Videoüberwachung

Auf dieser Übersichtsseite erhalten Sie zahlreiche Informationen und Begriffsklärungen zum Thema Videoüberwachung. Wir erklären Ihnen genau, was die Fachbegriffe bedeuten, damit Sie ausreichend informiert sind, wenn Sie sich ein Videoüberwachungssystem einrichten wollen. Nach dem Lesen dieser für Sie zusammengestellten Informationen werden Sie genau wissen, was Sie benötigen und können entweder direkt eine Anschaffung tätigen oder kontaktieren uns für offene Fragen. Beschaffen Sie sich hier einen Überblick über verschiedene Kameraüberwachungssysteme.

4K Überwachungskamera
4K Überwachungskamera mit extrem hoher Auflösung

IP Kamera

Der moderne Standard für Überwachungskameras ist die IP Kamera. Diese ist netzwerkfähig, daher der Name „IP“. Per Netzwerkkabel, aber auch per WLAN kann eine solche Sicherheitskamera ins Netzwerk eingebunden und ist dann über eine IP (z.B. 192.168.1.123.) erreichbar, so wie es u.a. auch ein PC ist.  Jeder Computer im gleichen Netzwerk kann auf das Videosignal zugreifen, indem die IP in den Browser eingegben wird oder in eine Videoüberwachungssoftware. Im Browser bietet die IP-Kamera dann eine Benutzeroberfläche, in der man nicht nur das Livevideobild sehen kann, sondern auch diverse Einstellungen vornehmen kann. So kann man z.B.

  • Bereiche maskieren, die aus rechtlichen Gründen nicht mit aufgenommen werden sollen
  • eine Bewegungserkennung einrichten mit einstellbarem Areal und Empfindlichkeit
  • eine E-Mail-Adresse anlegen, die eine Nachricht bekommt, wenn eine Bewegung erkannt wurde
  • einen FTP-Server einrichten, auf den im Alarmfall Bilder übertragen werden.

Diese genannten Punkte unterstützen fast alle IP-Kameras. Spezieller und nicht so häufig anzutreffen sind:

  • Regelmäßige Aufnahme von Fotos auf FTP im einstellbaren Intervall
  • Regelmäßiger Versand von Fotos per E-Mail im einstellbaren Intervall
  • Upload von Videos per FTP

Außerdem gibt es IP-Überwachungskameras, die über einen MicroSD-Kartenslot verfügen und je nach Modell bis zu 128 GB Speicher verwalten können. Auch da gibt unterschiedlichen Funktionsvielfalt, im Optimalfall sind folgende Punkte möglich:

  • Speichern von Videoaufnahmen auf MicroSD-Karte dauerhaft
  • Bewegungserkennung zum automatischen Start von Videoaufnahmen
  • Zeitplansteuerung zur Programmierung von Aufnahme und Bewegungserkennung
  • Endlosaufnahme, Löschen von ältesten Dateien bei vollem Speicher
  • Zugriff auf die Aufzeichnungen der IP Überwachungskamera per LAN, WLAN und Internet
WLAN Outdoor Überwachungskamera
Kleine WLAN Outdoor Überwachungskamera

Fernzugriff per Internet

Doch der große Vorteil von IP-Kameras liegt nicht nur in der Erreichbarkeit per Netzwerk, sondern vor allem auch per Internet. Der Nutzer kann weltweit via PC, Smartphone oder Tablet sehen, was die IP-Kamera anzeigt oder je nach Modell auch auf die Aufnahmen der MicroSD-Karte zugreifen. Dafür kann man entweder eine Portweiterleitung im Router einrichten und die Erreichbarkeit per WAN-IP und DynDNS ermöglichen. Wer etwas Erfahrung hat mit Netzwerken, erledigt das binnen weniger Minuten.

Oder man nutzt den vom Hersteller oftmals bereitgestellten P2P-Service, der das Videobild ohne Einstellungen am Router auf ein Endgerät übermittelt. In der Regel muss man dann in die PC Software oder die Apps des Mobilgeräts nur den Code der IP-Kamera eingeben, um den Zugriff zu gewährleisten, für Smartphones und Tablets ist oftmals ein QR-Code zum Scannen auf der IP-Überwachungskamera oder deren Originalverpackung vorhanden.

Wenn die IP-Kamera mit dem Smartphone genutzt werden soll, gilt zu beachten, dass in fast allen Fällen nur eine App für Android oder iOS bereitsteht, also für die beiden relevanten mobilen Betriebssysteme. Diese ist in der Regel kostenlos. Nutzer anderer Betriebssysteme bleiben dann leider außen vor, können aber oftmals mit allgemeinen IP-Kamera-Apps immer noch einen Zugriff auf die Internet-Kamera realisieren, dann per DynDNS und etwas komplexerer Einrichtung.

Screenshot einer 4K Überwachungskamera
Screenshot einer 4K Überwachungskamera (Anklicken zum Vergrößern)

ONVIF-Support für hohe Kompatibilität

Der Standard der dafür sorgt, dass IP-Kameras mit Fremdsoftware und -Apps läuft, nennt sich ONVIF. Die IP-Kameras in unserem Sortiment unterstützen diesen bis auf seltene Ausnahmen, so dass man nicht nur ONVIF-fähige Apps, sondern auch Videoüberwachungssoftware am PC oder NAS nutzen kann zur Ansicht und zum Aufzeichnen des Videomaterials. Es existieren am Markt zahlreiche ONVIF-fähige Softwarelösungen für PC, MAC und Linux, die es ermöglichen LAN-Kameras zu verwalten und das Videosignal auf unterschiedliche Art und Weise auszuwerten. Einige davon sind sogar kostenfrei erhältlich.

