Mini Kamera

Häufig gestellte Fragen zu Minikameras

Nicht immer ist eine offensichtliche Videoüberwachung der Weg, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Manchmal ist es notwendig, diskret und vorsichtig vorzugehen. Wenn z.B. eine offensichtliche Videoüberwachung den Mitarbeiterdiebstahl nicht einschränkt. Oder wenn ein Journalist die Wahrheit in einer brisanten Angelegenheit herausfinden möchte.

Zum Einsatz kommen dann Spycams. Das sind zum einen Mini-Kameras, die sehr klein sind und daher häufig unauffällig eingesetzt werden können. Zum anderen Hidden Cams, also getarnte Kameras.

Miniaturkameras

Sehr kleine Minikameras werden auch Miniaturkameras oder Mikrokameras genannt. Sie verfügen über ein kleines Kameraobjektiv, im kleinsten Fall ist die Linse nicht größer als 1 mm. Besonders kleine Minikameras werden gerne genutzt, um diese in Gehäusen zu tarnen. Ein Beispiel: Minikameras werden hinter Holzvertäfelungen oder hinter Schranktüren montiert. Aber auch in technischen Geräten wie Rauchmeldern oder Weckern, werden Mikrokameras verbaut.

Radiowecker Kamera mit Fernbedienung
Radiowecker Kamera mit Fernbedienung

Beim Einsatz einer diskreten Videoüberwachung steht man vor der Wahl, eine Minikamera zu kaufen und diese selbst zu tarnen oder eine bereits fertige Tarnkamera zu nutzen. Miniaturkameras gibt es in zahlreichen Varianten und Formen. In der Regel speichern alle Modelle ihre Daten auf MicroSD-Karte, doch schon bei der möglichen Kapazität gibt es Unterschiede von Minikamera zu Minikamera. Bis 32 GB unterstützen dabei so ziemlich alle Modelle, aber mittlerweile gibt es auch Speicherkameras mit bis zu 128 GB. Wer mit einer Minikamera einen Bereich über einen größeren Zeitraum hinweg überwachen will, sollte also gleich zu einem Modell mit großem Speicher greifen.

Minikameras mit Nachtsicht

Weiteres Kriterium beim Kauf kann die Nachtsicht sein. Bei kleinen Überwachungskameras sollte man generell natürlich nicht zu viel erwarten, da ein kleines Objektiv nur wenig Licht einfängt. Aber es gibt bereits Lösungen mit Pinhole-Objektiv und unsichtbaren Nachtsicht-IR-LEDs (940nm) die einen Raum problemlos ausleuchten können. Ein neuerer Trend ist es, die Nachtsicht-LEDs separat zu tarnen, also z.B. in kleinen Tischleuchten. So kann die Minikamera weiterhin einfach versteckt werden und erhält dennoch genug Ausleuchtung in dunklen Bereichen.

Rauchmelder Kamera mit sehr hoher Akkulaufzeit
Rauchmelder Kamera mit sehr hoher Akkulaufzeit

Wer keine reine Speicherkamera möchte, kann auf Mini IP Kamera und auch Mini WLAN Kameras setzen. Diese übertragen entweder per LAN-Kabel oder noch diskreter per WLAN das Videosignal. Die kleinen Überwachungskameras können dann per PC, Smartphone und Tablet angesteuert werden. Selbst eine Bewegungserkennung mit Alarmierung per E-Mail oder Pushnachricht aufs Smartphone ist möglich. Auch ein Upload von Daten per FTP ist möglich. Diesbezüglich steht eine WLAN Minikamera einer herkömmlichen Überwachungskameras in nichts nach. Es werden Apps mitgeliefert für Android und iOS.

Hohe Videoauflösungen bei kleinen Überwachungskameras

Trotz der geringen Abmessungen muss man sich nicht mit geringen Videoauflösungen zufrieden geben. So gibt es schon seit geraumer Zeit Full HD Minikameras und es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis wir auch hier 4 Megapixel und mehr erleben werden. Es ist erstaunlich, wie gut das Videobild von Minikameras heutzutage schon ist. Natürlich ist Full HD nicht gleich Full HD, aber wer nicht im ganz billigen Segment kauft, sondern bei den Profiprodukten schaut, der findet z.B. Autoschlüssel-Kameras, die Videoaufnahmen erstellen können, die denen von aktuellen Handys nicht nachstehen.

