Welche Überwachungskamera brauche ich?

Welche Überwachungskameras gibt es?
Wofür eignet sich die Videoüberwachung?
Was ist eine IP-Überwachungskamera?
Welche Überwachungskamera für den Außenbereich?
Gibt es günstige Nachtsicht-Überwachungskameras?
Monitoring per Computer-Überwachungssoftware
Bei WLAN sind schnell Änderungen notwendig
Wie kann ich Überwachungskameras aufspüren?
Welche Orte darf ich videoüberwachen?

Alle Fragen zu Überwachungskameras beantwortet

Welche Überwachungskameras gibt es?

Der Bereich der Überwachung ist sehr groß, sodass sich auch eine Vielzahl an Kameras auf dem Markt befindet, die alle für verschiedene Zwecke konstruiert wurden. Angeboten werden zum Beispiel Speicherkameras, Minikameras, Außenkameras, Nachtsicht-Überwachungskameras, Pinhole-Kameras oder Wildkameras für die Freilandüberwachung. Wir erklären kurz, worum es sich bei den verschiedenen Varianten handelt.

Speicherkameras

Speicherkameras zeichnen sich dadurch aus, dass sie Aufnahmen auf einem integrierten Speichermedium stellen können. Oft ist ein Speicher fest integriert, generell setzen sich jedoch Kameras durch, die Aufnahmen auf einer SD-Karte speichern. Die Karten können ausgewechselt werden. Die Speicherkapazität ist von der Kamera abhängig. In der Regel kommen aktuelle Speicherkameras mit maximal 64GB Speicherkapazität zurecht, es gibt jedoch auch Ausnahmen, bei denen Speichermedien mit bis zu 128GB verwendet werden können.

Die meisten Überwachungskameras mit Speicherkarte bzw. Speicherfunktion sind mit einer Bewegungsaktivierung ausgestattet, um Speicherplatz und Strom zu sparen und können auch auf Endlosaufnahme geschaltet werden, bei der neuere Aufnahmen die ältesten überschreiben, sobald der Speicher voll ist. Außerdem verfügen fast alle über einen Zeitstempel. Ob Ton mit aufgenommen wird, hängt vom jeweiligen Modell ab.

Minikameras

Bei modernen Minikameras handelt es sich um kleine Überwachungskameras, die aufgrund ihrer Größe leicht getarnt eingesetzt werden können. In der Regel handelt es sich dabei um Speicherkameras, jedoch sind auch Modelle mit Funk oder WLAN erhältlich. Minikameras eignen sich zum verdeckten Einsatz und können zum Beispiel in Alltagsgegenständen getarnt untergebracht werden (Dies ist bei Funk- und WLAN-Kameras in Deutschland verboten!). Von hier aus operieren die Überwachungskameras mit Bewegungsaktivierung oder Endlosaufnahme selbstständig. Die Stromversorgung erfolgt über Akkus, bei denen die Laufzeit mit größeren Packs stark erweitert werden kann.

Für die verdeckte Videoüberwachung verfügen die Geräte über winzige Pinhole-Objektive, die meist die Größe von einem Zentimeter nicht übersteigen. Die Linsen selbst sind etwa 1mm groß, damit sie von Außenstehenden nicht wahrgenommen werden. Meist werden diese Mini-Überwachungskameras mit Schraubenköpfen oder Knöpfen ausgeliefert, die auf das Objektiv geschraubt werden können. Damit lassen sich die Kameras auch verdeckt mobil einsetzen, indem sie direkt an der Kleidung getragen werden. Auf diese Weise hat auch Enthüllungs-Journalist Günther Wallraff seine Recherchen bei Zalando und Burger King durchführen lassen.

4 MP Domekamera mit Zoom
4 MP Domekamera mit Zoom

Außenkameras

Überwachungskameras für den Außeneinsatz gibt es in zahlreichen Varianten. Sie sind als Speicherkameras, WLAN-Kameras und LAN-Kameras und Funk-Kameras erhältlich. Zudem sind auch noch analoge Außenüberwachungskameras mit BNC-Buchse erhältlich, die an bestehende Überwachungssysteme aus den 90er Jahre angeschlossen werden können.

Allen Außenkameras gemein sind die wetterfesten Gehäuse, in die sie eingebaut sind. Die Gehäuse sind wasserdicht und können auch bei Schnee eingesetzt werden. Für die Dichtigkeit werden verschiedene Schutzklassen, wie z.B. IP66 angegeben, die beschreiben, wie dicht das Gehäuse ist. In der höchsten Schutzklasse kann die Kamera auch unter Wasser stehen oder längere Zeit ablaufendem Wasser aus einer Dachrinne trotzen.