Ebenso können ONVIF-fähige Netzwerkrekorder verwendet werden. Diese sind speziell darauf ausgelegt, IP-Kameras im Netzwerk zu finden, am Monitor darzustellen und per Festplatte aufzuzeichnen. Sie bieten eine preiswerte Alternative dazu, einen PC dauerhaft zur Aufnahme bereitzustellen und sind zudem in den Abmessungen deutlich kleiner. Diese NVR sind selbst dann wiederrum per Netzwerk und Internet zu erreichen und bieten eigene Software und Apps für Windows, iOS und Android.

Natürlich gibt es nicht nur auf der Softwareseite große Unterschiede von IP-Kamera zu IP-Kamera. Hardwaretechnisch gibt es unzählige Varianten, was zum einen die Auswahl erschwert, aber auch ermöglicht, genau das Produkt zu finden, was man benötigt.

Unterschiede in Form und Funktionalität

Ein Faktor können dabei die Abmessungen sein. Während es in Außenbereichen und zur Abschreckung meist egal ist, wie groß die IP-Kamera ist, werden im Innenbereich, z.B. in Geschäften, lieber Überwachungskameras genutzt, die mit geringen Abmessungen nicht so sehr auffallen und dem Besucher nicht das Gefühl des beobachtet werdens geben. Im Indoorbereich sind daher Domekameras sehr beliebt, aber auch 360°-Überwachungskameras, die mit nur einer Kamera eine lückenlose Überwachung möglich machen.

Ist man sich darüber im Klaren, welche Größe die IP-Überwachungskamera haben darf, wäre die nächste Frage, wie leistungsstark die Nachtsicht sein muss. Hier sind bis zu 200 Meter und mehr möglich, was dann natürlich einer gewissen Größe Bedarf. Im Innenbereich sind oft 10 bis 20 Meter ausreichend, zur Parkplatzsicherung hingegen wird dann gerne mal etwas mehr benötigt. Das ist einer der Punkte, der vor der Anschaffung durchgeplant sein sollte, da sich dies nur mit extra Zubehör nachrüsten lässt. Zusätzlich ist noch die Frage zu klären: Dürfen die Nachtsicht-LEDs in der Dunkelheit glimmen oder nicht. Die meisten IP-Kameras verwenden glimmende IR-LEDs mit 850nm, da diese hohe Sichtweiten ermöglichen und die Videoüberwachung ohnehin offensichtlich erfolgen muss. Es gibt aber auch Ausnahmen, die mit nicht glimmenden IR-LEDs oder ganz ohne Nachtsicht-LEDs auskommen. Mit diesem IP-Kameras erhält man ein gutes Nachtsichtbild, während sie in der Dunkelheit nicht zu erkennen sind.

Zoom Veranschaulichung
Zoom Veranschaulichung

Die Beweglichtkeit der IP-Kamera will gut überlegt sein. Benötigen Sie Zoom? Soll die Netzwerkkamera Schwenken und Neigen können? Oder reicht ein starres Modell? Auch können Sie sich entscheiden zwischen Bulletkameras zur Wandmontage und Domekameras zur Deckenmontage. Jede Variante kann ihre Vor- und Nachteile haben. Die gängisten Varianten sind:

  • IP-Kameras mit 60° Blickwinkel: Der Klassiker der Raumüberwachung
  • IP-Kameras mit Zoom: Um bestimmte Bereiche nah heran zu holen
  • IP-Kameras mit Schenken, Neigen und Zoom: Hohe Flexibilität durch oftmals programmierebare, automatische Bewegung der IP-Kamera. Große Bereiche lassen sich damit mit nur einer Überwachungskamera sichern
  • 360°-Überwachungskamera: Mit großem Weitwinkel wird eine Rundumsicht möglich, die dann in mehrere Einzelbilder aufgezeilt werden kann.
PTZ Überwachungskamera mit hoher Nachtsicht
PTZ Überwachungskamera mit hoher Nachtsicht

PTZ-IP-Kameras und 360°-Überwachungskameras

Besonders funktionell und vielseitig sind natürlich die PTZ-IP-Kameras, die Schwenken (Englisch Pan = P), Neigen (Englisch Tilt = T) und Zoomen können. Diese IP-Kameras können auf mehrere Positionen vorprogrammiert werden, welche dann automatisch im Intervall abgerufen werden können. Sie kann die IP-Kamera z.B. immer von links nach rechts über einen großen Parkplatz hinwegschenken und ersetzt damit mehrere statische Netzwerkkameras. Bei PTZ-Videoüberwachungskameras kann oftmals sogar die Geschwindigkeit reguliert werden, mit der diese sich bewegen und auch das Intervall angepasst werden, indem die einzelnen Punkte einer programmierten Route abgefahren werden. Generell gibt es Unterschiede zwischen „normalen“ PTZ-Kameras und High-Speed-Dome-Kameras, die z.B. 200°/s in der Sekunde oder schneller geschenkt werden können. Wie relevant diese Geschwindigkeit ist, hängt vom Einsatzgebiet der IP Videoüberwachung ab.

Fisheye Überwachungskamera
360° IP Überwachungskamera mit Nachtsicht

360°-IP-Kameras bedienen sich einer anderen Technik um eine große Rundumsicht zu ermöglichen. Ein 180°-Fischaugenobjektiv erzeugt an der Decke montiert eine 360°-Ansicht des Umfelds, also eine lückenlose Überwachung. Softwareseitig lässt sich dann das Panoramabild so auseinander rechnen, dass man mehrere herkömmliche Ansichten erhält, die dann sogar genau wie PTZ-Kameras in ihrer Bewegung programmiert werden können. Hier sind vor allem hohe Megapixelzahlen wichtig, um detaillreiche Aufnahmen zu erhalten. 12 Megapixel sollten dabei gewählt werden, wenn es nicht nur auf eine generelle Überwachung, sondern auch auf das Erkennen von Details ankommt.