Auch der Blickwinkel von Minikameras kann varieren, jede größer der Blickwinkel, desto größer ist allerdings auch das Objektiv. Damit wird es schwerer zu verstecken, oftmals ist ein Weitwinkel aber auf jeden Fall notwendig, um den gewünschten Bereich gründlich zu sichern.

Überwachungskamera im Bilderrahmen getarnt
Überwachungskamera im Bilderrahmen getarnt

Spycams

Spionagekameras sind wie Minikameras, nur bereits getarnt. Es gibt sie in zahlreichen Varianten und Formen, die Auswahl ist so enorm, dass wir hier nur einen Ausschnitt darstellen können:

Rauchmelder
Der Klassiker, überall einsetzbar, dank Rauchmelderpflicht ist zudem sehr leicht zu argumentieren, warum ein Rauchmelder angebracht wurde. Es ist eine große Akkulaufzeit möglich da verhältnismäßig großes Gehäuse.

Radiowecker
Die Radiowecker-Kamera hat eine lange Tradition bei den Überwachungskameras. Es gibt hier zahlreiche Modelle zum dauerhaften Netzbetrieb und auch welche mit Nachtsicht integriert.

Tischuhr
Die kleien Digitaluhr fällt nicht auf auf dem Schreibtisch und wird daher gern genommen als Tarnung in Wohnraum und Büro.

Wanduhr
Die Wanduhr ist eher seltengeworden als Tarnung, da der Blickwinkel nicht immer optimal ist. Generell ist es aber eine häufig verwendbare Tarnung, bei der auch Platz für PIR-Bewegungsensor, Nachtsicht und großen Akku ist.

Wecker
Wie der Radiowecker und die Tischuhr, gibt es auch Weckerkamera schon sehr lang. Diese gibt es in unterschiedlichen Farben und Formen, überall wo ein herkömmlicher Wecker nicht auffällt, ist der diskrete Einsatz zur Videoüberwachung möglich.

Untersetzer
Optimal geeignet als Unterlage für Schlüssel, Zimmerpflanzen, etc. Sehr vielseitig in der Anwendung und mit ausreichend Platz für hohe Akkulaufzeit

Buch
Im Bücherregal filmt die Überwachungskamera aus dem Buchrücken heraus. Je nach Modell ist die Verarbeitung so gut, dass man das Buch öffnen kann, ohne die Überwachungskamera sofort zu enttarnen.

Autoschlüssel / KFZ Fernbedienung
Ebenfalls eine sehr verbreitete Tarnung ist der Autoschlüssel. Hier gibt es zahlreiche Modelle am Markt, die für eine mobile Videoüberwachung geeignet sind. Wichtig ist es, auf die Auflösung zu achten, ebenso wie auf die Funktionen. Nicht jede Autoschlüssel-Kamera überzeugt zudem mit wirklich realistischer Optik.

Kugelschreiber
Ideal für die Hemdtasche oder den Stifthalter im Büro ist die Kugelschreiberkamera. Mit der Stiftkamera ist ein ziemlich diskretes, mobiles Filmen des Umfelds möglich, der Einsatzbereich ist sehr vielfältig, da sowohl in Unternehmen, als auch im privaten Bereich die Mitnahme eines Kugelschreibers nicht auffällig ist.

Aufputzdose
Zur Langzeitüberwachung ideal ist die Aufputzdose. Die Akkulaufzeit kann je nach Größe extrem lang sein, gleichzeitig ist das Gehäuse auch für wettergeschützte Außenbereich nutzbar. Hier gibt es auch Varianten mit guter Nachtsicht. Diese Art von Tarnung ist noch nicht so lange auf dem Markt, aber sehr flexibel verwendbar, vor allem in Unternehmen.