 

Vorhanden ist zudem auch meist eine Nachtsicht-Beleuchtung, die üblicherweise mit IR-LEDs (Infrarot-Nachtsicht) funktioniert und Reichweiten von 15-250 Metern in völliger Dunkelheit ermöglicht. Wichtig ist es hierbei auf die Funktion IR-Cut zu achten. Hier kann die Linse besser auf das Licht reagieren und liefert bessere Bilder. Profi-Außenkameras gibt es auch mit einer Laser-Nachtsicht, die enorme Reichweiten von über 500 Metern ermöglichen kann.

 

Freilandüberwachung

Die Freilandüberwachung gehört zwar zum Bereich Außenüberwachung, bezeichnet aber eher den mobilen Einsatz von Außenkameras. Dieser ist zum Beispiel in Waldstücken von Förstern gefordert, die mit Wildkameras und Fotofallen ihren Wildbestand überwachen möchten. Auch für mobile Alarmsysteme sind Freilandkameras sinnvoll, da sie zur Verifizierung des Alarms mit aufgestellt werden können. Löst ein Alarm aus, kann der Benutzer über die Kamera überprüfen, ob es sich nur um einen Vogel oder tatsächlich um einen Eindringling handelt.

Aufgrund des mobilen Einsatzes, der meist fernab von technischen Infrastrukturen erfolgt, sind Freilandkameras entweder mit GSM ausgerüstet oder reine Speicherkameras. Wenn es sich um GSM-Überwachungskameras handelt, kann sich der Benutzer per SMS, Anruf oder MMS über den aktuellen Status der Kamera informieren. Wenn die Bewegungserkennung aktiv ist, wird der Benutzer zum Beispiel mit einem Schnappschuss per MMS über den derzeitigen Stand informiert. Bei vielen GSM-Außenüberwachungskameras ist es außerdem möglich, per Anruf in die Geräusche der Umgebung hinein zu hören.

Wofür eignet sich die Videoüberwachung?

 

Eine Videoüberwachung können Sie für die verschiedensten Bereiche verwenden, auf die Sie bisher vielleicht nicht gekommen sind. Überwachungskameras werden überall dort eingesetzt, wo entweder viele Personen zusammen treffen, die ein Eskalationspotential mitbringen oder dort, wo eine Gefährdung durch Diebstahl, Einbruch oder Unfälle besteht.

Outdoor WLAN Kamra mit Solar und Akku
Outdoor WLAN Kamra mit Solar und Akku

Diebstahlschutz

Um sich vor Einbrüchen und Diebstahl zu schützen, werden Überwachungskameras am häufigsten verwendet. Hier wird ein Überwachungssystem aus verschiedenen Kameras aufgebaut, das alle Ein- und Ausgänge eines Gebäudes, sowie Zufahrten im Auge behält. Besonders gefährdete Räume werden mit mehreren Kameras bestückt, um mehr Sicherheit zu schaffen.

Idealerweise verwenden Sie hier Netzwerk-Kameras, die per Software oder mit einem Netzwerk-Videorekorder (NVR) verwaltet werden und über eine Bewegungsaktivierung verfügen. So können verdächtige Bewegungen in und um ein Gebäude herum schnell erkannt werden. Durch die Benachrichtigungsfunktionen per E-Mail, SMS oder Telefon, die moderne Kameras mitbringen, werden Sie sofort über die Bewegung informiert.

Machen Sie sich bei der Installation insbesondere Gedanken darüber wie wichtig die Nachtsicht-Beleuchtung in den verschiedenen Arealen ist, die Sie überwachen und auch darüber, ob Sie zur Unterstützung zum Beispiel versteckte Mini-Überwachungskameras mit Speicherfunktion einsetzen möchten. Diese können zwar keine Einbrüche verhindern und informieren Sie auch nicht über Bewegungen, jedoch werden sie nur schwer entdeckt und bleiben bei manch gut geplanten Einbruch als einzige Informationsquelle später zur Auswertung übrig. Alternativ können Sie sich auch mit Vandalismus-sicheren Kameragehäusen absichern, um den Eindringlingen nicht die Möglichkeit zu geben, Ihrer Kamera habhaft zu werden oder sie so weit zu zerstören, dass sie ausfällt.

