Überwachungskamera außen montieren: Was muss ich beachten?

Für viele ist eine Außenkamera die ideale Lösung, um das Haus, das Grundstück, die Einfahrt, den Parkplatz oder jede andere Außenfläche zu überwachen. Die Sicherheit spielt hierbei eine primäre Rolle, da sich die Betroffenen vor Diebstahl oder Einbrüchen schützen möchten.

Jedoch kann eine Videoüberwachung im Außenbereich auch schiefgehen, wenn gewisse Punkte nicht beachtet werden. Hierzu zählt die Montage. Bei falscher Platzierung der Überwachungskamera, kann ein erfahrener Dieb das Sicherheitssystem gekonnt umgehen.

Daher gibt es drei wichtige Punkte, die Sie beachten sollten. Wenn Sie diese Dinge umsetzen, sind Sie auf der sicheren Seite. Ansonsten, besteht ein potentielles Risiko, dass die Überwachungskamera außen nicht optimal genutzt und im schlimmsten Fall ausgetrickst werden kann.

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Punkt 1: Die richtige Höhe der Überwachungskamera

Um bei der Videoüberwachung verwertbare Bilder zu erhalten, spielt die richtige Höhe bei der Installation einer Überwachungskamera eine entscheidende Rolle. Wurde eine Überwachungskamera im Nahbereich zu hoch montiert, könnten sich, durch die entstandene Vogelperspektive, Probleme bei der Gesichtserkennung ergeben.

Um während der Videoüberwachung eine optimale Gesichtserkennung zu erhalten, ist eine Regel zu beachten. Diese besagt, dass die Überwachungskamera nicht höher zzgl. 1,50 Meter, als der bewachte Bereich von ihr entfernt ist, montiert werden sollte.

Wenn also ein Bereich von einer IP Kamera aus 1,20 Meter Entfernung videoüberwacht werden soll, sollte die Überwachungskamera nicht höher als 2,70 Meter platziert werden. Damit eine Außenkamera aber bestens vor Vandalismus geschützt ist, wird empfohlen, die Überwachungskamera außen ab einer Höhe von drei Metern zu montieren.

Um auf die Regel zur optimalen Gesichtserkennung zurückzugreifen, bedeutet dies also, dass die Außenkamera mindestens zwei Meter vom bewachten Bereich entfernt sein sollte, um sie dementsprechend ab einer Höhe von drei Metern platzieren zu können. So können Sie Ihre Netzwerkkamera effektiv einsetzen, ohne ein Risiko von Schäden am Gerät selbst einzugehen.

Punkt 2: Die richtige Auswahl der Überwachungskamera

Für jede Fläche und Situation, kommt eine andere Überwachungskamera in Frage. Da die Videoüberwachung stark von der Bauform einer Sicherheitskamera geprägt ist, sollten Sie hier im Vorhinein klären, welche Außenkamera zu der Umgebung passt, die Sie überwachen wollen.

Eine typische Bullet Kamera ist ideal, um Sie in einem Überwachungskamera Set mit einem Netzwerkrekorder zu betreiben. So können Sie sich z.B. an den vier Seiten eines Gebäudes schützen und alles rund um Ihr Haus, Büro oder Lager überwachen. Ideal ist eine Bullet Kamera auch, wenn Sie nur bestimmte Stellen eins Grundstücks oder Gebäudes überwachen und nicht das ganze Drumherum aufzeichnen wollen.

Für große Flächen, z.B. auf einer Baustelle oder Wiese, würde eine PTZ Kamera hervorragende Arbeit leisten. Diese hat den Vorteil, dass Sie sie schwenken, neigen und zoomen können. So können Sie die Kamera Überwachung selbst in die Hand nehmen und nach Bleiben die Stellen eines Grundstücks überwachen, die besonders gefährdet sind. Außerdem kann eine PTZ Kamera Routen verfolgen, z.B. von links nach rechts fahren, um dauerhaft die gesamte Fläche zu überwachen.