USB Stick
Aus Büros und vielen weiteren Umfeldern nicht mehr wegzudenken ist der USB-Stick. Es gibt verschiedene Varianten mit zum Teils erstaunlich hoher Videoauflösung und Akkulaufzeit. Hier muss man beim Kauf genau auf die Unterschiede achten.

Brille / Sonnenbrille
Zur mobilen Überwachung immer noch eine der beliebtesten Tarnungen ist die Kamerabrille. Einfach aufgesetzt und eingeschaltet filmt man automatisch, was man selbst sieht. Ideal für Journalisten, Detektive und andere Ermittler, um Beweise zu sammeln.

Brillenkamera zur mobilen Überwachung
Brillenkamera zur mobilen Überwachung

Thermometer / Wetterstation
Sie sind diskret und auffällig, nicht nur im privaten Bereich: Thermometer und Wetterstationen können auf Regale gestellt oder an die Wand montiert werden.

Bilderrahmen
Die getarnte Kamera im Bilderrahmen hat den großen Vorteil, dass man diese mit Hilfe eigener Fotos und Bilder so variieren kann, dass der Einsatz fast überall möglich ist. Ob Urlaubsfoto in der Ferienwohnung oder eine Urkunde in den Geschäftsräumen, die Tarnkamera kann flexibel verwendet werden.

Feuerzeug
Spycams im Feuerzeug gibt es schon seit vielen Jahren. Die Qualität ist gestiegen, mittlerweile können die Feuerzeuge sogar wirklich genutzt werden und die Kameraobjektive sind optimal zur getarnten Videoüberwachung montiert.

Mediaplayer
Der Mediaplayer als geheime Kamera ist ein neuers Phänomen, aber sehr durchdacht. Medienplayer haben ein Display und geben eigentlich Fotos, Videos und Musik wieder. Auf diesem Display kann man mit geheimen Tastendruck das Livebild der Spycam sehen und deren Einstellungen verändern. Das bietet hohen Komfort bei der Ausrichtung und Konfiguration. USB-Anschluss und MicroSD-Port verraten die versteckte Überwachungskamera nicht, da diese einfach zum Medienplayer dazu gehören.

Getarnte Kamera im Medienplayer
Getarnte Kamera im Medienplayer

Bewegungsmelder
Ähnlich wie der Rauchmelder handelt es sich beim Bewegungsmelder um eine der ältesten Tarnungen. Noch immer kann man Bewegungsmelder sehr gut einsetzen und diese einfach damit rechtfertigen, dass z.B. eine Alarmanlage installiert ist.

Powerbank
Mit dem Aufkommen von Smartphones mit kurzen Akkulaufzeiten sind die Powerbanks immer beliebter geworden. Diese liegen überall herum, was liegt also näher, als eine Mini-Spy-Cam dort einzusetzen und mit Powerbank-Kameras das Umfeld unsichtbar zu überwachen.

Spionagekamera in Powerbank
Spionagekamera in Powerbank

Smartphone / Handy
Verdeckte Kameras im Smartphone oder Handy sind eine relativ neue Entwicklung, dabei wird oftmals die integrierte Handykamera einfach an die Oberseite das Handys umgebaut, um so das Umfeld zu filmen, während man das Smartphone unauffällig in der Hand hält.

Duftspender
Diese Tarnung ist nun wirklich eher etwas für den privaten Bereich, Duftspender bieten durch ihre Größe viel Platz für große Akkus und hohe Laufzeiten.

Kaffeedose
Auch die Kaffeedose ist nicht überall geeignet für den Einsatz, eher wohl im Privatbereich. Dafür befindet sich reichlich Platz für Akku in einer solchen Dose.

Hemdkopf
Eine tolle Tarnmöglichkeit für unterwegs ist die Knopfkamera. Einfach in Jacke, Hemd oder Bluse verstecken und einen der Hemdknöpfe ersetzen. Da am Körper getragen mehrere Akkus verwendet werden können, ist je nach Modell eine hohe Akkulaufzeit möglich.