 

Haustierüberwachung

Haustierbesitzer und Tier- oder Viehzüchter benutzen Überwachungskameras um Käfige und Stallungen zu überwachen. So können fremde Zugriffe durch Viehdiebe, Angriffe von Wildtieren und andere Gefahren schnell erkannt werden. Insbesondere Pferdezüchter statten ihre Stallungen mit umfangreichen Überwachungssystemen aus, um jederzeit wissen zu können, was mit ihren Pferden passiert. Dafür eignen hauptsächlich Außenkameras, da diese mit wasser- und staubdichten Gehäusen ausgestattet sind. Solche Überwachungskameras sind auch in Stallungen sinnvoll, weil hier eine erhöhte Luftfeuchtigkeit herrschen kann und viel Staub und Dreck aufgewirbelt wird. Eine normale Überwachungskamera kann hier schnell defekt sein. Außerdem empfiehlt sich eine Infrarot-Beleuchtung, um auch in der Nacht scharfe und gut erkennbare Bilder zu erhalten. Ob eine IP-Kamera mit WLAN- oder LAN-Verbindung oder eine Speicherkamera eingesetzt wird, hängt immer mit der Infrastruktur um die Käfige oder Stallungen zusammen. Wenn ein Stall weit abgelegen ist, der Benutzer aber dennoch stetig auf dem Laufenden sein möchte, empfiehlt sich ein GSM-Außenüberwachungskamera, die bei einem Alarm entsprechende Mitteilungen schickt. Ideal wäre hier auch der Einsatz von GPRS-Überwachungskameras und 3G / UMTS Kameras, die Live-View über das Internet per Software oder Smartphone ermöglichen.

4 MP POE Überwachungsset
4 MP POE Überwachungsset

Überwachung von Arbeitsprozessen

In großen Fabriken ist die Videoüberwachung von komplizierten Arbeitsprozessen besonders wichtig. Bei Massenproduktionen darf kein Teil der Produktion ins Stocken geraten. Dafür werden extra Abteilungen eingerichtet, die sich mit der Überwachung der Arbeitsabläufe befassen. So können Produktionsfehler und Defekte an Montagerobotern oder CNC-Maschinen umgehend erfasst werden. Damit werden enorme Kosten gespart, weil sonst eine fehlerhafte Charge vor der Entdeckung durchgelaufen wäre.

Zudem hilft eine Überwachungskamera in Betrieben bei der Unfallvermeidung, weil eventuelle Gefahrenpotentiale bereits sehr schnell erkannt werden können. Dazu gehören zum Beispiel: chemische Prozesse, maschinelle Unregelmäßigkeiten, hohe Verkehrsaufkommen bei Flurfahrzeugen, drohende Stabilitätsprobleme bei Hochregallagerplätzen und Vieles mehr. Auch helfen Überwachungskameras zum Beispiel dabei Diebstahl in Fabriken zu erkennen oder Mitarbeiter auszumachen, die die Sicherheitsvorkehrungen, sowie die Körperpflege bei der Lebensmittelproduktion nicht einhalten.

 

Fahrzeugüberwachung

Während der Autofahrt kann es gelegentlich zu unliebsamen Begegnungen mit anderen Verkehrsteilehmern kommen, die sich rücksichtslos verhalten oder Unfälle absichtlich verursachen. Damit Beweise gesammelt werden können, sind Autokameras in Russland bereits Pflicht, in Deutschland rüsten auch immer mehr Fahrer ihre Autos mit Überwachungskameras aus. Die Rechtslage ist derzeit noch unklar.
Die Kameras sind meist in kleinen Gehäusen untergebracht, um das Sichtfeld nicht einzuschränken und verfügen über einen Zeitstempel, der in einem Gerichtsverfahren später hilfreich sein kann. Überwachungskameras speichern entweder auf einem integrierten Modul oder auf wechselbaren SD-Speicherkarten.

 

Was ist eine IP-Überwachungskamera?

 

IP-Überwachungskameras bezeichnen netzwerkfähige Überwachungskameras. Diese werden über den Router mit dem Netzwerk verbunden und können auf diese Weise auch auf das Internet zugreifen. So kann eine Fernsteuerung weltweit per Software oder App erfolgen. Mögliche Verbindungsmethoden sind ein RJ45-Netzwerkkabel oder die Verbindung per WLAN.

 

Wie eine IP-Kamera funktioniert

IP-Kameras bestehen in den meisten Fällen aus einem Netzwerkmodul mit WLAN-Antenne und/oder LAN-Buchse, einem Chip für die Steuerung der Kamera und einer Linse. Dazu kommt bei Außenüberwachungskameras eine Nachtsicht-Beleuchtung, die aus IR-LEDs besteht und ein wetterfestes Gehäuse, in das die Kamera eingefasst ist. Kameras, die ihre Stromversorgung nicht über das Netzwerk erhalten, verfügen zudem über einen Anschluss für ein Netzteil, das mitgeliefert wird.