Außen Überwachungskamera

Beim Sichern von Außenbereichen sind andere Voraussetzungen zu beachten, als bei der Raumüberwachung. Der wichtigste Punkt ist, dass die Außenkamera wetterfest sein muss. Die Schutzklasse IP66 hat sich dabei als ein guter Wert herausgestellt, der signalisiert, dass die Außen Überwachungskamera auch bei schlechtem Wetter eingesetzt werden kann. Das bedeutet, Feuchtigkeit durch Regen und Schnee kann nicht ins Innere eindringen, die Elektronik ist geschützt. Außerdem ist die Außenüberwachungskamera beständig gegen große Kälze und Hitze, in der Regel ist ein Bereich von -20°C bis 60° abgedeckt, eine Außen-Netzwerkkamera ist daher auch die erste Wahl beim Einsatz in sehr kalten oder heißen Räumen (Kühlraum / Maschinenraum). Vor der Anschaffung sollte unbedingt an die Umgebung gedacht werden, ist z.B. ein Einsatz geplant in sehr unwirtlichen Gefilden, sollte man die technischen Daten der Außenkamera gründlich prüfen.

Bei Außenkameras kommt es auf hohe Nachtsicht-Reichweite an

Im Außenbereich ist zudem die Nachtsicht noch entscheidender als im Innenbereich, da die Räume in der Regel eher klein sind und die Überwachung oft bei guter Ausleuchtung erfolgt. Überwacht man aber einen Parkplatz oder Lagerflächen, sind diese oft komplett unbeleuchtet und die Nachtsicht ist entscheidend. Messen Sie den zu überwachenden Bereich aus und wählen Sie eine Außen Überwachungskamera die diesen problemlos abdeckt. Lieber ein paar Meter zu viel, als sich hinterher zu ärgern!

Eine lückenlose Überwachung großer Flächen bedarf entweder mehrere Outdoor-Überwachungskameras oder flexiblen PTZ-Überwachungskameras. Letztere können Schwenken und Neigen und so einen großen Bereich von links nach rechts und oben nach unten abfahren. Außerdem können entfernte Bereiche mit Zoom herangeholt werden. Ohne Zoom ist es oftmals unmöglich, Gesichter oder Kennzeichen zu erkennen, daher sollte, wenn Details wichtig sind, die Outdoor-Überwachungskamera über einen Zoom verfügen. Möglich sind hier enorme Werte von 20-fachem Zoom und mehr.

Schwenk- und neigbare PTZ WLAN IP-Kamera
Schwenk- und neigbare PTZ WLAN IP-Kamera

Überwachungskamera für Draußen mit Schwenken, Neigen und Zoomen

Das Schwenken, Neigen und Zoomen lässt sich automatisieren, so dass jeder Bereich in einem bestimmten Intervall per Outdoor-IP-Kamera eingefangen wird. Natürlich bleiben dabei immer die anderen Punkte außerhalb des Sichtfelds, so dass die umständlichere, aber komplett lückernlose Lösung die Verwendung von mehreren Außen-Überwachungskameras oder einer 360°-Außenkamera ist. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass in 95% der Fälle eine zuverlässige PTZ-Aussen-Überwachungskamera ausreicht, um Sicherheit herzustellen, wenn man die wichtigsten Bereiche regelmäßig im Videobild einfängt.

Woran beim Einsatz von Außen Überwachungskameras immer gedacht werden muss ist die Montage: Wo montiere ich die IP-Kamera, um eine guten Überblick zu erhalten? Wie bekomme ich Strom und Netzwerkkabel an diese Stelle? Oder alternativ: Durchdringt das WLAN die Außenwand und kann ich die Datenübertragung kabellos erfolgen lassen?

Es gibt komplett autarke Lösungen mit WLAN und Akku, aber die sind nur bedingt geeignet für eine dauerhafte und zuverlässige Überwachung. Diese Art von IP-Kamera schaltet sich bei Bewegungserkennung ein und meldet so z.B. einen Besucher. Da das in den meisten Fällen nicht ausreicht und man sich eigentlich nie von einem Akku abhängig machen sollte, wenn es um Sicherheit geht, bleiben noch ein paar andere Lösungen.

Manchmal möchte man seine Oudoor-Netzwerkkamera z.B. möglichst hoch montieren, um eine große Übersicht zu haben, allerdings sind in der Höhe dann meist keine LAN-Anschlüsse oder Stromanschlüsse vorhanden. Hier müssen Kosten und Aufwand abgeschätzt werden.

Verschiedene Wege zur Datenübertragung bei Überwachungskamera im Außenbereich

Der klassische Fall ist: Die Außen Überwachungskamera erhält einen Stromanschluss und ein Netzwerkkabel. Doch ganz klar, nicht immer lässt sich beides so einfach nach draußen verlegen. Fall 1: Strom ist vorhanden, Netzwerkkabel nicht. Dann gibt es zwei Lösungen, die erste ist eine Datenübertragung per Stromnetz über einen Powerlan-Adapter. Hier gibt es auch bereits fertige Lösungen aus Außenüberwachungkamera und Netzwerk-Rekorder, die direkt einen DLAN-Adapter zur Datenübertragung per Stromnetz integriert haben. Beide Geräte müssen damit nur im gleichen Stromkreislauf sein und es benötigt nicht mehr als eine Steckdose und nicht allzu alte Stromleitungen, um das Videoüberwachungssystem einzurichten.

Zweite Alternative in dem Fall ist die WLAN-Übertragung. Hier gibt es Systeme, bei denen die IP-Kameras direkt zu einem Netzwerkrekorder senden, aber auch die Möglichkeit das vorhandene WLAN zu nutzen. Vor dem Kauf kann man z.B. mit einem Smartphone testen, ob das vorhandene WLAN durch die Außenwand hindurch senden kann und ggf. einen Repeater installieren, um das Signal zu verbessern. Hilft das nicht, sollte über die oben genannte Powerlan-Lösung nachgedacht werden.