Kaffeebecher
Ja, selbst in einem herkömmlichen Kaffeebecher kann sich eine Spionkamera verstecken. Genau gesagt im Deckel des Kaffeebechers. Die Hersteller empfehlen aber, lieber keine heiße Flüssigkeit einzufüllen. Dennoch ist die Tarnung kreativ und an vielen Orten, grade auch unterwegs, gut einsetzbar. Wer vermutet schon mehr hinter einem Coffee to go?

Thermoskanne
Im Deckel einer Thermoskanne kann eine Spionagekamera versteckt sein. Ähnlich beim Kaffeebecher ist diese Tarnung eher neu und so unorthodox, dass niemand eine Videoüberwachung bemerken wird.

Regal
Das Regal mit Hidden Cam ist eine sichere Bank, wenn es um sehr hohe Akkulaufzeiten geht. Im Regel können so viele Akkus versteckt werden, das Laufzeiten von mehreren Wochen möglich sind. Natürlich ist nicht immer der Platz für ein Regel gegeben, aber oftmals fällt ein neues Regal gar nicht auf, wenn erstmal ein paar Aktenordner drauf stehen.

Headset
Eine eher seltene, aber nicht wenige interessante Tarnung. Am Ohr getragen hält diese Spycam jeder für ein herkömmliches Bluetooth-Headset zum Telefonieren und niemand wird zweimal hingucken oder die Nutzung hinterfragen. Das ist vor allem unterwegs eine sehr gute Tarnung.

Glühbirne
Die getarnte Kamera in der Glühbirne wird einfach über die Lampe mit Strom versorgt und bringt in der Regel sogar eigene LEDs zum Einsatz im Dunkeln mit. Die Tarnung ist sehr diskret, aber immer an die Steckdose gebunden.

Taschenlampe
Die Taschenlampenkamera lässt sich prima bei Dunkelheit einsetzen, niemand fragt nach, warum man eine Taschenlampe verwendet und gleichzeitig wird das Videobild aufgehellt. Ideal für Sicherheitsdienste, die ihre Arbeit dokumentieren wollen.

Netzteil
Das Netzteil wird einfach in die Steckdose gesteckt und man kann sogar noch per USB-Anschluss sein Handy daran laden. Netzteile liegen wie Sand am Meer rum, im Büro, im Betrieb, im Privatbereich. Niemand wird sich an einem weiteren Netzteil stören.

Der Kreativität sind beim Tarnen einer Minikamera keine Grenzen gesetzt und das haben sich die Hersteller zu Herzen genommen, denn es gibt mitterweile fast jede erdenkliche Form der getarnten Kamera. Um die richtige Spycam zu wählen, muss man sich vor allem das zu überwachende Umfeld ansehen und schauen, welche mögliche Tarnung am wenigsten auffällt.

Ein Rauchmelder ist da z.B. sehr flexibel. Ob Büro, Geschäft, Wohnraum oder Betrieb, Rauchmelder werden überall eingesetzt und sind daher deutlich vielseitiger, als z.B. ein Radiowecker. Der würde im Büro wesentlich mehr auffallen, ist dafür im privaten Umfeld eine gute Wahl für fast alle Räume.

Kleine nachtsichtfähige Minikamera
Kleine nachtsichtfähige Minikamera

Spion Kamera mit hoher Akkulaufzeit

Viele der Spionagekameras lassen sich mit Akku betreiben, wahlweise aber auch mit Netzteil. Die Flexiblität mit Akku ist natürlich deutlich höher und man sollte genau vor dem Erwerb hinsehen, welche Akkuleistung die favorisierte Hidden Cam bietet. So gibt es versteckte Überwachungskameras, die mit Bewegungserkennung ausgestattet sind und hohe Standbylaufzeiten erreichen. Das bedeutet, der Akku wird geschont, wenn keine Bewegung im Videobild erkannt wird. So gibt z.B. eine Rauchmelder Kamera, die mehrere Jahre Standby ermöglicht.