 

Vor- und Nachteile LAN und WLAN

Beide Verbindungsarten haben Vor- und Nachteile. Während Sie bei WLAN sehr flexibel bei der Aufstellung sind und nicht extra Netzwerkkabel ziehen müssen, haben Sie den Nachteil, dass die Übertragungsraten nicht an die einer normalen Kabelverbindung heranreichen. Wenn Sie die Kamera per RJ45-Kabel mit dem Netzwerk verbinden, sollten Sie sich für einen festen Installationsort entschieden haben, weil der Aufwand bei der Verkabelung mitunter groß sein kann. Ein Vorteil der Kabelverbindung ist jedoch auch, dass manche Kameras direkt über das Netzwerk mit Strom versorgt werden können per POE (Power over Ethernet).

 

Großer Funktionsumfang von IP-Überwachungskameras

Die Netzwerk-Überwachungskameras sind die moderne Methode, eine Videoüberwachung durchzuführen. Sie haben enorme Vorteile gegenüber der analogen Technik und sind aufgrund der hohen Popularität auch äußerst günstig zu bekommen. Der Funktionsumfang umfasst verschiedene Datenraten und Auflösungen, Bewegungsaktivierung, zeitgesteuerte Aufnahme und die Benachrichtigung per E-Mail. Zudem können die IP-Überwachungskameras einfach per Software oder Smartphone-App aus der Ferne gesteuert werden. Ein Live-View per Handy ist somit von überall auf der Welt aus möglich, sofern dort eine Internetverbindung besteht. Sie können sich zudem per E-Mail benachrichtigen lassen, sobald die Kamera eine Bewegung registriert.

 

Sind IP-Kameras mit anderen kompatibel?

Ein weiterer Vorteil ist die hohe Kompatibilität mit anderen Überwachungsprodukten. Durch ONVIF wird sichergestellt, dass die Geräte miteinander kombiniert werden können, ohne komplizierte Einstellungen vornehmen zu müssen. So können zum Beispiel mehrere IP-Überwachungskameras problemlos mit Netzwerkvideorekordern und Videosoftware verwaltet werden. Viele Videoüberwachungssysteme bestehen heutzutage aus mehreren hundert Kameras, die alle über das Netzwerk operieren und weltweit für die zugeteilten Benutzer erreichbar sind. Die Kombination mit Netzwerk-Alarmanlagen ist ebenfalls möglich.


Tipp: Sie finden eine große Auswahl an IP-Überwachungskameras im Sicherheitstechnik-Shop.


Überwachungskameras mit HD-Auflösung

Bei den Auflösungen sind die modernen IP-Überwachungskameras ganz weit vorne. Mit Auflösungen von 720p, 1080p oder 1440p können sehr scharfe Bilder aufgenommen werden. Je nach Leistung des Netzwerks kann hier die Datenrate angepasst werden, um flüssige Aufnahmen zu erhalten. Je mehr Kameras mit dem Router verbunden sind, desto langsamer kann die Datenübertragung werden. Wenn Sie ein größeres Videoüberwachungssystem planen, sollten Sie auf Hochleistungsrouter zurückgreifen. Wenn Sie das System mit WLAN realisieren wollen, können WLAN-Booster, also Verstärkerantennen notwendig werden.

Welche Überwachungskamera für den Außenbereich?

 

Für den Außenbereich gibt es viele Möglichkeiten, eine Überwachungskamera einzusetzen. Viele Überwachungskameras, die fest installiert werden, verfügen zum Beispiel über wetterfeste Gehäuse und Nachtsicht-LEDs (Infrarot). Diese können bei Wetter und Wind problemlos verwendet werden und bieten damit zusätzliche Vorteile im Vergleich zu einer Indoor-Kamera.

 

Die verdächtigsten Bereiche abdecken

Wenn Sie einen Außenbereich videoüberwachen möchten, haben Sie sich wahrscheinlich Gedanken darüber gemacht, auf welchen Arealen am häufigsten Bewegungen stattfinden und hier schwerpunktmäßig überwachen wollen. Sie sollten jedoch auch daran denken, dass unbefugte Eindringlinge versuchen, den unauffälligsten Weg zu gehen. Vor allem sollten Sie Ihre Überwachungskameras deshalb auch dort aufstellen, wo Sie auch die Zugänge zum Grundstück mit im Bild haben. Diese können teilweise weit weg sein, so dass sich die Frage nach der Praktikabilität Ihrer zukünftigen Außenkamera stellt.

 

Auf die wichtigsten Funktionen achten

Wichtig ist hier die Ausstattung der Kamera. Es empfiehlt sich, von vorn herein darauf zu achten, dass die Videoüberwachungskamera über eine IR-Beleuchtung mit IR-Cut verfügt, die hohe Reichweiten ermöglicht. Zudem sollte die Auflösung zumindest 720p betragen, um die Bilder hinterher gut auswerten und auch kleinere Details leicht erkennen zu können. Zudem kann es bei bestimmten Begebenheiten sinnvoll sein, gleich mehrere Kameras aufzustellen, um alle Blickwinkel einsehen zu können.