Fall 2: Kein Strom vorhanden, aber Netzwerkkabel. Das ist tatsächlich keinerlei Problem, da es mittlerweile Outdoor-Überwachungskameras gibt, die per Netzwerkkabel mit Strom versorgt werden können. Diese Technik heißt „POE“. Man benötigt im Inneren einen POE-Switch oder POE-Injektor, um Strom auf das Ethernet-Kabel zu legen. Es muss also nur noch ein Kabel zur Außen Überwachungskamera geführt werden. Wir bieten auch Komplettsysteme an, bei denen die POE-IP-Kamera direkt mit einem POE-fähigen NVR verbunden wird, so dass kein bestehendes Netzwerk notwendig ist.

In der Regel bekommt man die Außen-Überwachungskamera also immer verbunden mit einer der genannten Techniken – und das ohne viel Aufwand. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche der genannten Lösungen für Sie in Frage kommen, können Sie uns natürlich kontaktieren. Nennen Sie uns dabei die genauen Umstände und wir empfehlen ihnne das passende System.

WLAN Domekamera mit Wandhalterung
WLAN Domekamera mit Wandhalterung

WLAN Kamera

Die größtmögliche Flexiblität bei der Einrichtung einer Videoüberwachung bietet eine WLAN-Überwachungkamera. Der Einsatzort ist frei wählbar, das die Überwachungskamera kabellos ist, und nur davon abhängig, wie weit das Singal des WLANs reicht. Natürlich kann es auch Hindernisse geben wie zu dicke Wände oder Störsignale in der Umgebung. Aber in den meisten Fällen funktioniert wie WLAN-Übertragung reibungslos und so benötigt man nur noch eine Steckdose und die Videoüberwachung per Netzwerk und Internet kann starten.

Bei WLAN-Kameras mit Akku, die man häufiger im Innenbereich und bei den Minikameras findet, ist zudem noch eine Unabhängigkeit von der Streckdose gegeben. Man kann die WLAN Überwachungskamera also genau da installieren, wo es passt und den Standort ganz einfach und so oft wie man möchte wechseln.

WLAN-Kameras können entweder ein eigenes WLAN aufbauen, in das man sich direkt mit dem Smartphone, Tablet oder PC einwählt oder man verbindet die IP-Kamera mit einem bestehenden Netzwerk, so dass das Videosignal ins Netzwerk und auch ins Internet übertragen werden kann. Nicht jede Sicherheitskamera unterstützt beide Varianten.

Mehr Reichweite für kabellose WLAN-Überwachungskameras

Reicht das vorhandene WLAN-Netz zur Übertragung der Daten nicht aus, können Sie WLAN-Repeater verwenden oder für noch größere Reichweiten eine WLAN-Funkstrecke. Dabei sind mehrere Kilometer bei freier Sicht möglich und jede LAN-Überwachungskamera kann zur WLAN-Kamera aufgerüstet werden. Oftmals ist die WLAN Funkstrecke eine sehr gute Alternative, wenn sonst nur UMTS oder LTE Überwachungskameras in Frage kommen.

Neuere WLAN-Überwachungskameras besitzen zwei Antennen für eine verbesserte Verbindungsqualität und können zudem sowohl 2,4 GHz als auch 5,8 GHz verwalten. Dabei gilt als grobe Regel: 5,8 GHz kann größere Datenmengen übertragen, durchdringt aber Wände schlechter als 2,4 GHz. Als aktuellen Standard ist es oftmals anzuraten 2,4 GHz zu nutzen, damit die drahtlose Überwachungskamera die bestmögliche Übertragungreichweite bietet.

Natürlich gibt es auch Komplettsets mit WLAN Überwachungskameras und Netzwerkrekorder. Der Netzwerkrekorder verfügt dann selbst über Antennen und einen integrierten WLAN-Router. Der Vorteil daran ist, dass für die WLAN-Übertragung zum Aufzeichnungsgerät kein WLAN vorhanden sein muss und somit auch kein vorhandenes WLAN mit der Datenübertragung belastet wird. Außerdem sind diese Überwachungskamerassets so vorkonfiguriert, dass die IP-Kameras sofort vom Rekorder erkannt werden und keinerlei Konfiguration mehr notwendig ist. Wer es schnell und einfach mag ist mit einem Komplettset in der Regel besser bedient, das gilt nicht nur für WLAN-Überwachungskameras, sondern für alle Arten von Videoüberwachungssets.

Sicherheit von WLAN-Kameras

Die Frage nach der Sicherheit ist eine der ersten die sich Interessenten stellen, wenn es um den Einsatz von WLAN-Überwachungskameras geht. Dazu ist zu sagen, dass die IP-Kameras aktuelle Verschlüsselungsmechanismen (WPA2) verwenden und somit wirklich sicher sind, also genau so sicher, wie jedes herkömmliche WLAN mittlerweile auch ist. Wichtig ist ein gutes Passwort und dass man dieses sicher aufbewahrt. Mythen darüber, wie unsicher und anfällig WLAN-Übertragung ist, halten sich im Internet immer noch. Aber man muss sich ja nur angucken, wie viele Netzwerke mit WLAN zur vollsten Zufriedenheit von Anwendern genutzt wird. Und genauso zufriedenstellen kann eine moderne WLAN-Überwachungskameras sein. Überlegen Sie einfach nur, wie viele wichtige Daten Sie auf Ihrem Smartphone haben – und damit gehen Sie ebenso ins WLAN ohne Angst zu haben, gehakt zu werden.