Für Bereiche mit besonders viel Bewegung ist es hingegen deutlich wichtiger zu wissen, wie viele Stunden oder Tage die Mini Spy Cam mit einer Akkuladung dauerhaft aufzeichnen kann. Teilweise kann fast eine Woche lang mit nur einer Akkuladung aufgenommen werden, wenn genug Platz für weitere Akkus ist, sind die Laufzeiten theoretisch nach oben hin offen.

Je kleiner das Ganze ist, desto weniger Laufzeit darf man erwarten. So ist es z.B. bei einer Autoschlüsselkamera eher eine Frage von wenigen Stunden, als von Tagen. Diese eignen sich also mehr zum konkreten Aufzeichnen bestimmter Ereignisse, als zur Langzeitüberwachung.

Häufig gestellte Fragen zu Spycams und Minikameras

 

Meine Spionagekamera nimmt nicht auf

Die Handhabung von getarnten Überwachungskameras ist nicht so einfach, weil sie bei fast jeder Kamera anders ist. Das liegt daran, dass die Hersteller verschiedene Lösungen haben, um ein Gerät möglichst klein und trotzdem leistungsfähig zu entwickeln. Meist resultiert daraus eine etwas eigenwillige Bedienung, bei der mit nur einem Knopf gleich mehrere Funktionen gesteuert werden. Durch einen langen Druck auf die Power-Taste werden die meisten Geräte eingeschaltet. Dann leuchtet normalerweise eine LED, die den Betriebsstatus anzeigt. Bei vielen Modellen wird durch erneutes kurzes Drücken, ein Schnappschuss-Foto aufgenommen. Bei einem etwas längerem Druck, wird eine Videoaufnahme gestartet. Wenn man noch länger drückt, schaltet sich die Minikamera wieder aus.

Wenn sie Kamera einen größeren Funktionsumfang mit Bewegungsaktivierung, Daueraufnahme und weiteren Funktionen hat, ist meist noch ein Extra-Button vorhanden. Alternativ werden die Funktionen durch mehrfaches schnelles Drücken der Powertaste geregelt. Das kann aber mitunter etwas verwirrend sein und erfordert besondere Übung.

Je nachdem, ob die Geräte mit MicroSD-Karten bestückt werden, kann es auch der Fall sein, dass manche Konfigurationen per PC auf der Speicherkarte abgelegt und dann vom Gerät gelesen werden. Das ist bei allen Kameras mit Zeitstempel zum Beispiel der Fall. Hier wird eine Datei mit Datum und Zeit am Computer angelegt, die von der Kamera dann gelesen wird, sobald die Karte eingesteckt ist.

Probleme beim Verwenden von Fernbedienungen der Spionagekameras

Wenn Fernbedienungen mitgeliefert werden, haben diese meist für jede Funktion eine eigene Taste uns sich entsprechend intuitiv verwendbar. An der Kamera selbst ist es dann aber oft nötig die Fernbedienungsfunktion mit einer Taste zu aktivieren. Außerdem sollte überprüft werden, ob die Batterie in der Fernbedienung eventuell noch eine Schutzfolie hat, damit sie nicht schon vor der Auslieferung aufgebraucht wird. In diesem Fall ist die Folie zu entfernen, um die Fernbedienung der Spycam verwenden zu können. Auch kann es sein, dass die Batterie falsch herum eingelegt ist oder schlicht aufgebraucht. Hier kommt es oft vor, dass angenommen wird, die Spycam oder die Fernbedienung sei defekt. Um zu überprüfen, ob die Fernbedienung überhaupt ein Signal aussendet, können Sie die Kameralinse Ihrer Handykamera auf die Fernbedienungs-Diode halten und über das Display überprüfen, ob ein Leuchten zu erkennen ist, wenn Sie eine Taste auf der Fernbedienung drücken. Ist ein solches zu sehen, funktioniert die Fernbedienung einwandfrei.

Geben Sie der Kamera auch genug Zeit, um auf die Kommandos der Fernbedienung zu reagieren. Es kann sein, dass zu viele Eingaben die Kamera überlasten, sodass Sie dann einen Reset durchführen müssen.