 

Mit PTZ-Kameras mehrere Kameras ersetzen

 

Alternativ hierzu kommen IP-Dome-Kameras zum Einsatz, die voll schwenkbar und neigbar (PTZ) sind. Die Kamera kann um 360 Grad horizontal geschwenkt und meist 90 Grad vertikal geneigt werden. Da diese Dome-Kameras auch mit Bewegungserkennung (Motion Tracking) arbeiten, folgen sie sich bewegenden Objekten. Mit einer solchen IP-Überwachungskamera ist es möglich, mehrere fest installierte Videoüberwachungskameras zu ersetzen. Nachteilig kann bei diesen Kameras jedoch sein, dass der Bereich, der von der Kamera gerade nicht abgefahren wird, unbeobachtet bleibt. Abhilfe schaffen hier 360-Grad-Bewegungssensoren, die das gesamte Gebiet permanent abtasten und die Kamera sofort zu dem Punkt fahren lassen, an dem eine Bewegung registriert wurde.

 

Wetterfeste Gehäuse für Outdoor-Kameras

Achten Sie bei jeder Art von Überwachungskamera im Außenbereich darauf, dass diese ein wetterfestes Gehäuse hat, das vor Regen, Schnee und Staub schützt. Damit können Sie Ihre Outdoor-Kamera das ganze Jahr über verwenden, ohne sich um die Haltbarkeit Gedanken machen zu müssen. Viele Gehäuse kommen auch mit Starkregen und sibirischen Temperaturen gut zurecht. Achten Sie von vorn herein darauf, welche Schutzklasse die Außenkameras haben, die Sie sich zulegen möchten. Ab IP65 können Sie Ihre Überwachungskamera bei Regen bedenkenlos einsetzen.

Gibt es günstige Nachtsicht-Überwachungskameras?

 

Überwachungskameras mit Nachtsichtfunktion sind seit der Umstellung auf IP-Kameras mittlerweile recht günstig geworden. Realisiert wird die Nachtsicht in den meisten Fällen durch Infrarot-LEDs, sogenannte IR-Beleuchtung. Dabei handelt es sich um kleine LEDs, die je nach Leistung und Menge bis zu 250 Meter Nachtsichtreichweite ermöglichen. Wenn noch höhere Reichweiten gewünscht sind, ist die Lasernachtsicht eine Alternative. Hier können 500 Meter Nachtsicht und mehr realisiert werden.

 

Ist Infrarot-Nachtsichtbeleuchtung unsichtbar?

Das wichtigste bei der Nachtsichtlösung ist, dass sie von außen nicht unbedingt sichtbar ist. IR-Beleuchtung kann auch bei völliger Dunkelheit nicht von Außenstehenden erkannt werden. So bleiben Ihre Überwachungskameras für Eindringlinge erst einmal unsichtbar, wenn Sie diese unauffällig installiert haben. Nachtsicht-Beleuchtungen können auch bei sehr schlechten Lichtverhältnissen noch gute Bilder bringen. Heute können so auch bei absoluter Dunkelheit noch klare Bilder produziert werden.

 

Lieber in eine Nachtsichtkamera mit IR-Cut investieren

Professionelle Infrarot-Überwachungskameras verfügen über einen IR-Cut-Filter, der eine Reihe von Vorteilen bringt, die normale Infrarot-Kameras nicht haben.

Das Farbrauschen entfällt zum Beispiel, weil Kameras mit IR-Cut automatisch in den S/W-Modus umschalten, sobald die Infrarot-Beleuchtung eingeschaltet wird. Unschärfen sind ebenfalls nicht vorhanden, weil die Objektive die Infrarot-Beleuchtung automatisch korrigieren. Durch den IR-Cut steigt auch die Nachtsichtreichweite bzw. ist nicht mehr so viel Infrarot-Leistung nötig. Das Kameraobjektiv kann so schon mehr Licht aufnehmen als ein herkömmliches Objektiv, das nicht extra für die IR-Beleuchtung entwickelt wurde. Im Tagbetrieb schaltet sich die Kamera wieder auf den normalen Farbmodus um. Sie sollten also nicht auf die günstigste Kamera zurückgreifen, wenn Sie dafür auf einen IR-Cut verzichten.

 

Energiekosten mit Nachtsichtkameras sparen

 

Sehr sinnvoll ist eine IR-Beleuchtung auch deshalb, weil Sie auf die Beleuchtung der überwachten Bereich weitgehend verzichten können. Wenn die Kameras über gute IR-LEDs verfügen, sparen Sie Stromkosten ein. Das können über das Jahr ein paar hundert Euro sein, denn die Energieaufnahme der Infrarot-Nachtsicht beträgt nur wenige Watt, die teuren Flutlichtstrahlern mit mehr als der hundertfachen Energieaufnahme entsprechen. So ist eine Nachtsicht-Überwachungskamera nicht nur eine Frage der Qualität, sondern auch der Kosteneffizienz.