Schwenkbare IP Kamera mit Funk-WLAN-Übertragung
Schwenkbare IP Kamera mit Funk-WLAN-Übertragung

WLAN Minikameras und WLAN Türklingeln

Neben den herkömmlichen großen WLAN-Kameras gibt es auch WLAN Mini-Kameras, die dort eingesetzt werden können, wo große Überwachungskameras keinen Platz finden. Auch gibt es Sonderlösungen wie eine WLAN Türkamera bzw. ein WLAN Türspion. Diese sind mit einem Klingelknopf ausgestattet und sobald jemand an der Tür klingelt, erhält man einen Anruf auf sein Smartphone. Am Smartphone sieht man nicht nur das Livebild des WLAN-Türspions, man kann zudem auch mit dem Besucher sprechen und so z.B. abklären, das man momentan nicht im Haus ist – denn die Datenübertragung erfolgt weltweit übers Internet.

Mini WLAN Kameras sind oftmals mit Pinhole-Objektiv und Akku ausgestattet, können also flexibel überall eingesetzt werden, egal wie wenig Platz ist. Akkulaufzeiten von mehreren Wochen sind dabei möglich, zudem werden die gleichen Funktionen wie bei großen WLAN-Sicherheitskameras, also z.B. Alarm bei Bewegungserkennung und die Aufnahme auf MicroSD-Karte unterstützt.

Mini Überwachungskamera

Für den Einsatz von kleinen Überwachungskameras gibt es vielfältige Gründe. Genauso vielfältig sind die Optionen. So gibt es Miniaturkameras nicht nur als reine Speicherkameras zur Aufzeichnung auf MicroSD-Karte, sondern auch als IP-Minikameras und WLAN-Minikameras. Die größen Varieren hier, es sind extrem kleine Lösungen mit Pinhole-Objektiv möglich, aber auch großere Modelle, die dann z.B. über ein wetterfestes Gehäuse verfügen.

Im Wesentlichen soll dort eine Videoüberwachung durchgeführt werden, wo für ein großes Überwachungskamera-Modell kein Platz ist. Auch der Einsatz im Geschäften, in denen sich Besucher nicht von den Sicherheitskameras beobachtet fühlen sollen, ist eine häufige Motivation zur Verwendung von Mini Überwachungskameras. Die kleinen Mini IP Kameras oder WLAN-Funk-Minikameras stehen im Funktionsvielfalt in vielen Punkten den großen IP-Kameras nichts nach. So kann eine Mini Überwachungskamera ihre Daten per Netzwerk und Internet übertragen, E-Mails versenden, FTP-Uploads starten und Aufzeichnungen auf MicroSD-Karte durchführen. Häufig verbraucht die Minikamera dabei so wenig Energie, dass auch mit verhältnismäßig kleinen Akkus eine große Laufzeit möglich wird, so dass man eine komplett vom Stromnetz unabhängige Videoüberwachung erhält.

Die kleinen Objektive haben aber natürlich auch ihre Grenzen. Es gibt kein Schwenken, Neigen oder Zoomen und in vielen Fällen maximal eine eingeschränkte Nachtsicht-Fähigkeit. Man kann bei Mini-Überwachungskamera mit Hilfe von Nachtsicht-Scheinwerfern bessere Ergebnisse erreichen, aber meist ist der Platz dann doch nicht vorhanden, so dass sicher zu gehen ist, dass die überwachten Bereiche immer ausreichend beleuchtet sind.

Mini Überwachungskameras sind auch für Außenbereiche erhältlich

Selbst wetterfeste Varianten von Mini-Überwachungskameras sind erhältlich, so dass auch Außenbereiche verhältnismäßig diskret gesichert werden können. Das Objektiv einer Mini IP Kamera ist oft nur einen Millimeter groß und dennoch sind hohe Videoauflösungen wie Full HD möglich und bei ausreichend Beleuchtung erkennt man hervorragende Details.

Wer etwas größere Bereiche mit kleiner Linse überwachen will, kann auf Weitwinkel-Minikameras setzen. Natürlich sind die Linsen dann etwas größer, aber Blickwinkel von 140° und mehr sind ein hervorragendes Hilfsmittel bei der Überwachung von großen Räumen mit kleinen Minikameras.

Miniaturkameras mit Funkübertragung per WLAN, UMTS und LTE

Die Datenübertragung von IP-Minikameras erfolgt in der Regel per WLAN, es gibt aber auch Modelle mit LAN und sogar auch POE (Stromversorgung per Netzwerk). Funk-Minikameras sind eher selten geworden, da WLAN-Minikameras deutlich mehr Vorteile bieten und eine stabilere und sicherere Übertragung. Die WLAN Mini Überwachungskameras können ein eigenes WLAN aufbauen, in das man sich dann mit seinem Endgerät einloggt, um das Videobild anzusehen oder die Daten von der Speicherkarte zu übertragen. Alternativ kann die WLAN-Minikamera auch mit einem bestehenden Netzwerk verbunden werden und über P2P-Service ist dann der weltweiter Zugriff auf das Videomaterial möglich.

Selbst UMTS- und LTE-fähige Minikameras haben den Markt schon erreicht. Diese haben meist ein etwas größeres Gehäuse für die Technik, ermöglichen dann aber Videoüberwachung mit Fernzugriff auch an Orten an denen kein Festnetzinternet vorhanden ist. Man benötigt nur eine SIM-Karte, eine Datenflatrate und guten Empfang um das Videosignal der Mini Überwachungskamera weltweit zu übertragen.

Funkkamera

Die klassische Funkkamera – ein analoges Signal wird per Funk an einen Empfänger gesendet – hat ausgedient. WLAN-Überwachungskameras sind die neuen Funkkameras. Die Vorteile liegen auf der Hand: verschlüsseltes Videosignal, deutliche bessere Reichweite und Durchdringung von Wänden, einfaches Vergrößeren der Reichweite mit Repeater, direkt digitales Signal das im Netzwerk und Internet erreicht werden kann. Dazu kann vorhandene Technik zum Empfang genutzt werden und es sind sehr hohe Videoauflösungen möglich.