Umgang mit Speicherkarten beim Einsatz in getarnten Kameras

Vor der Aufnahme mit der Spionagekamera muss die Speicherkarte, sofern es sich um ein Modell ohne internen Speicher handelt, formatiert werden. Es sollten MicroSD-Karten mit Class 6 oder höher für HD-Kameras verwendet werden. Andernfalls können Probleme bei der Aufnahme auftreten, die der Geschwindigkeit der Speicherkamera geschuldet sind. Bevor die Kamera zum ersten Mal verwendet wird, sollte die Karte im FAT32-Format formatiert und leer sein. Wenn trotzdem Probleme auftreten, überprüfen Sie, ob ein anderes Format in der Anleitung angegeben wird oder testen Sie eine andere Speicherkarte. Häufig sind die Speicherkarten defekt, obwohl sie am PC noch ausgelesen werden können.

Auslesen der Daten per USB oder nicht?

Das Auslesen der Daten per USB funktioniert in der Regel gut, jedoch können Probleme mit Windows bzw. mit verschiedenen USB-Slots auftreten. Hier müssen an andere USB-Steckplätze ausprobiert werden. Wenn nichts hilft, sollten Sie die MicroSD-Karte entnehmen und sie in ein entsprechendes Kartenlesegerät (meist mit Adapterkarte für SD) einstecken und dieses mit dem PC verbinden, sofern es sich nicht um ein integriertes handelt.

Zur Wiedergabe wird der VLC-Player empfohlen, da hier am seltensten Fehler im Videobild auftreten oder das Abspielen der Dateien ganz verweigert wird. Eine Alternative kann der Media Player Classic sein, der eine höhere Kompatibilität aufweist. Bei manchen Spionkameras sind Programme zum Abspielen mitgeliefert, in denen das System-eigene Format in AVI umgeschrieben wird beim Abspeichern.

Wenn die Nachtsichtfunktion der Spionkamera nicht funktioniert

Bei günstigeren Modellen ist die Nachtsicht nur den Nahbereich geeignet. Um ganze Zimmer auszuleuchten oder noch größere Umgebungen, muss zusätzliche Infrarot-Beleuchtungen anbringen oder eine Kamera mit stärkerer Nachtsicht kaufen. Wenn in der Dunkelheit also Bilder nicht gut erkennbar sind, muss das nicht unbedingt daran liegen, dass die Nachtsicht nicht funktioniert, sondern daran, dass die Person zu weit weg war. Weitere Fehlerquellen sind zum Beispiel das automatische oder manuelle Einschalten der Nachtsicht. Die Einrichtung variiert von Gerät zu Gerät.

Wenn Ihnen die Nachtsicht der versteckten Überwachungskamera also nicht reicht, odern Sie entweder einen zusätzlichen Infrarot-Scheinwerfer oder lassen Sie zum Beispiel Licht im Raum eingeschaltet. Auch eine hohe Lichtempfindlichkeit der Kamera ist sinnvoll. Diese ist meist erst in höheren Preisklassen zu bekommen.

Videoaufnahmen und Fotos der Tarnkamera sind verwackelt

Aufgrund der geringen Größe von Mini-Überwachungskameras kann ein Bildstabilisator meist nicht im eingebaut werden. Entsprechend kann es zu Verwackelungen kommen bei der Aufnahme. Das gilt besonders für am Körper getragene Kameras, die stark in Bewegung sind. Nicht stabilisierte Kameras sollten Sie also entweder fest platzieren, um beste Ergebnisse zu erhalten, oder sich eine stabilisierte Kamera für mobile Einsätze zulegen.

Wie tarne ich die Überwachungskamera richtig?

Um eine Kamera richtig zu tarnen, sollte eine Tarnung gewählt werden, die in der Umgebung unsichtbar wird. Daher sollten Sie das Umfeld genau analysieren und die Kamera in Gegenständen tarnen, die analog zur aktuellen Einrichtung sind. Das können in Büroumgebungen zum Beispiel digitale Wecker, Mediaplayer und ähnliche technische Alltagsgeräte sein. In einer Privatwohnung würde man eher zu Einrichtungsgegenständen wie Untersetzern, Blumenvasen, Taschentuchboxen oder einem Bilderrahmen mit eingebauter Minikamera greifen. Viele dieser Gegenstände gibt es als fertige Tarnkameras zu kaufen. Wenn Sie eine extravagante Lösung anstreben, kaufen Sie sich am besten eine Minikamera zum selbst tarnen. Hier können Sie eigene Lösungen entwickeln und die Kamera zum Beispiel auch in bereits im Raum vorhandene Gegenstände einbauen, um kein Aufsehen zu erregen.