 

Kann man die Nachtsichtreichweite verlängern?

Wenn Sie größere Areale haben, die mit mehreren Kameras überwacht werden, kann es für die Nachtaufnahme sinnvoll sein, zusätzliche IR-Beleuchtungen anzubringen, die sich in der Nacht einschalten. Damit können wesentlich höhere Nachtsicht-Reichweiten erzielt werden, als wenn nur die IR-Beleuchtung der Überwachungskamera für die Erhellung sorgt. Solche Zusatzbeleuchtungen sind leistungsstark günstig zu bekommen und leicht zu installieren.

Womit kann ich die Videoüberwachung auf einem Monitor realisieren?

 

Um eine oder mehrere Überwachungskameras auf dem Monitor zu kontrollieren, ist heute kein kompliziertes Equipment mehr nötig. Sie wählen zwischen der Verwaltung von IP-Kameras über PC-Software oder einen Netzwerk-Videorekorder, der an einen geeigneten Monitor angeschlossen ist. Die konventionelle Alternative wäre der analoge Anschluss.

Monitoring per Computer-Überwachungssoftware

 

Wenn Sie eine oder mehrere IP-Kameras in ein Netzwerk integrieren und das Bild jeder Kamera einsehen möchten, können Sie mitgelieferte Software verwenden. In diesen modernen Überwachungsanwendungen können mehrere Netzwerkkameras gleichzeitig verwaltet werden. Dazu gehören spezifische Einstellungen zum Bild, der Bewegungsaktivierung, dem Aufnahmestundenplan oder Auflösung und Datenrate. Die Software ist in der Regel sehr leicht zu bedienen und gibt Ihnen die Möglichkeit mehrere IP-Überwachungskameras vollständig zu verwalten. Hier haben Sie auch die Möglichkeit, Alarm-E-Mails an einen oder mehrere Empfänger einzustellen.

Zum Funktionsumfang auch das Monitoring der einzelnen angeschlossenen Kameras. Sie können zwischen mehreren Bildaufteilungen wählen und sich so meist bis zu 16 Kameras auf einem Monitor anzeigen lassen. Per Klick können Sie einzelne Kameras im Vollbildmodus ansehen und auf diese Weise noch genauer überprüfen, ob etwas Verdächtiges vorgeht. Auch die Aufnahmefunktion kann hier manuell kontrolliert werden. Je nach Bedarf nehmen Sie auf oder stoppen die Aufnahme. Zusätzlich steht Ihnen ein Abspielmöglichkeit für aufgenommene Videos zur Verfügung, mit der Sie die Aufnahmen kontrollieren können.

Mehrere Kameras mit Netzwerk-Videorekordern verwalten

Wenn ein Computer für das Monitoring nicht notwendig sein soll. Empfiehlt es sich, einen NVR (Netzwerkvideorekorder) zu verwenden. Mit einem solchen Festplattenrekorder, der mehrere IP-Kameras verwalten kann, können im Prinzip alle Funktionen gesteuert werden, die eine Software ebenfalls enthält.

afür schließen Sie den NVR an einen Monitor oder Fernseher an und können von hier aus ein Überwachungssystem mit mehreren Kameras verwalten. Auch hier können Sie den Bildschirm splitten und sich gleich mehrere Kameras im Live-View auf dem Monitor anzeigen lassen. Die Aufnahmen werden bei diesem System auf einer in den NVR integrierten Festplatte gespeichert und können über den Rekorder auch verwaltet werden. Das Ansehen, spulen und löschen von Videos gehört zum normalen Funktionsumfang der Geräte. Aufnahmestundenpläne, Bewegungsaktivierung, Bewegungszonen und vieles mehr können von hier aus eingestellt werden. Wenn der Netzwerk-Videorekorder Zugriff auf das Internet hat, können auch Alarm-E-Mails an mehrere Empfänger verschickt werden. Die Einstellung kann hier in der Regel individuell für jede Kamera vorgenommen werden.

 Was muss ich beachten wenn ich mehrere Überwachungskameras benutzen will?

Wenn mehrere IP-Überwachungskameras angeschlossen werden sollen, gibt es einige Faktoren zu beachten, die maßgeblich dafür sind, ob Sie ein stabiles Überwachungssystem aufbauen. Zuerst einmal können Sie prinzipiell unzählige IP-Kameras an einen Router anschließen, indem Sie entweder mit Switches arbeiten (bei Anschluss per Netzwerkkabel) oder ihre Kameras über WLAN verfügen. ONVIF-Kameras sind untereinander kompatibel und funktionieren im Regelfall Plug&Play.

