTE-Netz wird ebenfalls für neue Lösungen in der mobilen Videoüberwachung sorgen. Hier krankt es bisher oft an der Zuverlässigkeit, da es doch noch einige Bereiche gibt, in denen kein brauchbares mobiles Internet anliegt.

Schwenk- und Neigekameras werden mit neuer Technik deutlich kleiner werden, ein optischer Zoom wird mehr und mehr verbaut werden. Die Entwicklung bei den Überwachungskameras bleibt spannend, neue Anforderungen und neue Möglichkeiten stellen die Hersteller vor neue Herausforderungen.

Rechtliches in Sachen Videoüberwachung

In Deutschland reguliert eine große Anzahl an Gesetzen, wann jemand Überwachungskameras einsetzen darf und welche Bedingungen dafür gelten. Es besteht dabei natürlich ein großer Unterschied zwischen privater und staatlicher Videoüberwachung.

Im privaten Bereich gilt die grobe Faustregel: Wenn ich mein eigenes Haus und Grundstück überwachen, ist das rechtlich weitestgehend unbedenklich. Sobald aber Nachbargrundstücke oder gar öffentlich Raum im Videobild zu sehen ist, ist dies verboten. Um sich dabei vor Problemen zu schützen, kann es nützlich sein, eine Überwachungskamera zu verwenden, bei der man im Videobild einen bestimmten Bereich maskieren kann, so dass auch wirklich nur der eigene Besitz gefilmt wird.

Im privaten, aber öffentlich zugänglichen Bereich, wie z.B. einem Einkaufsladen, darf die Videoüberwachung installiert werden, um sich gegen Ladendiebe zu sichern. Alle Besucher müssen aber darauf hingewiesen werden, eine heimliche Überwachung ist nicht möglich. Die bekannten „Hier wird videoüberwacht“-Schilder sind das Resultat davon.

Der öffentliche Bereich darf von staatlicher Hand überwacht werden, auch dabei gibt es strenge Regeln, was vor allem die Dauer der Speicherung angeht. Ziel der strengen Regulierung ist es, dass der Staat nicht zum Überwachungsstaat wird und die gesammelten Daten einzig dem Zweck der Erfassung von kriminellen Handlungen zugeführt werden.

Ermittler der Polizei und anderer staatlicher Behörden sind natürlich mit weitergehenden Rechten ausgestattet, auch wenn es auch in diesem Bereich Grenzen gibt, die eingehalten werden müssen, damit ein Video als Beweis zugelassen wird.

Hinweis: Diese ist keine gültige Rechtsberatung. Wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt vor der Einrichtung des Videoüberwachungssystems, um die rechtlichen Fragen geklärt zu wissen.