Hinweise zum Betrieb mit Akku

Wenn die Kamera mit einem Akku betrieben wird – und das ist beiden meisten Überwachungskameras der Fall, müssen Sie auf die Ladevorgänge achten. Die Akkus sollten besonders bei den ersten Ladevorgängen nicht bis zur Erschöpfung ausgenutzt werden, sondern lieber etwas früher aufgeladen werden. Tiefentladungen können Akkumulatoren schaden. Die meisten Akkuschäden sind auf eine falsche Handhabung beim Laden zurückzuführen.

Wie ändere ich die Zeit / den Zeit- und Datumsstempel bei meiner Speicherkamera, Minikamera oder Spionage Kamera?

In der Regel steht es in der Anleitung geschrieben wie man die interne Zeit einstellt, damit man am Ende das aktuelle Datum und die Uhrzeit in den Aufnahmen sehen kann.

Sollte Ihnen die Anleitung nicht mehr vorliegen, helfen Ihnen vielleicht folgende Informationen weiter:

In fast allen Fällen erstellt man im Hauptspeicher der Kamera (meist auf einer MicroSD-Karte) eine .txt-Datei mit dem Editor. Die Namen variieren dabei, häufigste Formen sind: time.txt, settime.txt, timerset.txt

In diese Dateien wird dann Datum und Uhrzeit geschrieben, in ganz unterschiedlichen Formen, in der Regel aber immer Jahr, Monat, Tag, Stunde, Minute, Sekunde. Einige Varianten sind:

20160208182530
___

[date]
2016/01/24
13:30:30

___

2016.05.05 18:30:30

___

2016/05/05 18.30.30

___

2016.05.05 18.30.30

___

2016:05:05 18.30.30

Je nach Kamera kann man noch ein Y oder N für aktiven oder deaktiven Zeit- und Datumsstempel einstellen. Beispiel:

2016:05:05 18.30.30 Y

Dann speichert man die Datei und startet die Kamera neu.

Die Nachtsicht-Reichweite der Spycam ist nicht ausreichend

Besonders bei diskreten und kleinen Überwachungskameras kann es vorkommen, dass die unauffälligen Nachtsicht-LEDs keine so hohe Reichweite erzielen, wie man sich das vorgestellt hat. Das ist natürlich technisch bedingt. Würde man noch größere LEDs einsetzen, wäre die Videoüberwachung nicht mehr unauffällig.

Es gibt nun mehrere Möglichkeiten: Verwenden Sie z.B. eine Notlichtlampe im zu überwachenden Raum. Der Einsatz ist davon ist diskret möglich und wird nicht hinterfragt.

Ebenfalls zu bedenken ist: Kaum ein Einbrecher oder Dieb wird wirklich in kompletter Dunkelheit durch einen Bereich laufen, so dass eine erhöhte Lichtempfindlichkeit oftmals schon ausreicht.

Weitere Hinweis: Es muss auch immer etwas im Videobild sein, dass das Licht reflektieren kann. Wenn Sie erwarten in völlige Dunkelheit auf ein freies Feld zu filmen, bleibt es natürlich dunkel.

Wenn Sie eine offensichtliche Videoüberwachung einsetzen und die integrierten LEDs nicht weit genug reichen, weil der zu überwachende Bereich doch größer geworden ist, können Sie mit einem LED-Scheinwerfer für mehr Licht im Dunkeln sorgen.