Hohe Auflösungen brauchen hohe Leistung

Da die heutigen Überwachungskameras mit hohen Auflösungen arbeiten und zum Beispiel Full-HD schaffen, kommen große Datenmengen zusammen. In Zukunft werden sich die Datenmengen noch erhöhen, da die Umstellung auf Ultra HD (4K) bereits in Reichweite ist.

Da ein Router nur eine begrenzte Menge an Daten verarbeiten kann, sollten Sie hier vorher schon planen, wie Sie mehrere Überwachungskameras stabil betreiben können. Das kann entweder durch die Herabsetzung der Datenrate der Kamera geschehen oder durch den Einsatz von Hochleistungsroutern. Insgesamt ist die Geschwindigkeit von reinen LAN-Routern höher als wenn Sie Ihre Kameras per WLAN mit dem Router verbinden. Sollten Sie sich also für ein System aus 8 und mehr Kameras entscheiden, sollten Sie in Erwägung ziehen, mit Kabelverbindungen zu arbeiten.

Bei WLAN sind schnell Änderungen notwendig

Wenn Ihnen die Flexibilität von WLAN-Kameras wichtig ist oder Sie keine Möglichkeit haben, die Anschlüsse mit Netzwerkkabeln zu realisieren, können Sie zum Beispiel WLAN-Booster verwenden, um die Reichweite zu erhöhen und die Datenrate auch auf größere Distanzen stabil zu halten.

Wenn Sie ein bestimmte Anzahl von Kameras überschreiten, sollten Sie idealerweise mehrere Router verwenden und Ihr Überwachungssystem somit splitten. Alternativ können Sie auch sehr leistungsstarke WLAN-Systeme erwerben, die für große Firmennetzwerke und öffentliche Einrichtungen benutzt werden. Hier können viel größere Datenmengen stabil übertragen werden. Jedoch kann das unter Umständen immense Kosten verursachen.

Mehrere NVR sind bei der Überwachung sinnvoll

Generell spricht nichts gegen den Betrieb von mehreren Kameras an einem DVR oder NVR. Die modernen Rekorder können oft mehr als 20 Kameras verwalten und diese auf einem oder mehreren Monitoren darstellen.

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Der Übersichtlichkeit halber ist es empfehlenswert beim Überschreiten dieser Kameraanzahl mehrere Netzwerk-Videorekorder zu verwenden und sie jeweils an einen eigenen oder mehrere eigene Monitore anzuschließen. Achten Sie auch hier darauf, dass Sie ONVIF-kompatible Geräte verwenden, um Hardwarekonflikte mit den Kameras von vorn herein ausschließen zu können. Außerdem sollten Sie bedenken, dass auch hohe Datenmengen auf Ihren Speicher zukommen. Entsprechend sollten Sie einen NVR oder DVR mit sehr großen Festplatten ausrüsten.

Wie kann ich Überwachungskameras aufspüren?

Um Überwachungskameras aufzuspüren gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die Ihnen helfen herauszufinden, ob Sie jemand ausspioniert. Oft kommt es vor, dass Mitarbeiter von Firmen, Sicherheitsdienste oder Privatleute mit verdeckten Videoüberwachungskameras ausgespäht werden. Um das zu verhindern, sind je nach Verbindungstechnik mehrere Möglichkeiten vorhanden.

Wie kann man eine Funkkamera aufspüren?

Am einfachsten ist das Aufspüren von Funkkameras, da diese in bestimmten Frequenzbereichen senden, die leicht scanbar sind und meist nicht über eine Verschlüsselung verfügen. Dafür gibt es spezielle Funkkamera-Detektoren, die auch gleich das erzeugte Videobild auf einem angeschlossenen oder integrierten Monitor anzeigen. Auf diese Weise können Sie leicht erahnen, wo genau sich die gefundene Kamera befinden könnte. Solche Gerät sind relativ kostengünstig zu bekommen und funktionieren meist vollautomatisch.

 

Auf welche Weise kann man eine WLAN-Kamera aufspüren?

WLAN-Kameras sind sehr schwer aufzuspüren. Diese sind verschlüsselt und senden in Frequenzbereichen, die nur sehr schwierig zu scannen sind. Mit einem Spektrumanalyzer kann man einen Versuch wagen, Netzwerkkameras im Umfeld zu finden. Es ist jedoch sehr schwierig und bedarf großer Erfahrung, herauszufinden, ob es sich tatsächlich um eine WLAN-Kamera oder um eines der anderen im Umfeld befindlichen WLAN-Geräte handelt. Eine Alternative wäre eine Software für den PC, die die Computer-eigene WLAN-Karte verwendet, um alle Geräte in der Umgebung zu scannen. Diese werden mit der SSID zusammen dann mit Verschlüsselungsinformationen und Signalqualität angezeigt. Eine 100-prozentige Sicherheit, eine verdeckte WLAN-Kamera zu finden, ist diese Methode jedoch ebenfalls nicht.