Sind Sie also auf der Suche nach einer Funkkamera, sollten Sie eher WLAN-Kameras in Betracht ziehen. Diese überträgt das Signal kabellos an einen Router oder kann je nach Modell sogar auch ein eigenes WLAN aufbauen, in das Sie sich direkt mit ihrem Smartphone einloggen. Während man früher also zu seine Funk Minikamera extra auch einen Empfänger mit Monitor erwerben musste, braucht man jetzt nur noch eine App auf seinem Handy zu installieren und sieht das Videobild der Mini-Überwachungskamera auf dem Display. Ein Funk Überwachungssystem war nie einfacher und günstiger als jetzt, bei höherer Leistung.

Funk Überwachungskamera mit Monitor ist jetzt WLAN-Kamera mit Tablet

Funk Videoüberwachung hat den Vorteil, dass Sie als Anwender deutlich flexibler in der Positionierung von Überwachungskameras sind. Es müssen keine Kabel verlegt werden, solang die Stromversorgung geklärt ist. Besonders bei Funk Minikameras, die nur kurzfristig genutzt werden, um einen Raum zu sichern, ist dies ein unbestreitbarer Vorteil. Als Sicherheitsdienst können Sie so z.B. mit einer kleinen WLAN-Kamera einen zu schützenden Raum schnell ausstatten und jeder Mitarbeiter im Umfeld kann sich mit seinem Smartphone das Videobild ansehen.

WLAN-Minikameras haben zudem den Vorteil gegenüber Funk-Minikameras, dass diese bei Bewegungserkennung direkt ein Signal auf die App senden können und so der Nutzer gewarnt wird, wenn sich jemand im überwachten Bereich bewegt, der dort nicht sein sollte.

Funk Videoüberwachung bzw. WLAN Videoüberwachung funktioniert natürlich auch im Überwachungskamerasset. Es gibt Netzwerkrekorder die über einen integrierten WLAN-Empfänger verfügen und so direkt mit den Funk Überwachungskameras kommunizieren können. Damit spart man sich die Datenübertragung über ein bestehendes Netzwerk, was besonders bei Firmen, in denen das Firmennetzwerk sehr penibel geschützt wird, ein Vorteil ist, da man dieses nicht nutzen muss.

Infrarot-Nachtsicht-Überwachungskamera
Infrarot-Nachtsicht-Überwachungskamera

Infrarotkamera

In diesem Absatz beschäftigen wir uns nicht mit Wärmebildkameras, sondern mit Überwachungskamera, die Infrarot-LEDs nutzen, um das Videobild in der Nacht aufzuhellen. Der Begriff Infrarotkamera wird im Volksmund für beide Varianten verwendet, gemeint ist hier die Infrarot-Überwachungskamera.

Bei der Wahl der richtigen Nachtsichtkamera ist auf den ersten Blick klar, worum es sich dreht: Die Leistung der IR-LEDs, sprich die Sichtweite im Dunkeln die erreicht wird in Kombination mit dem verbauten Bildsensor. Was viele nicht wissen: ein lichtempfindlicher Bildsensor ist die halbe Miete für ein gute Nachtsichtbild. Je empfindlicher diese ist, desto wenige IR-Leistung wird gebraucht, um ein tolles Nachtsichtbild zu erreichen. Es gibt sogar Nachtsichtkameras, die ganz ohne LEDs auskommen und dann bei sehr wenig Licht sogar noch Farbbilder erzeugen können.

In der Regel sind aber 850nm-Infrarot-LEDs verbaut, deren charakteristischen rotes Glimmen jedem sicher bekannt vorkommt. Mit diesen Infrarotkameras sind Sichtweiten von 200 Metern und mehr möglich. Wem das rote Glimmen zu auffällig ist, der kann auf 940nm-LEDs setzen. Diese werden in der Regel aber eher im getarnten Bereich eingesetzt, da die Sichtweite geringer ausfällt, als bei 850nm-LEDs. Da offensichtliche Überwachungskameras oftmals auch wegen ihrer abschreckenden Wirkung verbaut werden, ist das rote Glimmen sogar in dem Fall ein Vorteil, damit mögliche Kriminelle im Umfeld sofort wissen, dass sie beobachtet werden.

Bei Minikameras ist die Nachtsicht immer noch ein Problemfaktor. Die kleinen Pinholelinsen erreichen einfach technisch bedingt keine so hohe Lichtempfindlichkeit wie normalgroße Objektive. Und die ebenso kleinen IR-LEDs die am Kamerakopf montiert werden, reichen in der Regel grade so für 1 bis 2 Meter. Daher haben wir von ALONMA echterne Scheinwerfer entwickelt, die diskret verwendet werden können und nicht von einer herkömmlichen Beleuchtung unterschieden werden kann. Mit diesen externen Scheinwerfern können auch kleine Überachungskameras große Nachtsichtreichweiten erhalten.

Domekamera

Eine Netzwerkkamera kommt in unterschiedlichen Formen und Größen. Die verbreiteste Variante ist die Bullet-Kamera, die längeliche Überwachungskamera die in der Regel an der Wand montiert wird. Die Domekamera dagegeben bezeichnet in der Regel Sicherheitskameras die unter der Decke befestigt werden. Häufig verfügen diese über eine kleine Kuppel über dem Kameraobjektiv und schon aus wenigen Metern Entfernung lässt sich nicht mehr bestimmen, in welche Richtung die Domekamera blickt. Diese Eigenschaft macht Sie z.B. im Einzelhandel sehr beliebt, wo man zwar Sicherheit möchte, aber dem Besucher nicht das Gefühl geben möchte, überwacht zu werden.