Für einen Supermarkt oder ein Hotel, wäre eine Dome Kamera die richtige Wahl. Diese kann ganz einfach an der Decke montiert werden. Die Ausrichtung kann je nach Lage geändert werden. So ist es möglich die Kamera einmal um Ihre ganze Achse zu drehen. eine solche 360 Grad Kamera bietet den Vorteil einer Rundumsicht, ist aber im Vergleich zu einer PTZ Kamera sehr viel kleiner und kann daher, ohne großes Aufsehen zu erregen, in Innen- oder Außenräumen montiert werden.

Nicht verdeckt, aber trotzdem unauffällig - so könnte man eine Mini Kamera beschreiben. Diese Art von IP Kamera ist genial, um nahezu versteckt eine Umgebung zu überwachen. Die kleine Netzwerkkamera kann wie eine normale Überwachungskamera genutzt werden. Sie bietet aber aufgrund des kompakten Gehäuses die Möglichkeit, viel Platz zu sparen und evtl. Kunden oder Menschen in der Umgebung nicht zu verschrecken. Somit wäre ein Einsatz in einem Foyer, in einer Praxis oder einem Labor denkbar und sogar zielführend.

Punkt 3: Die richtigen Funktionen der Überwachungskamera

Der dritte Punkt, den Sie beachten sollten, wenn Sie Ihre Überwachungskamera außen montieren möchten, ist die Funktionalität der jeweiligen Sicherheitskamera. Zu den wichtigsten Funktionen einer Überwachungskamera zählen die Nachtsicht, die Auflösung, die Datenübertragung und die Bewegungserkennung.

Eine Netzwerkkamera mit Nachtsicht ist schon fast Standard. Selten finden Sie eine Kamera, die keine Nachtsicht mehr hat. Hierbei ist der Einsatz von Infrarot-LEDs mit 850 nm (glimmend) oder 940 nm (nicht glimmend) gängig. Als Alternative, tut sich aktuell die Starlight-Technologie hervor. Mit Starlight, wird auf Infrarot verzichtet, sodass Bilder, die in nahezu völliger Dunkelheit geschossen wurden, in Farbe und mit kompletter Ausleuchtung dargestellt werden können.

Bei der Auflösung einer Überwachungskamera, gibt es inzwischen viele Varianten. Zum Standard, gehört die 1080p Auflösung mit Full HD schon lange. Jedoch gibt es inzwischen höhere Auflösungen. Absolute Neuheit ist eine hochauflösende 4K Überwachungskamera, die Bilder in extrem hoher Auflösung darstellt. Der Vorteil spiegelt sich in der hohen Farb- und Detailtreue wieder. Sie erkennen im Gegensatz zu einer normalen HD Kamera einfach viel mehr auf einem Bild.

Neben der Nachsicht und der Auflösung, spielt die Datenübertragung eine wichtige Rolle. Seitdem die Funk Kamera ausgedient hat, ist die WLAN Kamera zur häufigsten Überwachungskamera aufgestiegen. Eine WLAN Kamera kann einfach per WLAN betrieben werden und umgeht das Legen von Kabeln. Neueste Technologien, wie POE oder Powerlan, bieten aber auch hier interessante Alternativen. Für viele ist auch eine 4G LTE Kamera interessant, die das Bild per Mobilfunk überträgt und somit, ohne von Modem oder Router abhängig zu sein, überall eingesetzt werden kann.

Auch die Bewegungserkennung, gehört bei vielen Netzwerkkameras zur Standardausrüstung. Diese ist aus zwei Gründen sinnvoll. Zum einen, wird durch die Bewegungserkennung Strom gespart, da sich die Sicherheitskamera im Standby-Modus befindet und nur dann eine Aufzeichnung durchführt, wenn eine Veränderung im Bild (durch z.B. menschliche Bewegungen) registriert wird.

Zum anderen, erhalten Sie dank der Bewegungserkennung nur Aufzeichnungen, auf denen auch tatsächlich etwas passiert. In der meisten Zeit, wird ohnehin nur die Umgebung an sich aufgezeichnet. Erst im schlimmsten Fall - etwa bei einem Einbruch - ist das Material brauchbar. Daher erspart Ihnen eine Außenkamera mit Bewegungserkennung nicht nur hohe Stromkosten, sondern legt Ihnen auch wirklich nur das Material vor, was Sie als Beweis wirklich brauchen.

Wenn Sie all diese Punkte beachten, werden Sie die richtige Außenkamera finden!