Die Bildqualität der Spionagekamera ist nicht ausreichend

Verwöhnt von immer besser werdenden Smartphone-Kameras meinen viele, man könnte eine Spionage-Kameras damit vergleichen. Natürlich gibt es auch sehr hochwertige Bildsignale bei Überwachungskameras, doch je kleiner das Objektiv wird – verbunden mit einer preiswerten Lösung – desto weniger darf man erwarten, Full HD Kinofilme drehen zu können.

Wichtig ist – und das gilt es zu beachten – dass es um die Überwachung eines Bereichs geht und um das Erfassen von Beweismaterial. Es müssen also Gesichter erkannt werden. Und dafür reicht auch eine Bildqualität, die sich vielleicht nicht gerade mit dem neusten iPhone messen kann.

Möglich ist natürlich alles, aber besonders im Einsteigerbereich muss man sich im Klaren sein, wofür die Mini-Überwachungskamera gedacht ist und seine Erwartungen auf ein realistisches Maß herunterschrauben.

Die Nachtsicht lässt sich nicht einschalten

In der Regel schaltet sich die Nachtsicht bei den meisten Überwachungskameras automatisch ein. Die Geräte verfügen über einen Sensor, der bemerkt, wenn nicht mehr ausreichend Licht im Umfeld vorhanden ist. Es ist also daher kein Grund zur Verwundern, wenn kein manuelles Ein- und Ausschalten des Nachtsicht-LEDs möglich ist.

Warum löst die Bewegungserkennung der getarnten Überwachungskamera so oft aus?

Zahlreiche Überwachungskameras haben keinen integrierten PIR-Bewegungssensor, sondern vergleichen einfach das vorherige Bildsignal mit dem aktuellen Bildsignal. Kommt es dabei zu einer Veränderung, wird eine Aufnahme ausgelöst.

Das bedeutet, dass nicht nur dann, wenn jemand ins Kamerabild läuft eine Videoaufnahme gestartet wird, sondern auch, wenn sich z.B. der Lichteinfall in den überwachten Raum ändert, weil sich eine Wolke vor die Sonne schiebt. Auch wenn sich z.B. die Blätter eines Baumes im Wind bewegen, kann es zu Auslösungen kommen.

In der Regel kann man durch eine einstellbare Empfindlichkeit aber die meisten „Fehlalarme“ ausschließen. Wichtig ist eine richtige Platzierung und wenn möglich, die Auswahl eines Bereichs im Videobild, in dem  Lichteinfall oder andere Bewegungen ausgeschlossen sind.

Warum nicht jede Speicherkamera einfach einen PIR-Bewegungsensor integriert hat?

Dafür gibt es mehrere Gründe: Bei sehr kleinen Mini-Kameras ist meist kein Platz für den Sensor. Bei getarnten Spionkameras wäre der PIR-Bewegungsmelder oftmals zu auffällig.

Ein weiterer Grund ist, dass, wenn man z.B. eine Überwachungskamera mit Sichtweite von 50 Metern oder mehr hat, ein integrierter Bewegungssensor nicht ohne weitere die gleiche Reichweite erreicht. Weit entfernte Bewegungen würden also nicht mehr wahrgenommen.

Wie teste ich eine IR Fernbedienung auf Funktion?

Wenn eine Spionagekamera oder ein anderes Gerät mit Fernbedienung nicht reagiert, schließt man oft daraus, dass das Gerät selbst defekt ist. Wahrscheinlicher ist es allerdings, dass die Fernbedienung leer ist oder generell einen Fehler hat.

Um nun zu sehen, ob eine Infrarot-Fernbedienung überhaupt ein Signal sendet, gibt es einen Trick:

Fernbedienung testen
Fernbedienung testen

Schalten Sie die Kamera Ihres Smartphones ein (andere Digitalkameras gehen auch). Halten Sie dann die IR Fernbedienung mit der IR-LED in Richtung Kamera. Drücken Sie eine Taste.

Wenn die LED wie hier zu sehen ist, aufleuchtet im Display der Digitalkamera, sendet die Fernbedienung ein Signal. Wenn nichts aufleuchtet, ist ein Defekt der Fernbedienung wahrscheinlich.

Fernbedienung mit Digitalkamera testen
Fernbedienung mit Digitalkamera testen