Ebenfalls zur Montage als Domekameras ausgelegt sind 360-Grad-Überwachungskameras. Das liegt daran, dass diese erst Ihren Rundumblick erhalten, wenn sie an der Decke montiert sind und z.B. bei einer Wandmontage „nur“ 180° liefern. Manchmal werden PTZ-Überwachungskamera, die sich Schwenken, Neigen und Zoomen lassen, auch als Domekameras bezeichnet. Das liegt daran, dass diese oft die Form einer Kuppel für das Kameraobjektiv nutzen, auch wenn diese eher selten an der Decke montiert werden, sondern mit einer Halterung an der Wand.

Domekameras gibt es schon mit sehr kleinen Objektiven, so dass Räume, aber auch Außenbereiche sehr diskret überwacht werden können. Die Bildqualität ist trotzdem sehr hoch, Videoauflösungen von 4 MP und mehr sind möglich. Einschränkungen gibt es aufgrund des kleinen Gehäuses aber mit der Nachtsicht, da bei Bullet-Kameras deutlich mehr IR-LEDs verarbeitet werden können.

Videoüberwachungsset mit Netzwerkrekorder und Domekamera
Videoüberwachungsset mit Netzwerkrekorder und Domekamera

Videoüberwachungssystem

Wer eine Videoüberwachung einrichten möchte, benötigt im Wesentlichen zwei Komponenten. 1. die Sicherheitskameras, 2. Hardware zum Anzeigen und Aufzeichnen der Überwachungskameras.

Besonders bei Netzwerkkameras stehen unzählige Wege zur Verfügung, um ein Videoüberwachungssystem aufzubauen, da man z.B. einfach einen PC oder Notebook nutzen  kann, um das Videosignal anzuzeigen und aufzuzeichnen. Durch das verwenden von vorhandener Peripherie ist es möglich Kosten zu sparen. Wir empfehlen aber zumindest langfristig dann mindestens einen aktuellen PC oder Notebook nur für die Videoüberwachung zu verwenden, da die gleichzeitige Nutzung als Arbeits-PC immer das Risiko mit sich bringt, dass der PC abstürzt oder andere Probleme macht.

NVR – der Überwachungskamera Recorder

Ist keine Technik zum Mitschnitt vorhanden, brauchen Sie nicht nach PC oder Notebook schauen, sondern lieber einen der extra für die Videoüberwachung konzipierten NVR, spricht Netzwerkvideorekorder, verwenden. Diese sind nicht nur verhältnismäßig kostengünstig, sondern auch für einen Langzeiteinsatz ohne Unterbrechungen konzipiert. Es muss nur noch eine Festplatte eingebaut werden und ein Monitor angeschlossen, zur Ansicht.

Der Netzwerkrekorder wird dann einfach ins vorhandene Netzwerk eingebunden, kann dort die IP-Kameras finden und zeichnet das Videomaterial dauerhaft, zeitplangesteuert oder bei Bewegungserkennung auf. Sie können diese Aufnahmen dann direkt am NVR-Recorder ansehen, möglich ist es aber auch diese per Netzwerk und sogar auch Internet abzurufen. Fast alle Netzwerkrekorder unterstützen P2P, also einen Fernzugriff per Internet, ohne Portweiterleitung im Router. Man muss nur noch die App vom Hersteller des NVR installieren, einen QR Code scannen und die Fernüberwachung kann beginnen.

Einige Netzwerk-Festplattenrekorder verfügen zudem über POE-Anschlüsse, was bedeutet, dass IP-Kameras direkt per Ethernet-Kabel mit dem Rekorder verbunden werden und die Datenübertragung nicht über ein vorhandenes Netzwerk erfolgen muss. Außerdem können POE-fähige Netzwerkkameras über das Netzwerkkabel mit Strom versorgt werden und benötigen keine Steckdose mehr. POE Kameras sind eine sehr flexible Lösung, da keine Stromleitungen verlegt werden müssen, sondern Daten und Spannung einfach per Ethernetkabel übertragen werden. Da in Firmen häufig ohnehin Netzwerkkabel verlegt sind, erspart dies Einrichtungskosten.

Die Auswahl ist enorm. Netzwerkrekorder beginnen bei 4-Kanal Geräten und bieten 8, 16, 36 oder noch mehr Kanäle, die verwaltet werden können. Wichtig ist zu beachten, ob die Auflösung der gewählten IP-Kameras unterstützt wird. Nutzen Sie z.B. 4K Überwachungskameras, benötigen Sie auch einen 4K Netzwerkrekorder. Dann ist ebenfalls entscheidend, wie viele Festplatten eingebaut werden können. In der Regel ist es eine SATA-Festplatte mit 4 bis 6 TB, wir führen aber auch Geräte mit 32 TB, die mehrere Festplatten verwalten können. Besonders dann, wenn man nicht nur bei Bewegungserkennung, sondern dauerhaft aufzeichnet, ist möglichst viel Festplattenspeicher wichtig, damit nicht nur wenige Tage aufgenommen werden kann. Je mehr IP-Kameras Sie an einem Rekorder anschließen, desto größer sollte die Festplatte gewählt werden.

Komplette Videoüberwachungssets

Vor der Anschaffung eines Videoüberwachungssystems zur Kameraüberwachung steht man vor der Wahl: Stelle ich mir aus einzelnen Netzwerkkameras und einem NVR ein Set zusammen oder nutze ich bestehende Überwachungskamerassets?

Die Vorteile von Videoüberwachungssets liegen dabei klar auf der Hand: Die Preise sind wesentlich günstiger als einzeln gekaufte Komponenten, die Komponenten sind aufeinander abgestimmt und es gibt technische Möglichkeiten, die nur im Set funktionieren.

Da wären z.B. WLAN Videoüberwachungssets. Die IP-Kameras und der Netzwerkrekorder sind dabei WLAN-fähig und die IP-Kameras übertragen das Bildsignal kabellos – ohne das ein bestehendes WLAN vorhanden sein muss – an den Netzwerkrekorder. Da die IP-Kameras direkt mit dem NVR gekoppelt sind, muss man das Set nur noch auspacken und mit Strom versorgen, die Einrichtung ist nicht mehr notwendig. Für alle die es extrem einfach mögen, sind Überwachungskamerassets die erste Wahl.