Versteckte Kameras finden

Wenn die vorgestellten Methoden nicht helfen, bleibt Ihnen nur noch die manuelle Suche übrig, die mit einem Metalldetektor oder einer Wärmebildkamera unterstützt werden kann.

Machen Sie sich Gedanken darüber, welche Bereiche für Außenstehende oder Firmenmitglieder zugänglich sind und scannen Sie diese Bereiche entsprechend. Mit einem Metalldetektor können Sie häufigen Fehlalarm erleben, da Sie diesen sehr sensibel einstellen müssen, um eine getarnte Überwachungskamera zum Beispiel in Möbel eingebaut finden wollen. Mit einer Wärmebildkamera kommen Sie hier besser voran, da ausschließlich Personen, Tiere, Heizungsleitungen und Stromkreisläufe im Bild hervorstechen durch hohe Temperatur. Eine Minikamera erreicht Temperaturen von über 50 Grad, wenn sie ohne Belüftung in einen Gegenstand eingebaut ist.

Welche Orte darf ich videoüberwachen?

Generell ist zu sagen, dass Sie alle Orte videoüberwachen dürfen, die Ihnen gehören oder die Sie gemietet haben. Dazu gehört schon einmal die eigene Wohnung, sowie das eigene Grundstück. Hier müssen Sie jedoch darauf achten, dass Ihre Kameras keine Informationen von Nebengrundstücken mit aufzeichnen. Nachbarn werden gegen eine Kamera protestieren, die in ihre Richtung zeigt. Wenn Sie eine Wohnung mit mehreren Personen angemietet haben, sollten Sie hier vorher die Genehmigung der anderen Mitbewohner einholen.

 Überwachungskameras im Betrieb einsetzen

Wenn Sie Betriebsstätten unterhalten, dürfen Sie auch hier das Grundstück überwachen, um Diebstähle und unerlaubtes Eindringen zu verhindern. Innerhalb der Geschäftsräume und Betriebsstätten müssen Sie jedoch die Erlaubnis Ihrer Mitarbeiter einholen. Insbesondere dann, wenn Sie Büros für Ihre Angestellten bereit stellen, kann die Überwachung ins Private gehen, da hier gelegentlich auch Mittagspausen abgehalten werden können. Durch Überwachungskameras am Arbeitsplatz lässt sich zwar Betriebsspionage verhindern, dennoch sollte Ihnen ein gutes Verhältnis zu den Mitarbeitern ebenfalls wichtig sein. Daher ist eine vorherige Absprache unerlässlich, zumal es sonst auch zu teuren Klagen kommen kann.

Überwachungskameras auf sanitären Anlagen

Ein Tabu ist die Installation von Überwachungskameras auf sanitären Anlagen.

Sowohl in einer Privatwohnung als auch in Geschäftsräumen ist eine solche Vorgehensweise nur dann erlaubt, wenn jeder Mitarbeiter und Besucher der Überwachung zustimmt und im Vorhinein auf die Videoüberwachung aufmerksam gemacht wurde. Andernfalls überschreiten Sie hier die Grenzen der Privatsphäre massiv. Zudem liegt auch kein einem Richter ersichtlicher Grund nahe, aus dem eine Videoüberwachung hier sinnvoll sein sollte.

Insgesamt ist zu sagen, dass Sie alle Gebäude von innen überwachen dürfen, auf die nur Sie Zugriff haben. Hier ist sichergestellt, dass andere Personen nur dann aufgenommen werden, wenn sie sich illegal Zugriff zum Gebäude verschaffen. Das können zum Beispiel Stallungen sein, in denen Überwachungskameras angebracht werden oder Lagerräume, eigene Werkstätten oder Ihr Büro. Eigene Grundstücke dürfen Sie ebenfalls überwachen. Sie brauchen auch keine Klage vom Postboten erwarten, wenn dieser ihre Überwachungskameras sieht.

Hier sind Überwachungskameras immer problematisch:

  • öffentliche Räume
  • Betriebsräume mit Mitarbeitern ohne Erlaubnis
  • private Räume ohne Hinweis an Besucher und Mitbewohner
  • Kameras in Fahrzeugen zur Verkehrsüberwachung
  • versteckte Kameras, die im öffentlichen Raum am Körper getragen werden

Für weitere Infos zu Überwachungskamera lesen Sie unseren Ratgeber unter: https://www.alarm.de/ueberwachungskamera/