Das gilt ebenso für die beliebte Variante „POE-Videoüberwachungsset“. In dem Fall werden die Netzwerkkameras direkt per Ethernetkabel mit dem Netzwerkrekorder verbunden und dieser kann die IP-Kameras zudem per LAN-Kabel mit Strom versorgen. Die POE-Kameras benötigen also keinen Stromanschluss und übertragen das Videosignal direkt zum Rekorder, belasten daher kein bestehenden Netzwerk. Die Einrichtung ist so schnell erledigt und da die IP-Kameras direkt mit dem Rekorder verbunden sind, bedarf es keiner umständlichen IP-Einstellungen, um diese im Rekorder einzupflegen.

Noch einfacher wird es mit Powerlan-Überwachungssets. Die IP-Kameras und der Netzwerkrekorder sind DLAN-fähig. Das bedeutet, die Videoübertragung erfolgt per Steckdose, sprich Stromleitung. Dafür müssen nur alle Geräte in einem Stromkreis sein, ein Elektriker kann notfalls nachhelfen. Dann ist es wirklich eine Sache von Sekunden. Alle Geräte in die Steckdose stecken und wenig später erscheint das Videobild aller Überwachungskameras auf dem Display.

Natürlich sind Komplettsets nicht frei von Nachteilen. In der Regel funktionieren die WLAN- und DLAN-Varianten nur mit bis zu 4 IP-Kameras richtig gut. Bei POE sind auch 8-Kanal-Sets möglich. Und dazu kommt, dass es sich fast ausschließlich um Bullet-Kameras mit festem Blickwinkel handelt. Wer also 360°-IP-Kameras oder bewegliche Überwachungskameras verwenden will, hat deutlich weniger Auswahl im Bereich der Videoüberwachungsets. Der Markt ist allerdings ständig im Wandel und die Technik schreitet immer weiter, so dass sicherlich auch bald die ersten empfehlenswerten 8-fach-WLAN-Sets angeboten werden können oder auch Komplettsets, bei denen alle LAN-Kameras schwenkbar sind.

Und man kann sich zudem ja immer noch jederzeit aus einem Netzwerkrekorder und Internetkameras eine eigene Videoüberwachungsanlage nach den Wünschen anpassen. So achten man beim Rekorder auf die richtige Anzahl der Kanäle und die Auflösung. Bei den Live-Überwachungkameras steht einem dann eine große Bandbreite zur Verfügung. Natürlich bedarf es dann ein paar Minuten mehr, um die Überwachungsanlage einzurichten und der Gesamtpreis ist höher als bei einem Set, aber man kann den Komfort von PTZ-Kameras, Weitwinkel-Überwachungskameras und mehr nutzen. Wenn Sie Fragen zur Zusammenstellung einer Videoanlage haben, können Sie uns jederzeit kontaktieren.

Outdoor-Überwachungskamera mit wetterfester Montagebox
Outdoor-Überwachungskamera mit wetterfester Montagebox

Haus Videoüberwachung

Möchten Sie eine Hausüberwachung für Ihr Gebäude einrichten, sollte Sie für eine flächendeckende Sicherheit zunächst analyisieren, wo die Gefahren liegen. Überprüfen Sie, über welche Zugangswege Einbrecher kommen könnten und sichern Sie diese mit wetterfesten Außenkameras. Achten Sie darauf, dass es keine „toten“ Winkel bei der Gebäudeüberwachung gibt, was sich z.B. mit einer Weitwinkel-Überwachungskamera vermeiden lässt.

Im Innenbereich sollte man zur Ergänzung des Haus-Kamerassystems eher kleinere Miniüberwachungskameras nutzen, damit der Aufenthalt für diejenigen, die sich dort regelmäßig befinden, nicht unangenehm wird, da man sich sonst beobachtet fühlt. Diskrete Haus-Überwachungskameras stören im Alltag nicht und trotzdem können Sie z.B. Türen und Fenster sichern, um jeden Einbrecher zu erfassen. Bei der Hausüberwachung kann es sinnvoll sein, auf Überwachungsanlagen zu setzen, die mit Alarmanlagen verbunden sind oder selbst einen Alarm an Ihr Smartphone senden können. So werden Sie in der Ferne schnell alarmiert, wenn jemand ins Gebäude eindringt und können Hilfe holen.

Überwachungskamera mit Monitor

Zahlreiche Interessenten haben noch aus alten Funkkamerazeiten im Gedächtnis, dass es Überwachungskameras gibt, die direkt auf einen Monitor senden. Dieses System der Kameraüberwachung hat sich allerdings fortentwickelt. Mittlerweile verfügen die Videoüberwachungskameras über integriertes WLAN und können das Videobild direkt auf ein Smartphone oder Tablet übertragen. Man benötigt also kein Set aus Überwachungskamera mit Bildschirm, sondern hat den Bildschirm jederzeit in der Hosentasche oder kann sich einfach ein günstiges Tablet kaufen, um das Videobild anzeigen zu lassen. Die Vorteile der WLAN-Übertragung sind dabei, dass die LAN-Kamera auch mit dem Internet verbunden kann und das Videosignal sehr gut verschlüsselt ist. Auch ist die Reichweite in der Regel höher und das Signal stabiler als bei analoger Funk Videoüberwachung.

Bildaufbesserungen



Je nach IP Überwachungskamera stehen Ihnen zahlreiche Funktionen zur Verfügung, das Videobild aufzubessern. So kann die Rauschunterdrückung verhindern, dass das Videobild bei wenig Licht rauscht, während die Gegenlichtkompensation ein Blenden durch helle Lichtquellen im überwachten Bereich reduziert.